Die Eisenwurzen ist ein Teil der Kalkvoralpen im Dreiländereck Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark, umgrenzt von den Flüssen Enns, Ybbs und Erlauf einschließlich ihrer Nebentäler. Im Süden schließt sich der Hochschwab an. Der Begriff der Eisenstraße schließt neben der Eisenwurzen auch noch Orte zwischen Vordernberg und Niklasdorf, also jenseits des Hochschwab, ein. Historisches Zentrum ist der steirische Erzberg, dessen wirtschaftliche Bedeutung in der Vergangenheit die umliegende Region prägte. Die Region wurde vom Staat Österreich mittlerweile bei der UNESCO als Weltkulturerbe vorgeschlagen.
Das Gebiet umfasst auch einige Naturparke, wie den Naturpark Ötscher-Tormäuer und den Naturpark Niederösterreichische Eisenwurzen sowie das Wildnisgebiet Dürrenstein, den größten Urwald Mitteleuropas.
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Der Name Eisenwurzen rührt von der dortigen Eisenverarbeitung her, die durch die Nähe des Erzbergs und die Verfügbarkeit von Holz, Kohle und Wasserkraft in dieser Region zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert große Bedeutung hatte. Der Namensteil Wurzen ist seiner Herkunft nach unklar, scheint aber mit der dezentralen Organisationsstruktur dieses Wirtschaftsraumes in den teils schwer zu erreichenden Tälern dieser gebirgigen Region zusammenzuhängen: Vom Zentrum Eisenerz ausgehend, schlängeln sich die Transportwege wie Wurzeln weit ins umgebende Land hinein, überall verteilt finden sich die Produktionsstätten. Eine andere Erklärung führt diesen Namensbestandteil zurück auf die Zeit der Alchemie. Man glaubte, das Erz wächst und hat somit in der Tiefe seine Wurzel. So wurde in der Vergangenheit der Steirische Erzberg auch „die schöne Wurzen“, „die Hauptwurzen“ u.a. genannt. Viele Bergbauorte beginnen mit der Silbe „Rad“, die auf das lateinische Wort Radex, die Wurzel, zurückzuführen ist.[1]
Die spezielle, sich über Jahrhunderte entwickelnde Wirtschaftsstruktur wird als Kleineisenindustrie bezeichnet. Mit Andreas Töpper und Franz Wertheim, die ab den 1820-er Jahren teilweise alte Hämmer aufkauften und ausbauten, begann die industrielle Stahlverarbeitung. Zum Niedergang der Kleineisenindustrie der Eisenwurzen kam es durch die Industrialisierung ab den 1860-er Jahren. Heute ist der Begriff der Eisenwurzen daher hauptsächlich von historischer und touristischer Bedeutung.
Für weiterführende wirtschaftshistorische Aspekte siehe auch den Artikel Kleineisenindustrie
Andererseits ist festzustellen, dass für die touristische Vermarktung der Region heute eher die Bezeichnung Eisenstraße Verwendung findet. Aufgrund der auf drei Bundesländer aufgeteilten Aktivitäten hinsichtlich Tourismusplanung und Bewerbung gliedert sich nun auch diese Tourismusregion auf in die steirische, oberösterreichische und niederösterreichische Eisenstraße.
Ursprünglich eine Bezeichnung für den steirischen Erzberg, erfolgte eine spätere Ausweitung, der mit dem Begriff Eisenwurzen bezeichneten Gebiete, auf den gesamten Bereich der heute mit „Eisenstraße“ bezeichneten Region. Der östlich von Eisenerz gelegene Teil der steirischen Eisenstraße ist jedoch nicht Teil der Eisenwurzen. Eine Umschreibung des Gebietes wurde von Bertl Sonnleitner gegeben:[2]
Der steirische Anteil der Region ist als Naturpark ausgewiesen.
Die niederösterreichische Eisenwurzen umfasst ausschließlich Bezirke des Mostviertels, konkret die Bezirke
und geht entlang der Linie Waidhofen an der Ybbs - Scheibbs nahtlos vom schroffen Bergland ins hügelige Mostviertel über.
In Gebiet um dem Ötscher im südlichen Teil des Bezirks Scheibbs finden sich einige landschaftliche Sensationen. Zum einen befindet sich nördlich und östlich vom Ötscher der Naturpark Ötscher-Tormäuer mit dem 'Grand Canyon Österreichs', zum anderen der größte Urwald Mitteleuropas mit 2400 Hektar, das Wildnisgebiet Dürrenstein, in dem unter anderem auch Braunbären in freier Natur leben.
Im Gebiet der niederösterreichischen Eisenwurzen befinden sich die Berge der Ybbstaler Alpen bzw. der Göstlinger Alpen. Darunten befinden sich der Ötscher, der Dürrenstein, das Hochkar und die Gemeindealpe.
Die wirtschaftliche Stärke besonders in der Eisenwurzen liegt noch immer in der eisen-, stahl- sowie der holzverarbeitenden Industrie. Waren es früher die Hammerherren, die das Erz vom Erzberg bezogen, so sind es heute Walzwerke, die Halbfertigprodukte von den Hochöfen Linz und Donawitz beziehen und unter anderem zu Messern für Maschinen verarbeiten. Auch gibt es einige große und viele kleine Sägewerke, die das Holz der Wälder ringsum verarbeiten, sowie Papierfabriken an Ybbs und Erlauf. Der Hauptanteil der Wirtschaft sind aber klein- und mittelständische Betriebe. Die größten Arbeitgeber im Kernland sind:
Ehemalige Betriebe in der Eisenwurzen waren:
Die wichtigste Bauform der niederösterreichischen Eisenwurzen sind die Hammerherrenhäuser, meist mit aufwändigem, vorwiegend grau-weißem Sgraffito geschmückt.
In den nördlicheren Gebieten ist die Bautradition gleich jener des Mostviertels. Jedoch vermischt sich dieser, je weiter man nach Süden kommt, mit alpinen Formen. So herrschen Saalkirchen vor, wie in St. Anton/Jessnitz, Puchenstuben, Josefsberg und Joachimsberg, andererseits werden die Vierkanthöfe ersetzt durch Paar- und Haufenhöfe, aber vor allem durch Doppel-T-Höfe, die die vorherrschende Gutsform der Region Eisenwurzen sind.
Erwähnenswert sind auch die sogenannten Rothschildhäuser, die sich hauptsächlich im Gebiet des Dürrensteins befinden.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."