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Ekkehardinger :

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Ekkehardiner

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Die Ekkehardiner sind ein altes deutsches Adelsgeschlecht aus dem Thüringer Raum. Sie stellten von 985 bis zum Erlöschen des Geschlechts im Jahr 1046 die Markgrafen von Meißen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ursprung

Der Stammsitz der Ekkehardiner befand sich auf dem linken Ufer der Unstrut bei Großjena im Mündungsgebiet dieses Flusses in die Saale bzw. in Kleinjena. Die Lage ihres Erbgutes verband sie einerseits fest mit Thüringen, lenkte aber andererseits den Blick auch nach Osten in das slawische Siedlungsgebiet.

Aufgrund des Leitnamens Ekkehard wird vermutet, dass die Ekkehardiner eine Nebenlinie der Liudolfinger gewesen sein könnte: Ekkehard († wohl 30. August 954) könnte ein Sohn des 936 gefallenen Ekkehard sein, der wiederum ein Enkel des Sachsenherzogs Otto der Erlauchte war. Allerdings ist die verwandtschaftliche Beziehung nicht nachgewiesen.

[Bearbeiten] Markgrafen von Meißen

[Bearbeiten] Günther von Merseburg (965-982)

Günther von Merseburg, der Sohn eines 949 erwähnten Grafen Ekkehard, war unter Otto I. im Jahre 965 zum Markgrafen von Meißen ernannt worden. Als Teilnehmer eines Italienzuges Ottos II. gegen die Sarazenen unter Emir Abu al-Qasim kam er am 13. Juli 982 in der Schlacht am Kap Colonna in Kalabrien ums Leben.

[Bearbeiten] Ekkehard I. (985-1002)

985 erhielt Ekkehard I., der Sohn Günthers, die Markgrafschaft Meißen.

Er bemühte sich nach dem Tod Ottos III. 1002 sogar um die Königswürde (siehe: Königswahl von 1002), wurde aber von der Gegenpartei im gleichen Jahr bei Pöhlde (Pfalz) ermordet.

[Bearbeiten] Gunzelin (1002-1009)

König Heinrich II. setzte zunächst Ekkehards Bruder Gunzelin (Meißen) als Markgrafen von Meißen ein, der jedoch einen Vorstoß von Bolesław I. von Polen auf Meißen und bis an die Elster nicht verhindern konnte. Nach harten Kämpfen wurden die eroberten Gebiete zurückgewonnen und Ekkehards Söhne erhielten die Erbgüter, einschließlich der Eckartsburg und der Markgrafschaft Meißen: zuerst 1009 Hermann und nach seinem Tode 1038 sein Bruder Ekkehard II.

[Bearbeiten] Hermann I. (1009-1038)

Um 1010 hatten die Brüder unter Hermann I. ihren Stammsitz bei Großjena verlassen und am Ostufer der Saale eine „Neue Burg“ – heute Naumburg (Saale) – errichtet. Die neue Burg lag ebenso wie die Eckartsburg an einer Königsstraße Via Regia deren Rest als 'Hohe Straße' bekannt ist. (Diese wichtige Handelsstraße stellte die Verbindung zwischen Westeuropa über das Rhein-Main-Gebiet und Erfurt mit Polen und anderen osteuropäischen Ländern her.)

[Bearbeiten] Ekkehard II. (1038-1046)

Im Jahre 1046 starb mit Ekkehard II. das Geschlecht der Ekkehardiner aus. Diese Familie hatte einen großen Einfluss auf die Reichspolitik gehabt. Ihre Macht gründete sich auf kirchliche und Reichslehen, die sie zunehmend zu Erbgut umzuwandeln verstand. Auch zahlreiche Burgen wie die Eckartsburg auf der Finne bildeten ein unentbehrliches Gerüst ihrer Herrschaft. Im Naumburger Dom erinnern die künstlerisch hervorragenden Stifterfiguren (Ekkehard II. mit seiner Gemahlin Uta von Ballenstedt und Hermann mit seiner polnischen Regelindis od. Reglindis) an die adlige Stifterfamilie.

[Bearbeiten] Stammliste

  1. Ekkehard, † wohl 30. August 954, 949/950 Graf – vermutliche Vorfahren (Ekkehard, * 936) siehe Liudolfinger
    1.  ? Gunther, * 13. Juli 982 in der Schlacht am Kap Colonna bei Cotrone, 968-976 und 979-982 Markgraf im Bistum Merseburg, ging 979 nach KalabrienDubrawka von Böhmen, auch Dubrava, Dobrava (* zwischen 925 und 931; † 977 in Polen), Tochter des böhmischen Přemysliden-Herzog Boleslav I. und der Adiva von England
      1. Ekkehard I., 976 bezeugt, † ermordet 30. April 1002 in Pöhlde, Graf, 985-1002 Markgraf von Meißen, Kandidat bei der Königswahl von 1002, gründet das Kloster Klein-Jena; ∞ Schwanhild, † 26. November 1014, Witwe von Markgraf Thietmar, Tochter von Hermann Billung, Herzog in Sachsen, begraben im Kloster Jena, nach 1028 ins Georgskloster in Naumburg (Saale) überführt
        1. Liutgard, † 13. November 1012; ∞ Januar 1003 Werner Graf von Walbeck, Markgraf der Nordmark, † 11. November 1014
        2. Hermann I., † 1038, 1007 Graf in Bautzen, 1009 Markgraf von Meißen, 1028 Graf im Hassegau und im Gau Chutizi, verlegt nach 1028 gemeinsam mit seinen Geschwistern das Kloster Klein-Jena nach Sankt Georg in Naumburg (Saale) ; ∞ Sommer 1002 Regelinda, * 989, † nach 21. März 1016, Tochter des Boleslaw I. Chrobry, 992 Fürst und 1025 König von Polen (Piasten)
        3. Ekkehard II., 1009 bezeugt, † 24. Januar 1046, Graf im Gau Chutizi und in Burgward Teuchern, 1032 Markgraf der Lausitz, begraben in Naumburg (Saale); ∞ Uta, † 23. Oktober ..., wohl Markgräfin Uta von Naumburg, Schwester des Esiko Graf im Schwabengau etc. (Askanier)
        4. Gunther, † 1. November 1025, vor 1001 königlicher Hofkaplan, 1009 königlicher Kanzler, 1024-1025 Erzbischof von Salzburg
        5. Eilward, † 24. November 1023, königlicher Hofkaplan, 1016-1023 Bischof von Meißen
        6. Mathilde; ∞ Dietrich I., † ermordet 19. November 1034, 1017 Graf in Eilenburg, 1021 Graf im Hassegau, Markgraf der Lausitz
        7. Oda, † 1025; ∞ 3. Februar 1018 auf Burg Cziczani Boleslaw I. Chrobry, 992 Fürst und 1025 König von Polen, † 17. Juni 1025 (Piasten)
      2. Gunzelin, † nach 1017, Markgraf von Meißen 1002-1009, abgesetzt
      3. Brun, Graf 1009

[Bearbeiten] Literatur

darin benutzt:

Ekkehardinger - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Ekkehardinger - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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