Netencyclo, The wikipedia mirror - The biggest multilingual encyclopedia : Einhard

- Einhard -

Einhard :

Outils :

Vous avez un site web ? Un blog ?

 Netencyclo Directory Project 




Mettre en favoris !

Add to Netvibes
Technorati reactions
rencontre

Einhard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Erstausgabe der Vita Karoli, Köln 1521 mit Karl dem Großen und Karl V.

Einhard (nach eigener Schreibung Einhart; auch Einhardt, in den romanischen Sprachen (mit nicht palatalisiertem "g") Eginhard, Eginardo usw.) * um 770 im Maingau; † 14. März 840 Kloster Seligenstadt) war ein fränkischer Gelehrter, Kunstsachverständiger und Autor, eine der herausragendsten Gestalten der karolingischen Renaissance. Sein bedeutendstes und bekanntestes Werk ist die Vita Karoli Magni, die Biografie Karls des Großen. Einhard war Nachfolger seines Lehrers Alkuin als Leiter der Hofschule Karls des Großen, Ratgeber Ludwigs des Frommen und Laienabt der Klöster St. Peter und St. Bavo in Gent, St. Servaas in Maastricht, St. Cloud bei Paris und St. Wandrille sowie Steinbach bei Michelstadt im Odenwald und Seligenstadt. Wegen seines technischen Talents erhielt er in der Hofschule den Namen Beseleel, nach dem Erbauer der jüdischen Stiftshütte (Ex 35,30).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Einhard, der aus adliger ostfränkischer Familie stammte, wurde zunächst im Kloster Fulda erzogen. Als Urkundenschreiber ist er dort zwischen 788 und 791 belegt. 794 wurde er von Abt Baugulf von Fulda zur weiteren Vervollkommnung seiner Bildung an die Hofschule gesandt, wo er Schüler Alkuins wurde und bald zum engsten Kreis um Karl den Großen zählte. Einhard leitete die Errichtung zahlreicher Bauten Karls des Großen, so die Brücke zu Mainz, die Pfalzen zu Ingelheim und Aachen und den Aachener Dom. Auch über die Hofwerkstätten führte er die Aufsicht. Inwieweit er selbst künstlerisch oder kunsthandwerklich aktiv war, ist unklar, jedoch scheint er zumindest konzeptionelle Arbeit geleistet zu haben. Erhalten ist der sogenannte Einhardsbogen, der mit ihm in Zusammenhang gebracht wird und stilistische Berührungen mit den Bronzegittern der Aachener Marienkapelle aufweist. Sein Schüler Brun Candidus von Fulda betätigte sich sowohl als Biograf als auch als Monumental- und Buchmaler. Er war der Begleiter Karls des Großen auf allen seinen Reisen, ging 806 als dessen Gesandter nach Rom[1] und 813 soll sein Rat Karl bewogen haben, seinen Sohn Ludwig zum Kaiser zu ernennen. Auch dieser vertraute Einhard und gab ihn 817 seinem Sohn Lothar I. zum Ratgeber. In den Kämpfen der Söhne gegen den Vater bemühte sich Einhard um eine friedliche Lösung der Konflikte. Er gründete bei Michelstadt im Odenwald eine Abtei, die Einhardsbasilika in Steinbach. Er verlegte sie später nach Muhlinheim, wo sie im Laufe der Zeit von den Reliquien der Abtei den Namen Seligenstadt erhielt. Obwohl er nach der Sitte der Zeit mehrere große Klöster als Abt führte, scheint er doch niemals Geistlicher gewesen zu sein.

836 starb seine Frau Imma, eine Schwester des Bischofs Bernhard von Worms.

Von den vier heute noch bekannten Werken Einhards ist die Biographie Karls des Großen, die Vita Karoli Magni, am bedeutendsten. Diese einzige zeitgenössische Biografie Kaiser Karls verfasste Einhard in Anlehnung an die antiken Kaiserbiografien Suetons, ohne sich deren Vorbild jedoch sklavisch eng anzuschließen.

Ein weiteres wichtiges Werk sind die Translatio et Miracula SS. Marcellini et Petri, ein Bericht von der von ihm veranlassten Überführung der Reliquien zweier Heiliger von Rom nach Seligenstadt mit den für die Translationsberichte üblichen Wunder-Erzählungen. Schließlich sind noch die kurze theologische Schrift De adoranda cruce und eine für Gebetszwecke aufbereitete Auswahl aus den Psalmen zu nennen. Daneben ist eine größere Sammlung von Briefen Einhards (insgesamt 71, davon 58 mit Einhard als Verfasser) erhalten. Diskutiert wurde jüngst, ob Einhard der Verfasser des anonym überlieferten Paderborner Karlsepos sein könne. Nicht beteiligt war Einhard nach neueren Erkenntnissen an der Abfassung der sogenannten Annales Fuldenses und der Annales qui dicuntur Einhardi.

Einhard starb am 14. März 840 in Seligenstadt. Sein Epitaph, in dem allein seine künstlerischen Werke und die Translation der heiligen Marcellinus und Petrus, nicht aber sein literarisches Werk als Verdienste erwähnt werden, verfasste der Fuldaer Abt Hrabanus Maurus.[2], der allerdings für Kenner einen versteckten Hinweis auf die Vita Karoli gab, indem er mit Vers 7 (quem Carolus princeps propria nutrivit in aula) auf Vita Karoli prol. 4 (nutrimentum videlicet in me impensum et perpetua, postquam in aula eius conversari coepi, cum ipso ac liberis eius amicitia) anspielte.

[Bearbeiten] Nachleben

Einhard-Basilika in Seligenstadt
Die Einhardsbasilika in Steinbach bei Michelstadt

In Seligenstadt steht die Einhard-Basilika des einstigen dortigen Klosters, in dem Einhard sich seit 830 als Laienabt aufhielt und wo er auch starb. Dort befindet sich in der Ministranten-Sakristei ein großer Sarkophag mit den Gebeinen Einhards und seiner Frau Imma; allerdings ist der Raum für normale Kirchenbesucher nicht zugänglich. Moderne naturwissenschaftliche Untersuchungen bei einer Graböffnung im Jahre 2005 bestätigten, dass die Knochenreste im Sarg mit den Lebensdaten Einhards und seiner Frau übereinstimmen, es scheint sich also tatsächlich um die originalen Gebeine zu handeln, was zwischenzeitlich angezweifelt worden war.

Mit der Einhardsbasilika in Steinbach bei Michelstadt im Odenwald - Ludwig der Fromme hatte Einhard diesen Ort im Jahr 815 geschenkt - hat sich ein karolingischer Kirchenbau fast im Zustand der Zeit des Begründers erhalten. Die frühere Annahme, Einhard sei der Stammvater der Grafen zu Erbach (bis 1806 Regenten des Odenwalds), ist unzutreffend.

In Erinnerung an Einhard und sein Werk wird von der Einhard-Stiftung zu Seligenstadt seit 1999 alle zwei Jahre der Einhard-Preis für biographische Literatur verliehen. Bisherige Preisträger sind Otto Pflanze (1999), Brian Boyd (2001), Joachim Fest (2003), Irene Heidelberger-Leonard (2005), Eberhard Weis (2007) und Margot Friedlander (2009).

In einigen Städten des Wirkungsgebiets Einhards stehen Denkmäler zu seinen Ehren, so in Seligenstadt und Eschweiler. In Aachen und Seligenstadt sind beispielsweise Gymnasien nach Einhard benannt und in Michelstadt-Steinbach die Einhard-Grundschule. Auch in Pissen (Gemeinde Rodden, Sachsen-Anhalt) existiert ein Einhard-Denkmal.

Eine Gedenktafel für ihn fand Aufnahme in die Walhalla bei Regensburg.

Einharddenkmal in Eschweiler

[Bearbeiten] Werke

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Werkausgaben und Übersetzungen

[Bearbeiten] Sekundärliteratur

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Einhard – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Monumenta Germaniae Historica, Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi 6: Annales regni Francorum inde ab a. 741 usque ad a. 829, qui dicuntur Annales Laurissenses maiores et Einhardi. Herausgegeben von Friedrich Kurze. Hannover 1895, S. 121 (Digitalisat).
  2. Hrabani Mauri carmina: Epitaphium Einhardi. In: Monumenta Germaniae Historica, Poetae Latini medii aevi 2: Poetae Latini aevi Carolini (II). Herausgegeben von Ernst Dümmler. Berlin 1884, S. 237 (Digitalisat).
rencontre

Einhard - En savoir plus

Rencontre Einhard - Articles à  la une


"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."
© 2009 Netencyclo - Netencyclo Home - Terms of Service - Privacy Policy - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Cet article, miroir de l'article de Wikipédia est conforme aux termes de la GFDL All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.