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Eisstau ist die Ansammlung von Eisschollen, die durch Strömung im Fluss geschieht. Dabei verkanten sich die Schollen derart, dass kein Weiterfließen des Wassers möglich ist. So kommt es im Hinterland zu Hochwasser, während an die Eisstaustelle immer mehr Eisschollen getrieben werden. Somit erhöht sich die Mauer des Eises und der Wasserstand steigt.
In Westsibirien entlang des Ob kommt es regelmäßig zu Eisstaus, weil das Eis des nach Norden fließenden Gewässers flussabwärts später im Jahr auftaut als weiter südlich.
Auch der mittelsibirische Strom Lena wird in der frühsommerlichen Schmelzperiode (Mai/Juni) zum reißenden Strom. Dabei steigt der Pegel bis zu 25 Meter an. Besonders verheerende Auswirkungen haben dabei die Eisstauungen, durch deren Folgen im Mai 2001 unter anderem die Stadt Lensk verwüstet wurde und auch große Teile von Jakutsk unter Wasser standen.