Ein Planet wird geplündert – Die Schreckensbilanz unserer Politik ist ein im September 1975 erschienenes Sachbuch des damaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Herbert Gruhl. Nachdem der Club of Rome die „Grenzen des Wachstums“ auf unserer Erde aufzeigte, fragte Gruhl in diesem Buch nach den übriggebliebenen Möglichkeiten unseres Wirtschaftens.
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Herbert Gruhl suchte in seinem 1975 erschienenen Buch nach den Ursachen der Plünderung der ökologischen Lebensgrundlagen der Menschheit, die er in der Wachstumsideologie (sowohl des Kapitalismus als auch des Kommunismus) sah und empfahl Verzicht und Maßhalten anstelle einer Konsumorientierung. Eine große Bedeutung für die Plünderung des Planeten maß Gruhl zudem dem weltweiten Bevölkerungswachstum bei. Für umweltpolitische Maßnahmen wie etwa eine ökologische Steuerreform wurden hier Anstöße gegeben.[1] Den technischen Umweltschutz und andere umweltpolitische Maßnahmen zu forcieren werde für sich allein genommen aber unzureichend bleiben.
Gruhls eigene Einschätzung, ob „Politiker oder große Teile der Völker die Lage begreifen“, das heißt den Wachstumskurs von Wirtschaft und Bevölkerung verlassen, fällt zurückhaltend aus: „Vielleicht erreicht der Ruf die fahrenden Züge noch - obwohl unsere Einschätzung eher der des französischen Dichters Eugène Ionesco nahekommt“, der meinte, es gebe „keinen Ausweg“[2]
Herbert Gruhl stellte sein Buch am 25. September 1975 der Presse vor und erklärte dabei, die weite Zeithorizonte umfassende Produktionsweise der Natur von der „kurzfristigen Produktion des Menschen“ zu unterscheiden, welche mit ihren "gigantischen Erfolgen" ihre eigenen „Niederlagen“ schaffe und damit eine „Schreckensbilanz unserer Politik“ notwendig mache. Die vorherrschende Politik bediene sich eines Wachstumsbegriffes, welcher zur Beschreibung der anorganischen Produktionsweise völlig unzureichend sei. Gruhl gab sich sicher, mit seiner Schrift „wie ein scharfes Messer den empfindlichen Nerv der heutigen Zeit“[3] zu treffen.
In der Unionsspitze stieß Gruhl mit seiner „Schreckensbilanz“ zwar auf taube Ohren, doch entwickelte sie sich rasch zum Bestseller und fand über Parteigrenzen hinaus meist positive Resonanz. Das Buch erreichte eine Gesamtauflage von über 400.000 Exemplaren[4] und legte einen „Grundstein“[5] für die Taschenbuchreihe fischer alternativ. Die von Gruhl behandelte Umweltthematik führte ihn im November 1975 an die Spitze des BUND, bedeutete 1978 den Bruch mit der CDU und die Mitinitiierung von Umweltparteien. Noch heute äußern viele Politiker aus dem ökologisch orientierten Spektrum, dass dieses Buch Auslöser ihres Engagements für Umweltschutz war. So ist etwa Reinhard Loske der Ansicht, es müsse als „eines der wichtigsten Gründungsdokumente der grünen Partei“ begriffen werden[6].
Kritiker des Buches warfen Gruhl vor, eine „Öko-Diktatur“ zu fordern,[4] was dieser bestritt: „Ich [Gruhl] habe die Möglichkeit einer totalen Weltregierung schon in 'Ein Planet wird geplündert' geprüft, mit dem Ergebnis, daß sie weder realisierbar ist noch wünschenswert. Den Vorwurf, ich [Gruhl] hätte dort eine [Öko-]Weltdiktatur gefordert, haben sich einige Ignoranten aus ihren roten Fingern gesogen.“[7] In der neueren Literatur wird betont, dass politische Konkurrenzverhälnisse Fehlinterpretationen beförderten.[8]
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."