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Eberdingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eberdingen
Eberdingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eberdingen hervorgehoben
48.8794444444448.9652777777778272Koordinaten: 48° 53′ N, 8° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Höhe: 272 m ü. NN
Fläche: 26,21 km²
Einwohner: 6512 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 248 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71735
Vorwahl: 07042
Kfz-Kennzeichen: LB
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 012
Adresse der Gemeindeverwaltung: Stuttgarter Straße 34
71735 Eberdingen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Peter Schäfer
Lage der Gemeinde Eberdingen im Landkreis Ludwigsburg
Erdmannhausen Erdmannhausen Remseck am Neckar Schwieberdingen Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Oberstenfeld Oberstenfeld Mundelsheim Mundelsheim Affalterbach Asperg Benningen am Neckar Besigheim Besigheim Bönnigheim Erligheim Freudental Gemmrigheim Großbottwar Großbottwar Hessigheim Löchgau Murr (Gemeinde) Murr (Gemeinde) Pleidelsheim Pleidelsheim Steinheim an der Murr Tamm Walheim Ingersheim Freiberg am Neckar Bietigheim-Bissingen Bietigheim-Bissingen Ditzingen Eberdingen Kornwestheim Möglingen Oberriexingen Sersheim Vaihingen an der Enz Sachsenheim Korntal-Münchingen Ludwigsburg Markgröningen Hemmingen Gerlingen Kirchheim am NeckarKarte
Über dieses Bild

Eberdingen ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Sie gehört zum Mittleren Neckarraum und zum Großraum Stuttgart.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die Gemeinde liegt im Schnittpunkt zweier Landschaften: Dem Strohgäu (Hochdorf/Enz) und dem Heckengäu (Eberdingen und Nussdorf) in 270 m bis 403 Meter Höhe. Durch Eberdingen fließt der Strudelbach, welcher in Flacht (Gemeinde Weissach) entspringt und in Enzweihingen in die Enz mündet. Als Gesteinsformation herrscht der Muschelkalk vor, zu finden sind in der Gemarkung noch Reste alter Steinbrüche.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde Eberdingen besteht aus den drei Ortsteilen Eberdingen, Hochdorf an der Enz und Nussdorf. Die Ortsteile sind räumlich identisch mit den ehemaligen Gemeinden gleichen Namens. Die offizielle Benennung der Ortsteile erfolgt durch vorangestellten Namen der Gemeinde und mit Bindestrich verbunden nachgestellt der Name der Ortsteile.[2] Zu den Ortsteilen Eberdingen und Hochdorf an der Enz gehören jeweils nur die Dörfer gleichen Namens. Zum Ortsteil Nussdorf gehören das Dorf Nussdorf und die Häuser Sonnenberg und Sorgenmühle.[3]

[Bearbeiten] Geschichte

Die heutige Gemeinde Eberdingen entstand am 20. September 1975 bei der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg durch die Vereinigung der drei Gemeinden Eberdingen, Hochdorf an der Enz und Nussdorf. Älteste Besiedlungsspuren finden sich im Ortsteil Hochdorf. Schon im 4. Jahrtausend v. Chr. siedelten sich hier Menschen an. Besonders gut erforscht ist die Besiedlung dieser Gemeinde im Zeitraum 750–450 v. Chr., da in diesen Zeitraum das unausgeraubte hallstattzeitliche Fürstengrab fällt. Urkundlich erwähnt wird Hochdorf erstmals 779, während die beiden anderen Gemeinden erst 1100 in Urkunden des Klosters Hirsau nachgewiesen sind.

Durch die Säkularisierung des Klosters Hirsau 1534 kamen Eberdingen und Nussdorf 1534 an Württemberg.

Zur Unterscheidung vom gleichnamigen, heutigen Remsecker Ortsteil wurde Hochdorf am 19. Juni 1973 in Hochdorf an der Enz umbenannt (obgleich es nicht an der Enz liegt, sondern auf der Hochfläche südlich davon). Am 15. August 1973 wurde außerdem die Schreibweise des anderen Ortsteils von Nußdorf in Nussdorf geändert.

[Bearbeiten] Religionen

Im Jahre 1534 wurde in Eberdingen und Nussdorf die Reformation eingeführt. in Hochdorf geschah dies 1555. Seither ist das Gebiet der heutigen Gemeinde evangelisch geprägt mit dem evangelischen Pfarramt Eberdingen, dem evangelischen Pfarramt Hochdorf und dem evangelischen Pfarramt Nussdorf. Die katholischen Einwohner gehören zur Kirchengemeinde in Vaihingen an der Enz.

In Eberdingen und Nussdorf gibt es jeweils eine neuapostolische Gemeinde. In Nussdorf unterhält auch die Evangelisch-methodistische Kirche eine Gemeinde, und in Eberdingen gibt es eine „Freie Christen Aktionsgemeinde e.V.“. Eberdingen ist zudem Sitz der deutschen Abteilung der Theosophischen Gesellschaft Pasadena.


[Bearbeiten] Politik

Rathaus Eberdingen

[Bearbeiten] Gemeinderat

Dem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden 18 Mitglieder an.

FWE 35,2 % -5,2 % 7 Sitze ±0
CDU 39,9 % +0,6 % 7 Sitze ±0
SPD/GrL1 24,9 % +4,6 % 4 Sitze ±0

1Gemeinsame Wahlliste von SPD und Grüne Liste Eberdingen

[Bearbeiten] Wappen und Flagge

Das Gemeindewappen zeigt in Gold aus den Kuppen eines grünen Dreibergs wachsend drei grüne Rosenzweige (die beiden äußeren schräg gekreuzt), von denen jeder eine fünfblättrige rote Rose mit grünen Kelchblättern trägt. Die Gemeindeflagge ist rot-gelb. Wappen und Flagge wurden der Gemeinde am 10. Mai 1977 verliehen.

Die drei Rosen im Wappen symbolisieren die drei Ortsteile, wobei bereits das alte Eberdinger Gemeindewappen eine Rose enthielt. Die Wappen und Flaggen der drei Vorgängergemeinden waren wie folgt:

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Kunststoff- und Metallbearbeitung sind die wichtigsten Wirtschaftsträger der drei Ortsgemeinden. Der Hauptarbeitgeber beschäftigt fast 400 Mitarbeiter.

[Bearbeiten] Verkehr

Die nächstgelegene Bahnstation ist der sieben Kilometer entfernte Bahnhof Vaihingen/Enz. Dorthin gibt es von Eberdingen aus Busverbindungen, ebenso nach Stuttgart-Feuerbach.

[Bearbeiten] Bildung

Mit der Schillerschule besteht in Hochdorf eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Außerdem gibt es in Nussdorf mit der Karl-Ehmann-Schule eine reine Grundschule und insgesamt fünf Kindergärten.

Martinskirche Eberdingen

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Museen

Das bekannteste Kulturgut ist das Keltenmuseum Hochdorf. Nach der Entdeckung des Fürstengrabhügels 1977 wurde in Hochdorf an der Enz dieses Museum errichtet.

[Bearbeiten] Gebäude

Sehenswert ist die spätgotische Pfarrkirche (Martinskirche) in Eberdingen, das Schloss der Herren von Reischach in Nussdorf und die Kirche zum Heiligen Kreuz aus dem 13. Jahrhundert in Nussdorf.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Eberdingen – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Eberdingen vom 13. September 2001
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 466–467
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