Prinz Eduard August (engl. Edward Augustus), Herzog von Kent und Strathearn (* 2. November 1767 in London; † 23. Januar 1820) war der vierte Sohn von König Georg III. von Großbritannien und Irland und von Königin Charlotte. Er war der Vater Königin Victorias.
Er wurde 1767 im Buckingham Palace geboren und ging später zur Armee. Zunächst war er in Nordamerika stationiert. Zuletzt war er dort Oberbefehlshaber aller britischen Truppen mit Sitz in Halifax, das er zur Festung ausbauen ließ. Wegen seiner extremen Anforderungen an die Disziplin der Truppen war er bei diesen sehr unbeliebt. Im Anschluss daran war er für einige Jahre ab 1802 in Gibraltar stationiert. Dort sollte er als Gouverneur die Disziplin der stationierten Truppen wiederherstellen. Er überzog dies aber derart, dass die Einheiten meuterten. Daraufhin wurde Eduard auch dort abgezogen, blieb aber formal bis zu seinem Tode weiter Gouverneur. Als Entschädigung wurde er gleichzeitig zum Feldmarschall befördert.
Eduard blieb unverheiratet, bis die Frage der englischen Thronfolge im November 1817 durch den Tod der Enkelin von König Georg III. Charlotte Auguste, die zu der Zeit an zweiter Stelle der Thronfolge stand, wieder offen war. Der Thronfolger Georg selbst hatte keine weiteren Kinder, sein Bruder Wilhelm und die weiteren Geschwister hatte ebenfalls keine legitimen Nachkommen. Eduard hatte bis dahin jahrelang mit seiner französischen Geliebten Julie de Saint-Laurent zusammengelebt. Er dachte jedoch schon lange über eine Eheschließung mir einer passenden Kandidatin nach, um seine angespannte finanzielle Lage zu verbessern.
1818 heiratete Edward in Amorbach, am Rande des bayerischen Odenwaldes gelegen, die verwitwete Fürstin Victoria von Leiningen, geborene Prinzessin von Sachsen-Coburg, die bereits 2 Kinder hatte. Beide wohnten bis 1818 in einem Palais, dem Thalheim'schen Haus, in Eberbach am Neckar. Am 24. Mai des folgenden Jahres wurde das einzige Kind aus dieser Verbindung, Alexandrina Victoria geboren. Zu diesem Ereignis war das Paar eigens nach Großbritannien gereist, da Eduard wert darauf legte, dass das Kind, als wahrscheinlicher Thronfolger in England geboren wird. Für diese Reise und der standesgemäßen Ausstattung der Räume im Kensington Palace wo das Kind schließlich zur Welt kam, verschuldete sich der Herzog noch tiefer.
Das Ehepaar lebte bis zum Tode des Herzogs, der im Jahre 1820 an einer Lungenentzündung starb, in Sidmouth an der Küste von Devon relativ bescheiden. Grund hierfür war die Tatsache, dass der Herzog erhebliche finanzielle Verbindlichkeiten hatte, da das Parlament, entgegen seiner Erwartungen, auch nach seiner Eheschließung seine Apanage nicht erhöht hatte. Seine Schulden sollten erst 1839, lange nach seinem Tode, von seiner Tochter vollständig beglichen werden (jeder Zahlungsempfänger erhielt außerdem einen silbernen Teller von Victoria).
Zwar starb Eduard vor seinem Vater und seinen drei älteren Brüdern, da aber keiner von ihnen legitime Nachkommen hatte, wurde seine Tochter Victoria nach dem Tod Wilhelms IV. Königin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Eduard August, Herzog von Kent |
| ALTERNATIVNAMEN | Edward Augustus (englisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | vierter Sohn König Georgs III. von Großbritannien und Irland und der Vater Königin Victorias |
| GEBURTSDATUM | 2. November 1767 |
| GEBURTSORT | London |
| STERBEDATUM | 23. Januar 1820 |
| STERBEORT | Sidmouth |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."