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Ehringsdorf wurde erstmals am 7. Juli 1252 als "Hyringstorf" urkundlich erwähnt. Die Ilm, der Park an der Ilm und der Schlosspark Belvedere begrenzen den heutigen Ortsteil von Weimar.
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Seit 1908 wurden hier in den Travertinbrüchen des Ilmtales pleistozäne Menschenreste gefunden, deren Alter mindestens 120.000 Jahre beträgt (Eem-Warmzeit), wahrscheinlich jedoch etwa 200.000 Jahre. Weltberühmt wurde Ehringsdorf 1925, als im hiesigen Steinbruch ein weitgehend vollständiger Schädel eines Menschen aus dieser Zeit gefunden wurde, der "Ehringsdorfer Urmensch".
Auch Gräber aus der Jungsteinzeit sind hier gefunden worden. Diese belegen, dass das Areal zu den ältesten Siedlungsgebieten Weimars gehört.
Die 1330 geweihte Marienkirche befindet sich im Ortskern. 1874 wurde die Ilmbrücke an der Kipperquelle in Ehringsdorf errichtet. Aus dem Jahre 1840 datiert die Gründung der Brauerei. Ab 1867 wurde Travertin zur Gewinnung von Baumaterial in den Ehringsdorfer Steinbrüchen abgebaut.
Am 1. Oktober 1922 erfolgte die Eingemeindung der Vororte Oberweimar und Ehringsdorf nach Weimar, die seither ein gemeinsamer Ortsteil sind. Über die lange Belvederer Allee ist der Ortsteil mit dem Stadtzentrum Weimar verbunden. Rund um das Vereinshaus "Zur Linde" hat der Heimatverein Ehringsdorf 01 ein reges Vereinsleben zur Heimatpflege in Ehringsdorf für das neue Jahrtausend entfaltet. Skurril, frech und deftig begrüßten seit 1951 lebende "Ehringsdorfer Urmenschen" die Gäste der Gaststätte "Zur Linde" in Ehringsdorf. Vater dieser Gesellschaft war der Maler und Grafiker Siegfried (Frieder) Kötscher (1886 - 1954), der bis zu seinem Tode in der Belvederer Allee 60 in Ehringsdorf wohnte. Sein Grab befindet sich auf dem Historischen Friedhof Weimar. Seit der 750-Jahr-Feier des Ortes ist der Brauch wieder aufgegriffen worden, dass die "Urmenschen" der Linde auswärtige Besucher begrüßen.
Auf dem Hainberg im Belvederer Forst, in der Nähe des Schlosses Belvedere steht der auf Veranlassung der Herzogin Maria Pawlowna 1828 erbaute Hainturm. 1908 gründete sich die Hainturmgesellschaft und entwickelte den Turm zu einem beliebten Ausflugsziel. 1946 wurde die Hainturmgesellschaft verboten und der Turm verfiel. 1999 gründete sich die Hainturmgesellschaft erneut mit dem Ziel der Wiederherstellung des Turmes und seiner Umgebung.