Als Eigenbewegung, oder auch Pekuliarbewegung (lat. peculiaris = eigen) bezeichnet man in der Astronomie die auf tatsächlichen räumlichen Bewegungen beruhende scheinbare Positionsänderung von Sternen an der gedachten Himmelskugel. Im Gegensatz zur Parallaxe liegt eine fortschreitende Veränderung des Sternortes vor.
Eigenbewegungen wurde erst 1728 von James Bradley erkannt, da sie sich wegen der großen Sternentfernungen nur sehr langsam vollziehen; bis dahin wurde deshalb allgemein von Fixsternen gesprochen. Sie werden in Bogensekunden pro Jahr, Einheit "/a, gemessen und haben meist das Formelzeichen μ. Christian Mayer (Physiker) schlug 1777 eine Methode vor, die Eigenbewegung anhand von dicht beieinander stehenden Sternen zu untersuchen. Bei seinen weiteren Beobachtungen 1779 unterschied er zwischen möglichen physischen Doppelsternen und optischen Doppelsternen.
Davon zu unterscheiden sind scheinbare Bewegungen an der Himmelskugel, die auf andere Weise hervorgerufen werden:
Der Stern mit der höchsten bislang gemessenen Eigenbewegung ist Barnards Pfeilstern, der sich mit 10,34" pro Jahr bewegt und nur 6 Lichtjahre von uns entfernt ist. Am zweitschnellsten bewegt sich der Kapteyns Stern auf der gedachten Himmelskugel, obwohl seine tatsächliche Geschwindigkeit wegen seiner größeren Entfernung höher ist. Die Eigenbewegung gibt eine Winkelgeschwindigkeit an. Die Geschwindigkeitskomponente senkrecht zur Verbindung Erde und Stern errechnet sich durch Multiplikation mit dem Abstand. Bei einem Abstand von einem Parsec entspricht dies einer Geschwindigkeit von einer AE pro Jahr oder die Geschwindigkeit der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne dividiert durch die zweifache Kreiszahl. Für die Relativgeschwindigkeit zur Erde ist noch die Radialgeschwindigkeit zu beachten.
Um neben dem Winkelunterschied pro Jahr auch die scheinbare Richtung der Eigenbewegung an der Himmelskugel anzugeben, werden zwei Systeme verwendet:
Siehe auch: Astrometrie
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."