Die ekliptikale Breite β ist eine der zwei Himmelskoordinaten des ekliptikalen Koordinatensystems.
Sie zählt von der Ekliptik - der scheinbaren jährlichen Sonnenbahn unter den Sternen - positiv nach Norden (Richtung nördlichen Himmelspol) und negativ nach Süden und wäre mit der geographischen Breite zu vergleichen.
Bei der Sonne ist β fast Null, weil deren Bahn ja zur Definition der Ekliptik dient. Hätte die Erde keinen Mond, würde β trotz Bahnstörungen durch andere Planeten maximal einige 0,01" erreichen. Da jedoch der Mond mehr als 1% der Erdmasse besitzt, kreist er nicht um die Erde, sondern um den gemeinsamen Schwerpunkt, das sog. Baryzentrum. Dessen Ablage von etwa 5000 km bewirkt eine leichte Auf- und Abbewegung der Erde aus der Ekliptikebene von bis zu 1".
Die zweite Koordinate heißt ekliptikale Länge (λ) und zählt in der Ekliptik in Richtung des jährlichen Sonnenlaufs. Wegen einer geringen Abweichung der Erdbahn von der Kreisform verläuft λSonne aber nicht ganz gleichmäßig, sondern ändert sich im Winter rascher als im Sommer (0,95 bis 1,02° täglich), was die sog. Zeitgleichung verursacht.
Bei den Planeten kann die ekliptikale Breite β 1° bis 7° betragen, weil ihre Bahnebenen gegen die Ekliptik um einige Grad geneigt sind. Bei Zwergplaneten kann die Neigung jedoch deutlich stärker sein (Eris: 44°), auch bei manchen Asteroiden kann sie 20° übersteigen, ebenso bei Kometen und anderen Kleinkörpern.
Über die Umrechnung zwischen ekliptikalen Koordinaten (β,λ) und äquatorialen Koordinaten (α,δ) siehe Ekliptikale Länge.
Siehe auch:
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."