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Dukat (Münze)

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Venezianischer Dukat des Dogen Michele Steno (1400)
Österreichischer 4-fach Golddukat
Österreichischer 1-fach Golddukat - Vorderseite
Österreichischer 1-fach Golddukat - Rückseite

Der Dukat ist eine Goldmünze, die in ganz Europa verbreitet war. Er besitzt einen Feingehalt von 986/1000 und wiegt etwa 3,5g.

Erstmals wurden Dukaten 1284 in Venedig geprägt und haben sich von dort aus über den ganzen Kontinent verbreitet. Der Name kommt von der Umschrift auf der Rückseite der ersten Dukaten: Sit tibi Christe datus quem tu regis iste ducatus - Dir, Christus, sei dieses Herzogtum, welches du regierst, gegeben. In Venedig wurden Dukaten bis zum Ende der Republik im Jahre 1797 mit gleichem Münzbild und nahezu unverändertem Feingewicht (Goldgehalt) geprägt. Damit waren die venezianischen Dukaten über Jahrhunderte die stabilste Währung der Welt. Insbesondere für das 14. und 15. Jahrhundert dürfte der Dukat als die Welthandelsmünze angesehen werden, die auch als Maßstab für Gewichtsvergleiche herangezogen wurde.

In Deutschland wurden sie 1559 zur Reichsmünze erklärt und 1857 im Gebiet des Deutschen Zollvereins aufgehoben.

Ob die österreichischen Dukaten des 19. Jahrhunderts jemals gesetzliches Zahlungsmittel waren, ist umstritten und hängt von der Definition der Begriffe Währung und Zahlungsmittel ab. Belegt ist allerdings, dass sie seit 1858 nicht als gesetzliches Zahlungsmittel gelten durften. Bis heute werden Dukaten in Österreich - neben den silbernen Maria-Theresien-Talern - für Geschenk- und Sammlerzwecke nachgeprägt.

Auf jeden Fall sind die älteren Dukaten und davon insbesondere die holländischen auch als Handelsmünze anzusehen und hatte - im Gegensatz zum Goldgulden - über einen längeren Zeitraum einen weitgehend stabilen Feingehalt, was ihre allgemeine Beliebtheit erklärt. Vom Dukaten wurden auch Mehrfach- und Teilnominale für Geschenkzwecke oder besondere Anlässe geprägt, z. B. Lammdukaten von Nürnberg seit 1632 bis 1806 in Klippenform.

Die in Sachsen um 1780 geprägten Dukaten (und August d'or) hatten neben dem Silberkurantwährungsgeld eindeutig noch eine Zahlungsmittelfunktion. Ihr Wert wurde auf Kurszetteln der Börsenplätze zwischen 66 Gr/8 pf bis 68 Gr/3 Pf in "sächsisch Courant" gehandelt, d.h. dezimal ausgedrückt ca. 2,75 Reichstaler.

Im 19. Jahrhundert ging die deutsche Dukatenprägung stark zurück und nahm mehr und mehr Medaillen-Charakter an, siehe z. B. die bayerischen Isar-, Donau-, Rheingold- oder Goldkronacher Ausbeutedukaten. Beliebt waren die letzten Dukaten des 19. Jahrhunderts – neben den Marientalern – als Tauf- und Patengeschenke.

Ein ähnliches Nominal des Mittelalters ist der geringerwertige Goldgulden.

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