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Einhornhöhle (Harz)

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Eingang der Einhornhöhle

Die Einhornhöhle ist die größte Schauhöhle des Westharzes, etwa zwei Kilometer nordöstlich vom Herzberger Ortsteil Scharzfeld gelegen. Sie ist eine Karsthöhle im Zechstein-Dolomit.

1541 wurde sie zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1686 besuchte Gottfried Wilhelm Leibniz die Höhle und schrieb einen Bericht über sie. Otto von Guericke rekonstruierte im 17. Jahrhundert aus Knochen, die aus der Höhle stammten, ein Einhorn mit einem Rad anstelle der Hinterläufe – damals wurde allgemein angebliches Einhorn aus Höhlen als Medizin gehandelt. 1872 führte Rudolf Virchow dort eine Grabung durch.

Bisher konnten anhand der zahlreichen Knochenfunde über 70 Tierarten wissenschaftlich bestimmt werden, darunter 60 Säugetierarten wie Höhlenbär, Höhlenlöwe und Wolf.

1905 wurde die Einhornhöhle durch Bau eines Eingangsstollens für Besucher leichter zugänglich gemacht. Inzwischen sind 270 Meter der Gesamtlänge von 610 Metern als Schauhöhle erschlossen. Die Einhornhöhle ist eines der drei Informationszentren des Nationalen Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen.

Die Einhornhöhle ist in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

[Bearbeiten] Sage

Einer Sage nach hängt die Entdeckung der Höhle mit der nahegelegenen Steinkirche Scharzfeld zusammen. In der höhlenartigen Steinkirche habe in heidnischer Zeit eine alte und weise Frau gelebt, die Ratsuchenden geholfen habe. Eines Tages habe sie ein Mönch in schwarzer Kutte in Begleitung von fränkischen Kriegern vertrieben. Ein Einhorn soll sie sie vor ihren Verfolgern geschützt haben. Die Frau schloss sich der Hexengemeinde auf dem Hexentanzplatz des Brockens an. Danach sei der schwarze Mönch in einem Erdloch verschwunden, was zur Entdeckung der Einhornhöhle geführt habe. Eigentlich gab es aber keine Entdeckung der Höhle, da sie schon seit der Steinzeit bekannt war und nie in Vergessenheit geraten ist.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

51.6350110.404037Koordinaten: 51° 38′ 6″ N, 10° 24′ 15″ O

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