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Egestorf

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Hilfe:Begriffsklärung
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Egestorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Egestorf
Egestorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Egestorf hervorgehoben
53.18305555555610.06666666666783Koordinaten: 53° 11′ N, 10° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Harburg
Samtgemeinde: Hanstedt
Höhe: 83 m ü. NN
Fläche: 48,7 km²
Einwohner: 2402 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21272
Vorwahl: 04175
Kfz-Kennzeichen: WL
Gemeindeschlüssel: 03 3 53 009
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Schätzendorfer Str. 8
21272 Egestorf
Bürgermeister: Walter Kruse

Egestorf ist der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde im Landkreis Harburg in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Egestorf liegt am Ostrand des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Hanstedt an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Hanstedt hat.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Ortsteile der Gemeinde sind:

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

[Bearbeiten] Geschichte

In der jetzigen politischen Gemeinde Egestorf können noch heute die bronzezeitlichen Grabhügel besichtigt werden. In der nachfolgenden Zeit wurden hier die Langobarden und die aus Südskandinavien kommenden Völker des Sachsenverbandes sesshaft. Egestorf wurde 1252 erstmals urkundlich erwähnt (Urkunde Nr. 433 des Verdener Urkundenbuches als Edestorpe). Der Ortsteil Döhle ist urkundlich mit ursprünglich sieben Ursiedlungshöfen 1135 nachzuweisen.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Durch die Gemeindereform 1972 wurden die bis dahin selbständigen Ortsteile nach Egestorf eingemeindet. Als Teil der Samtgemeinde Hanstedt wurden viele Verwaltungsaufgaben auf diese übertragen. Die Gemeinde Egestorf selbst ist heute auf ihrem Gebiet ausschließlicher Träger der öffentlichen Aufgaben. Dazu gehört die Aufstellung von Bebauungsplänen, die Wirtschaftsförderung - auch Tourismus - und die Herstellung und Unterhaltung der gemeindlichen Straßen und Fußwege einschließlich Beleuchtung und Entwässerung.

Die Gemeinde ist aber auch zuständig für die Heimat- und Denkmalpflege inklusive des Gemeindearchivs sowie die Herstellung und Unterhaltung der gemeindlichen Dorfgemeinschaftshäuser, Festhallen, Spiel- und Bolzplätze.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat, der am 10. September 2006 gewählt wurde, setzt sich wie folgt zusammen:

(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)

[Bearbeiten] Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Walter Kruse (CDU) wurde im September 2006 gewählt.

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: In Rot in silberner Glockenturm neben einem silbernen Kirchenschiff. Im Schildfuß wachsend fünf goldene gestielte Ähren.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Egestorf ist mit seinen alten Fachwerkhäusern und Baumbeständen ein beliebtes Reiseziel für Urlauber und Ausflügler.

Die St. Stephanus Kirche aus dem Jahr 1645 ist mit ihrem separat stehendem hölzernen Glockenturm eine sehr schöne Kirche.

Das Egestorfer „Dorfmuseum“ mit ständiger Bilderausstellung und vorgeschichtlicher Sammlung befindet sich im Dresslers Hus aus dem Jahre 1827 und wird betreut vom Heimatverein Egestorf. Dort ist auch das Archiv mit einer Vielzahl an Archivalien und Dokumenten rund um die Geschichte der Gemeinde Egestorf.

[Bearbeiten] Sport

Egestorf verfügt über ein modernes vollbiologisches Naturerlebnisbad. Mit offenen Bio-Kieselfilter wird für eine amtlich kontrollierte Wasserqualität gesorgt. Das Naturerlebnisbad (Aquadies) wird vom Förderverein Waldbad Egestorf unterstützt. Heute fördern rund 1.000 Mitglieder den Verein, der zum Erhalt des Naturerlebnisbades einen wesentlichen Beitrag leistet.

[Bearbeiten] Brauchtum

Die Egestorfer Vereine leisten einen wichtigen sozialen Beitrag für das Leben in der Gemeinde. So gibt es einen Sportverein, einen Heimatverein, zwei Schützenvereine, drei Freiwillige Feuerwehren, zwei Faslams- und zwei Männergesangsvereine, einen Landfrauenverein, einen Reit- und Fahrverein sowie einen Theaterverein. Der Theaterverein, „De Ebendörper Immenschwoorm“ aus dem Ortsteil Evendorf, spielt jedes Jahr um Ostern ein Plattdeutsches Lustspiel. Die Premiere ist üblicherweise am Ostersonntag im Evendorfer Schützenhaus. Zum Winterausklang wird in Sahrendorf / Schätzendorf und in Evendorf Faslam gefeiert. Die Schützenfeste finden im Juli statt, der Heimatverein veranstaltet regelmäßig seine Plattdeutschen Runden. Ein besonderes Ereignis ist der schöne Weihnachtsmarkt an der St. Stephanus Kirche, der immer am 3. Advent stattfindet. Auch der jährliche Egestorfer Herbstmarkt Ende Oktober ist eine Veranstaltung, die man sich nicht entgehen lassen sollte.


[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Zur Autobahn A 7, die im Osten der Gemeinde liegt, sind es ca. 1 km.

Durch Egestorf führt die Eisenbahnstrecke Winsen-Hützel-(Soltau), auf der Güter- und Museumsbahnverkehr durchgeführt wird. Auf dem Gebiet der Gemeinde Egestorf liegen die Bahnhöfe Egestorf und Döhle. Der Personenverkehr wird seit 1970 im Schienenersatzverkehr (Buslinie 4406) abgewickelt.

Neben der Bahnbuslinie 4406 nach Winsen gibt es die ehemaligen Postbusverbindungen nach Hanstedt/Hamburg-Harburg (4207) und nach Salzhausen/Lüneburg (4206). An Schultagen fahren zusätzlich Schulbusse nach Salzhausen, Hanstedt und Buchholz.

[Bearbeiten] Telekommunikation

In Egestorf befindet sich bei 53° 12′37″ nördlicher Breite und 10° 4′19″ östlicher Länge einer der ältesten Fernmeldetürme ( Baujahr: 1952) in Deutschland. Der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Turm ist 87 Meter hoch.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Der Heidepastor Wilhelm Bode (1860-1927) war 37 Jahre lang Pastor in Egestorf. Er hat sich stark für die Erhaltung der Lüneburger Heide eingesetzt, indem er den Naturschutzpark Lüneburger Heide gründete. So bewahrte er z.B. den Wilseder Berg vor Bebauung.

[Bearbeiten] Weblinks

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