Netencyclo, The wikipedia mirror - Enzyklopädie : Eisenacher Programm

- Eisenacher Programm -

Eisenacher Programm :

femme russe

Eisenacher Programm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Eisenacher Programm war das auf dem Parteitag von Eisenach am 8. August 1869 beschlossene Gründungsprogramm der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Es enthielt dabei sowohl marxistische Ansätze, wies aber auch ähnliche Forderungen und Ziele auf wie sie der konkurrierende ADAV vertrat.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Verlauf des Parteitags

Auf dem Eisenacher Parteitag schlossen sich die Sächsische Volkspartei, mit dem Vereinstag Deutscher Arbeitervereine sowie Mitgliedern des ADAV zur SDAP zusammen. Zu Beginn fand die Versammlung im Gasthof Goldener Löwe statt. Nachdem der Parteitag von einigen ADAV-Anhängern zunächst gesprengt wurde, trat die Versammlung im Hotel „Zum Mohren“ erneut zusammen. Erst danach konnte die Parteigründung stattfinden.

Der Parteitag beschloss organisatorisch, dass die Leitung der Partei von einem fünfköpfigen Ausschuss übernommen werden sollte. Die Mitglieder der als Vorort bestimmten Ortsgruppe in Braunschweig sollten aus ihren Reihen den Ausschuss wählen. Hinzu trat eine aus elf Mitgliedern bestehende Kontrollkommission mit Sitz in Hamburg. Höchstes Gremium der Partei sollte der jährlich stattfindende Parteikongress sein. Dieser war auch zuständig für die Bestimmung des Vorortes. Die Partei selbst sollte auf einem Vertrauensmännersystem beruhen. Als Parteiorgan wurde das Demokratische Wochenblatt bestimmt. Dieses sollte später dreimal wöchentlich unter dem Titel „Der Volksstaat“ erscheinen. Außerdem forderte der Parteitag dazu auf, eine Einigung der Gewerkschaften zu verwirklichen und weitere Gewerkschaften auf internationaler Grundlage zu bilden.

Als Vorstandsmitglieder (Ausschuss) wurden Leonard Bonhorst, Wilhelm Bracke, J. H. Ehlers, Friedrich Neidel und Samuel Spier gewählt.

[Bearbeiten] Eisenacher Programm

Zentrales Ziel des in Eisenach beschlossenen Programms war die „Errichtung eines freien Volksstaates.“ Das Eintreten für die arbeitenden Klasse sei kein Kampf für Klassenprivilegien sondern es ging der Partei um die Abschaffung aller Klassenherrschaft. Dieses sollte in erster Linie durch die Überwindung der bestehenden „Produktionsverhältnisse (Lohnsystem) durch genossenschaftliche Arbeit“ geschehen. Damit knüpfte die Partei klar an Vorstellungen des konkurrierenden ADAV an. Eine Voraussetzung für die Erreichung dieses ökonomischen Ziels war die politische Freiheit. Nur ein demokratischer Staat sei in der Lage auch die soziale Frage zu lösen.

Ein bedeutender Unterschied war die Überzeugung, dass eine Befreiung der Arbeiter keine lokale oder nationale Aufgabe sein könne. Daher bezeichnete das Programm die Partei als Zweig der Internationalen Arbeiterassoziation (IAA).

Unter der Überschrift „die nächsten Forderungen“ behandelte das Programm über die grundsätzlichen Fragen hinaus konkrete Ziele. Die SDAP forderte darin das allgemeine Wahlrecht für Männer über zwanzig Jahre. Um auch weniger bemittelten eine Kandidatur für ein Parlament zu ermöglichen, wurde die Einführung von Diäten gefordert. Der Versuch von August Bebel auch die Forderung nach dem Frauenwahlrecht durchzusetzen, scheiterte an der Mehrheit der Delegierten.

Zusätzlich zu den Parlamenten wollte die Partei Formen der direkten Demokratie durch die Einführung der „direkten Gesetzgebung“ durchsetzen. Außerdem sollte das bestehende Militär durch eine milizartige Volkswehr abgelöst werden. Hinzu kamen Forderungen nach einer Unabhängigkeit der Gerichte, dem Ende von Standesvorrechten, eine strikte Trennung von Kirche und Staat, die Aufhebung aller Zensurbestimmungen, Vollendung des obligatorischen Volksschulunterrichts sowie die Einführung unengeltlichen Unterrichts in allen Bildungseinrichtungen.

In Hinblick auf die soziale Frage forderte das Programm die Begrenzung der Arbeitszeiten durch Einführung eines Normalarbeitstages und die Beschränkung der Frauen- und das Verbot der Kinderarbeit. Außerdem sollten alle indirekten Steuern, die als Konsumsteuern die unteren Schichten stärker trafen als die wohlhabenden Schichten, durch eine direkte progressive Einkommenssteuer und eine Erbschaftssteuer abgeschafft werden. Wie der ADAV forderte die SDAP die Förderung des Genossenschaftswesens auch durch Staatskredite für Produktivgenossenschaften.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Eisenacher Programm - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Eisenacher Programm - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

© 2008 Netencyclo - Netencyclo Hauptseite - Datenschutz - Impressum - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Diese Artikel wurde zuletzt am 16. Mai 2007 um 23:12 Uhr geändert. Ihr Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.