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Ebenholz

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Dieser Artikel behandelt Hölzer aus der Familie der Ebenholzgewächse; „Moçambique Ebenholz“ siehe unter Grenadill;
Makassar-Ebenholz

Ebenholz zählt zu den außereuropäischen Laubhölzern und bezeichnet ein schwarzes (oder schwarz-gestreiftes) Holz der Gattung der Ebenaceae (Diospyros). Das Kernholz (ohne sichtbare Jahresringe) ist sehr hart, schwer und gehört zu den wertvollsten Holzarten. Das zumeist gelb-graue Splintholz, das in aller Regel sofort noch am Fällort durch abbeilen entfernt wird, kann bis zu 70% des Stammes ausmachen und wird so gut wie nie im Handel wahrgenommen, da es als wertlos und unattraktiv betrachtet wird. Die Dichte von Ebenholz beträgt 1,05 kg/dm³ bei einer Holzfeuchte von 15%.[1] Das bedeutet, dass dieses Holz nicht schwimmt, da seine Dichte höher als die von Wasser (1,0 kg/dm³) ist.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Sorten

[Bearbeiten] Verwendung

Man verwendet Ebenholz hauptsächlich für Intarsien und Furnier, sowie für Musikinstrumente und bei Kunstdrechslerarbeiten.[1] Im Historismus war es ein beliebtes Holz für Tür- und Fenstergriffe sowie Besteckgriffe. Verschnittreste werden zur Herstellung von Strick- und Häkelnadeln oder auch für die Griffe von Rasiermessern verwendet.

[Bearbeiten] Etymologie

Während heute mit Ebenholz das schwarze Kernholz der in Indien und Sri Lanka beheimateten Baumgattung Diopyros bezeichnet wird, ist biblisch mit Hebr. הָבְנִים (håvnîm) ein vergleichbares Holz gemeint, das von Nubien aus exportiert wurde. Untersuchungen des dunklen Holzes, das man in ägyptischen Gräbern gefunden hat (ägyptisch hbny = Ebenholz; vgl. engl. ebony), konnten es als das Holz des afrikanischen Grenadills (Dalbergia melanoxylon) aus der Familie der Hülsenfrüchtler identifizieren. Diese Baumart wächst in den trockenen Gebieten am südlichen Rand der Sahara.

Ebenholz wird im Alten Testament (Hes 27,15 EU) als tyrisches Handelsgut genannt, das aus der Hafenstadt Dedan (LXX liest Rhodos, so auch die Lutherübersetzung) im südlichen Arabien eingeführt wurde.

[Bearbeiten] Ebenholz in der Mythologie

In Mythologie, Zauberei und Esoterik wird Ebenholz oft eine magische Wirkung zugeschrieben. So sollen Häuser mit ebenhölzernen Pfählen nicht von bösen Geistern betreten werden können, oder Waffen aus Ebenholz sollen Dämonen verwunden können. Auch Zauberstäbe werden oft aus Ebenholz hergestellt, ebenso sollten magische Gegenstände in Schatullen aus Ebenholz aufbewahrt werden, um ihre Kraft zu behalten. Populärstes Beispiel von Ebenholz in der Sagen- und Märchenwelt ist sicherlich die Geschichte von Schneewittchen, deren Haar so schwarz wie Ebenholz war.

[Bearbeiten] Ebenholz auf der Roten Liste

Die Schönheit des Holzes dieser Pflanze verhalf ihr zu einer weiten Bekanntheit und Beliebtheit. Doch die große Nachfrage nach diesem tropischen Holz ist auch seine größte Gefahr. Im Jahr 1994 wurde sie in die Rote Liste gefährdeter Arten der IUCN aufgenommen.

Von 103 Diospyros-Arten sind die meisten als gefährdet, 14 als stark gefährdet und 15 als vom Aussterben bedroht eingestuft. Demgegenüber gelten nur 21 Arten als gering gefährdet und ganze zwei als nicht gefährdet, nämlich Diospyros ekodul und die Dattelpflaume Diospyros lotos.[2]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Eckhard Martin: Holztechnik – Fachkunde. Europa-Lehrmittel Verlag, Haan-Gruiten 2001, ISBN 3-8085-4018-4, S. 88 und 89.
  2. Suche nach „Diospyros“ auf der Suchseite der IUCN am 29. September 2007
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