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Edward Elgar

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Sir Edward Elgar

Sir Edward William Elgar, Bt, OM, GCVO (* 2. Juni 1857 in Broadheath bei Worcester; † 23. Februar 1934 in Worcester) war ein englischer Komponist.

Sein bekanntestes Werk ist der "Pomp & Circumstance March No. 1", dessen Trioteil die Hymne Land of Hope and Glory entlehnt ist, die unter anderem jedes Jahr bei der Last Night of the Proms gespielt wird.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Edward Elgar war der Sohn eines Musikalienhändlers, Klavierstimmers und Organisten und verbrachte seine ersten Jahre über der elterlichen Musikalienhandlung, des Elgar Brother's Music Shop. Er spielte bereits früh verschiedene Instrumente. Nach kurzer Arbeit bei einem Notar stieg er in das väterliche Geschäft ein. Mit 16 beschloss er, eine musikalische Ausbildung anzustreben. 1877 wurde er in den Worcester Glee Club aufgenommen und wurde der Leiter der neuen Worcester Amateur Instrumental Society. Er leitete die Proben und begann, Fagott zu spielen. Er stellte ein atypisches Bläserquintett mit den vorhandenen Musikern auf, bestehend aus zwei Flöten, Oboe, Klarinette und Fagott, wobei er häufig das Fagott spielte. Es spielte unter dem Namen „The Sunday Band“ oder „The Brothers Wind“. Die Kammermusik für diese Besetzung schrieb er selber, einfache und gefällige Gebrauchsmusik zur sonntäglichen Aufführung. Er beschrieb diese Musik in einem Interview in „The Strand Magazine“, 1905, S. 540:

„In den frühen Tagen, von denen ich sprach, setzten sich fünf von uns zu einem Bläserquintett zusammen. Wir hatten zwei Flöten, eine Oboe, eine Klarinette und ein Fagott. Letzteres spielte ich einige Zeit selbst, bis ich es später zugunsten des Cellos aufgab. Es gab überhaupt keine Musik, die zu unseren eigenartigen Bedürfnissen gepasst hätte, da in einem idealen Bläserquintett ein Horn zu finden sein sollte und keine zweite Flöte; deshalb schrieb ich meist die Musik. Wir trafen uns an den Sonntagsnachmittagen und es war eine selbstverständliche Sache, dass wir jede Woche ein neues Stück hatten. Die Predigten in unserer Kirche dauerten üblicherweise mindestens eine halbe Stunde und ich verbrachte die Zeit damit, das Stück für den Nachmittag zu komponieren. Es war eine große Erfahrung für mich, wie Sie sich vorstellen können, und da die Bücher noch alle vorhanden sind, gibt es einige dieser Musikstücke noch immer. Gelegentlich spielten wir für Freunde, und ich erinnere mich an eine Mondnacht, in der ich vor einem Haus stand, um das Fagott zusammenzusetzen. Ich hielt es in die Höhe, um vor dem Festziehen zu sehen, ob alles richtig säße. Während ich das tat, eilte jemand aus dem Haus, ergriff mich bei den Armen und schrie 'Das macht fünf Shilling, wenn Sie's tun.' Er dachte, ich hätte ein Gewehr in meiner Hand. “

Zu den frühen Werken zählt die Promenade mit Titeln wie „Madame Tussaud“ oder „Waxworks“.

1877 nahm er in London Violinunterricht bei Politzer; als Komponist war er Autodidakt. 1880 stieß der Geiger und Freund Karl Bammert zu der Gruppe. Einige Quintette folgten mit Geige statt Zweiter Flöte. Die Gruppe bestand bis 1882. Elgar wurde 1882 in Worcester Konzertmeister und 1885 als Nachfolger seines Vaters Organist an der Kirche St. George. 1889 heiratete er seine Violinschülerin Caroline Alice Roberts, zog nach Malvern (Worcestershire) und lebte seitdem als freischaffender Komponist. Er arbeitete als Bandmaster des Attendents Orchestra am Country Lunatic Asylum 1879 für ein Gehalt von 32 Pfund pro Jahr; zusätzlich gab es 5 Shillinge für jede Polka oder Quadrille, die er komponierte.

Seine ersten Kantaten The Black Knight (1893) und King Olaf (1896) sowie das Oratorium The Light of Life (1896) verschafften ihm Anerkennung, doch der endgültige Durchbruch als Komponist gelang Elgar 1899 mit seinen Enigma-Variationen und ein Jahr später mit dem Oratorium The Dream of Gerontius. Die Enigma-Variationen, ein großformatiges Orchesterwerk mit 14 Charaktervariationen, symbolisiert in kunstvoll-farbiger Instrumentation jeweils eine persönliche Eigenschaft eines Freundes bzw. Freundin des Komponisten und knüpft an die große Tradition der Orchestervariation in der Musik des 19. Jahrhunderts an.

1904 zum Ritter geschlagen, wurde Elgar kurz darauf Professor an der Universität von Birmingham. Zudem gehörte er dem renommierten Garrick Club an. In den Jahren des Ersten Weltkriegs schuf Elgar neben patriotischen Stücken drei Kammermusikwerke und das elegische Cellokonzert. Weitgehend unbekannt blieben das 1910 entstandene Konzert für Violine und Orchester, seine beiden Sinfonien (1908 und 1910) sowie seine große neoromantische G-Dur Orgelsonate, ein einzigartiger englischer Beitrag zur virtuosen Orgelsinfonik.

Als sein weithin bekanntestes Werk gilt Land of Hope and Glory auf Basis des Pomp and Circumstance March No. 1. Neben Rule, Britannia! und God Save the Queen/King ist es die bekannteste britische Hymne. Unter anderem wird es alljährlich bei der Last Night of the Proms sowie als englische Nationalhymne bei den Commonwealth Games gespielt. Wegen der großen Popularität dieses Werks wurde Elgars musikalisches Schaffen von der Nachwelt, größtenteils zu Unrecht, auf seine patriotischen Werke beschränkt.

1920 starb Alice Elgar, und der Tod seiner Frau ließ Elgars Schaffenskraft versiegen. Hinzu kam, dass sein Kompositionsstil in den zwanziger Jahren als altmodisch angesehen wurde. Trotzdem wurde er 1924 zum „Master of the King's Music“ ernannt und 1931 zum „1st Baronet of Broadheath“ geadelt. Noch einmal widmete er sich der Komposition, doch als er 1934 an Krebs starb, blieben viele seiner Werke unvollendet.

Elgar war der erste herausragende englische Komponist seit Purcell und einer der bedeutendsten Vertreter der musikalischen Spätromantik. Er wurde vielfach allzu eingeschränkt nur als Pomp and Circumstance-Komponist und Vertreter einer vergangenen, imperialen Epoche gesehen, doch zeigen seine besten Werke einen Tonsetzer von bemerkenswertem musikalischen Empfindungsreichtum. Verdienstvoll ist auch seine Wiederbelebung der Gattung des Oratoriums.

Sein Porträt zierte bis 2007 die 20-Pfund-Banknote.

[Bearbeiten] Dorabella Chiffre

Einem Brief, den Elgar an die von ihm verehrte Dora Penny (* 1877) schrieb, legte er einen Zettel mit einer offenbar verschlüsselten Botschaft bei. Der als Dorabella Chiffre bekannte Code konnte bis heute nicht „geknackt“ werden.

[Bearbeiten] Werke

Sinfonien:

Konzerte:

Weitere Orchesterwerke:

Kammermusik:

Kammermusik für Holzbläser:

Klavierwerke:

Orgelwerke:

Chorwerke mit Orchester:

Weitere Chorwerke:

Orchesterlieder:

Klavierlieder:

Bühnenwerke:

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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