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Effektive Klimaklassifikation

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Die effektiven Klimaklassifikationen gehen im Gegensatz zu den genetischen Klassifikationen weniger auf die Entstehung der Klimate ein, als auf deren Erscheinung. Ein wichtiger Ausgangspunkt sind die verschiedenen Vegetationsformen, da gleiche Pflanzen nur unter gleichen klimatischen Bedingungen wachsen. Um die Zonen genauer abgrenzen zu können und das Klima möglichst detailliert darzustellen, werden oftmals noch weitere Kriterien, wie Temperatur und Niederschlag, in die Betrachtung mit einbezogen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger

Diese Klimaklassifikationen wurden von Wladimir Peter Köppen entwickelt und von Rudolf Geiger weitergeführt. Sie ist in der Klimageographie üblich.

[Bearbeiten] Übersicht

Klimakarte der Erde nach Köppen-Geiger-Klassifikation

Die Zahlen geben die Reihenfolge in der Einordnung der Klassifizierung an.

Klimazone A B C D E
Klimatyp f,m,s,w W, S f,w,s T,F
Klimauntertyp h,k a,b,c,d

Nach diesem System ist etwa das europäische atlantische Klima vom Typ Cfb (Buchenklima), im Norden aber Dfc (boreales Nadelwaldklima) typisiert, die kontinental beeinflussten Gebiete wie auch der Ostseeraum Dfb, das Mittelmeerklima Csa oder Csb.

[Bearbeiten] Hauptgruppen

A-Klimate
Tropisches Regenklima, Regenklimate der Tropen. Der kälteste Monat eines Jahres ist wärmer als 18 °C.
B-Klimate
Trockenklimate. Es wird zwischen Wüsten- und Steppenklimaten unterschieden:
C-Klimate
Warmgemäßigte Regenklimate: Der kälteste Monat weist eine Mitteltemperatur zwischen 18 °C und −3 °C auf, der wärmste Monat hat eine Temperatur über 10 °C. Die jährliche Niederschlagssumme liegt höher als die beim Steppenklima BS berechnete Trockengrenze.
D-Klimate
Boreale Klimate, Schnee-Wald-Klimate: Dieses Klimate gibt es nur auf der Nordhalbkugel. Der kälteste Monat hat eine Temperatur von weniger als −3 °C, der wärmste Monat liegt über 10 °C.
E-Klimate
kalte Klimate jenseits der Baumgrenze (polare, wie als auch Höhenbaumgrenze), mit häufig vorkommenden tundrenartigen Dauerfrostböden. Der wärmste Monat ist kälter als 10 °C. Es wird hier noch zwischen ET (Tundrenklima) und EF (Klima des Ewigen Frostes) unterschieden. Bei letzterem liegt auch die Mitteltemperatur des wärmsten Monats unter dem Gefrierpunkt.

[Bearbeiten] Unterteilung nach dem Mengenverhältnis der Niederschläge

Alle Monate sind feucht; der trockenste Monat im A-Klima hat mindestens 60 mm Niederschlagsmenge
Mittelform zwischen f und w im Bereich des tropischen Monsunklimas. Eine Trockenzeit ist zwar vorhanden aber nur kurz und wenig effektiv. So wächst in diesem Klimaten trotz Trockenzeit ein Regenwald.

[Bearbeiten] Differenzierung der Sommerwärme und Winterkälte

[Bearbeiten] Aktualisierte Weltkarte der Köppen-Geiger Klimaklassifikation

Basierend auf neuesten Datensätzen des Climatic Research Unit (CRU) der Universität von East Anglia und des Weltzentrums für Niederschlagsklimatologie (WZN) am Deutschen Wetterdienst wurde eine neue digitale Köppen-Geiger Weltkarte für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts erstellt.[1]

[Bearbeiten] Klimaklassifikation nach Troll und Paffen

Ein anderes Schema verwendet die Gemeinschaftsarbeit von Carl Troll und Karlheinz Paffen. Dieses System ist insbesondere in der Ökologie, und deren Anwendung in Land- und Forstwirtschaft verbreitet.

Basis ist die Unterscheidung der Erde in fünf Zonenklimate, die allerdings nicht eigenständig definiert werden, sondern indirekt über die zugeordneten Klimatypen.

Kriterien des Systems:

Zonentypen:

I Polar-subpolares Zonenklima
II Kaltgemäßigt-boreales Zonenklima
III Kühlgemäßigtes Zonenklima
IV Warmgemäßigt-subtropisches Zonenklima
V Tropisches Zonenklima

Klimamerkmale zur Abgrenzung der einzelnen Klimatypen:

[Bearbeiten] USDA-Winterhärte-Zonen

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (US Department of Agriculture, USDA) entwickelte eine Klimaklassifikation, die USDA Plant Hardiness Zones (‚Winterhärte-Zonen‘), die Gebiete nur anhand der durchschnittlichen kältesten Jahrestemperatur klassifiziert. Sie ist mit 11 Zonen und etlichen Unterzonen recht fein eingeteilt, und dient primär, die nördliche Verbreitungsgrenze von Pflanzen festzustellen.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://koeppen-geiger.vu-wien.ac.at
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