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Eldagsen (Springe)

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Eldagsen
Stadt Springe
Koordinaten: 52° 10′ N, 9° 39′ O52.1708333333339.6583333333333107Koordinaten: 52° 10′ 15″ N, 9° 39′ 30″ O
Höhe: 107 m ü. NN
Einwohner: 3465 (1. Juni 2008)
Eingemeindung: 1974
Postleitzahl: 31832
Vorwahl: 05044
Ehemaliges Gemeindewappen
Denkmal zur Erinnerung an die Schlacht bei Langensalza

Eldagsen ist ein Stadtteil der Stadt Springe in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Eldagsen war früher bekannt für das Schuhmacherhandwerk, Senf und Honigkuchen. Das älteste Haus der Stadt steht in der Marktstraße. Es ist eines von zwei Häusern, die die große Feuerkatastrophe 1626 überstanden haben.

Im Ortskern erinnert ein Gedenkstein an die Schlacht bei Langensalza am 27. Juni 1866 während des Deutschen Krieges. An der Schlacht, in der sich das Königreich Hannover gegen die Preußen verteidigte, waren auch Soldaten aus Eldagsen eingesetzt.

Eldagsen verfügte früher über keine direkte Bahnanbindung und verlor daher mit der aufkommenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert an Bedeutung. Bei der Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 wurde es der Stadt Springe zugeordnet und verlor seine Stadtrechte. Trotzdem steht auf dem Ortsschild noch heute Stadt Eldagsen.

[Bearbeiten] Verkehr

Mit der S-Bahn ist Eldagsen zu erreichen von Hannover (Linie 5) in Richtung Hameln, (Haltepunkt Völksen/Eldagsen). Vom Bahnhof aus besteht keine Busverbindung nach Eldagsen, jedoch vom Haltepunkt Springe und vom Haltepunkt Bennigsen.

An der vom "Eisenbahnkönig" Bethel Henry Strousberg gebauten Strecke, die 1872 eröffnet wurde, entstand vor den Toren des Nachbarorts Völksen der Bahnhof Eldagsen. Er wurde größtenteils durch Eldagser Gelder finanziert. 1935 wurde er in Eldagsen-Völksen umbenannt und in den 1980er Jahren zum Haltepunkt zurückgebaut. 2006 wurde der Haltepunkt in Völksen-Eldagsen umbenannt.

[Bearbeiten] Vereine

Eldagsen ist vor allem durch sein Schützenfest, das "Eldagser Freischießen", bekannt. Die Tradition dieser Veranstaltung geht zurück bis zum 30-jährigen Krieg.

Im Ort bildeten sich vier Schützenvereine. Ältester Verein ist das "Jägercorps Eldagsen von 1845 e.V." mit den "Jäger-Jungschützen von 1927 e.V." und die in die Jungschützen eingegliederte Schülergruppe. Weitere Schützenvereine sind die "Schützengilde Eldagsen", der "Damen-Schießclub Eldagsen" sowie die "Schießsportgemeinschaft Eldagsen von 1999" (SSG Eldagsen). In der SSG sind die aktiven Sportschützen des Jägercorps und des Damenschießclubs zusammengefasst, da das Jägercorps als auch der Damenschießclub keine Mitglieder des Kreisschützenverbandes sind.

Eine Besonderheit im Eldagser Vereinsleben ist die Häufung der Chöre im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Es gibt folgende 6 Chöre: Frauenchor, Kirchenchor, Männergesangverein, Männerchor des Arbeiterbildungsvereins, Gospelchor und Kinderchor.

[Bearbeiten] Stadtanlage und Sehenswürdigkeiten

Rest der Stadtmauer

Die Altstadt von Eldagsen wird auch heute noch von zwei Bächen - dem Gehlenbach im Norden und dem Wöhlbach im Süden - umflossen und von der fast schnurgeraden "Langen Straße" durchquert. Dadurch bekommt man eine Vorstellung von der Größe Eldagsens im Mittelalter. Die Stadt liegt in einem abschüssigen, leicht hügeligen Gebiet: Nördlich der Langen Straße befindet sich die "Oberstadt", südlich davon die "Unterstadt". Durch beide Stadtteile führt seit 2008 ein historischer Rundweg, an dem die historischen Gebäude und Plätze mit Plaketten markiert und erklärt sind.

Typisch für Eldagsen sind die giebelständigen Fachwerkhäuser, von denen sich einige besonders gut erhaltene in der Unterstadt in der Marktstraße und in der Straße "Am Wöhlbach" finden. Zu ihnen zählt auch das Untere Pfarrhaus, das möglicherweise das älteste noch erhaltene Haus in Eldagsen ist.

Am Marktplatz ist die im 12. Jahrhundert gegründete Evangelische Kirche sehenswert, deren Westturm noch aus der Zeit der Romanik stammt. Die katholische Kirche befindet sich in der Oberstadt, sie wurde 1958 erbaut. Nicht weit von ihr erinnert in der Wallstraße ein Mühlstein an die bis 1964 an dieser Stelle betriebene Senfmühle.

Im östlichen Teil der Langen Straße ist an der Triftstraße noch ein Stück der alten Stadtmauer erhalten, hier befanden sich früher das "Untere Stadttor" sowie zwei weitere Mühlen, die Lindenberg- und die Sollesmühle. Gegenüber ist das Gebäude einer 1880 gegründeten und bis 1951 betriebenen Honig- und Lebkuchenfabrik beachtenswert.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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