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Effizienz (v. lat.: efficere „zustande bringen“) ist das Verhältnis vom Nutzen (Output) zu dem Aufwand, mit dem der Nutzen erzielt wird (Input). Stellt man Output und Input jeweils als Zahlenwert dar, gilt im Allgemeinen: Effizienz gleich Output geteilt durch Input. Ein effizientes Verhalten führt wie auch ein effektives Verhalten zur Erzielung einer Wirkung und hält dabei den dafür notwendigen Aufwand möglichst gering (vergl. Ökonomisches Prinzip).
Effizienz kann sich beispielsweise auf eine Vorgehensweise, ein technisches Verfahren oder ein Werkzeug beziehen. Nutzen und Aufwand sind entsprechend der Präferenz zu definieren. Soll beispielsweise eine Person von A nach B transportiert werden, kann in die Bewertung des Nutzens auch Komfort und Sicherheit eingehen, Aufwand können Kosten, Zeitbedarf oder CO2-Emission sein.
Ebenso kann die Effizienz von Rehabilitationsmaßnahmen verglichen werden. Ein effizientes Rehabilitationsprogramm erfordert einen geringen Zeitaufwand.
Hier kann die tatsächlich mit Behandlungen und Trainingsstunden verbrachte Zeit oder aber die Zeitstrecke von Beginn bis zum erfolgreichen Abschluss als Aufwand betrachtet werden. Es könnten jedoch auch Kosten oder Schmerzen als Aufwand betrachtet werden oder die Summe aller Aufwände, wobei dann eine Bewertung und Gewichtung der einzelnen Aufwände erfolgen muss, um die verschiedenen Größen und Empfindungen vergleichbar zu machen.
Eine Aussage über die Effizienz kann also ganz unterschiedlich ausfallen, abhängig von dem betrachteten Nutzen und den betrachteten Aufwänden. Darüber hinaus muss das Ziel nicht immer starr festgelegt sein, vor allem wenn ein Idealzustand nie erreichbar ist. Wird beispielsweise die durchschnittliche Wartezeit für Kunden einer Dienstleistung mit 1 Euro Aufwand um 5 % verkürzt oder alternativ mit 2 Euro um 90 %, wäre die zweite Variante, obwohl die Kosten höher sind, sicher effizienter, solange keine feste Zielvorgabe für die Wartezeit existiert. Wird jedoch vorher als Ziel eine Wartezeitverkürzung von 5 % festgelegt, ist die erste Variante effizienter, da sie das Ziel mit geringerem Aufwand erreicht. (In jedem Fall ist die zweite Variante die effektivere, siehe Effektivität)
Bei der Ermittlung der Effizienz können auch Gewichtungen eingehen, die berücksichtigen, wie schwer bestimmte Aufwandshöhen wiegen und wie schwer bestimmte Maße der Zielerreichung wiegen. So könnten etwa steigende Kosten überproportional schwer gewichtet werden, wenn die Handlungsfähigkeit anderer Bereiche durch den steigenden Aufwand zunehmend leidet.
Der Begriff wird aber in verschiedenen Bereichen unterschiedlich verwendet, teilweise mit festgelegten Definitionen zur Bewertung von Ziel und Aufwand und teilweise auch zur Errechnung eines Faktors oder einer Größe als Aussage über das Maß der Effizienz: