Eine Dreipunkthydraulik (engl.: three-point hitch) oder ein hydraulischer Kraftheber ist eine Vorrichtung, um Anbaugeräte (Arbeitsgeräte) an den Traktor anzukuppeln und anzuheben.
Das auch als Dreipunkt bezeichnete Bauteil ist häufig an der Rückseite eines Traktors zu finden (Heckhubwerk). An der Front des Traktors angebracht wird von einem Fronthubwerk gesprochen. Die Abwärtsbewegung erfolgt entweder hydraulisch oder bei einfacheren Systemen durch das eigene Gewicht seiner Elemente (Unterlenker) bzw. der Anbaugeräte. Dreipunkt heißt das System, weil die Arbeitsgeräte an drei Punkten am Traktor befestigt werden. An den Unterlenkern kann, bei Bedarf, eine Ackerschiene befestigt werden. Bei alten Traktoren ohne Dreipunkt war die Ackerschiene starr mit dem Traktor verbunden.
Die Dreipunktbefestigungen sind heute standardisiert; je nach Traktorgröße werden diese in die Kategorien 1 bis 4 eingeteilt [1].
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Tief am Heck des Traktors sind zwei Hebel in Längsrichtung montiert. Diese werden als Unterlenker bezeichnet. Die Unterlenker werden mit waagerechten, quer zur Fahrtrichtung orientierten Wellen bzw. Bolzen am Traktor befestigt. An den freien Enden der Unterlenker werden die Feldgeräte angehängt. Sie stellen die unteren zwei Punkte der Dreipunktaufhängung dar. Durch den tiefen Anbau werden Zugkräfte auf die Antriebsachse übertragen, was die Zugleistung erhöht. Die Unterlenker werden, entweder direkt oder über ein Hebelsystem, jeweils mit einem Hydraulikzylinder angehoben.
Weiter oberhalb der Unterlenker ist mittig ein weiterer Hebel angebracht. Er wird als Oberlenker bezeichnet. Das nach hinten weisende Ende ist der dritte Punkt an einer Dreipunkt-Aufhängung. Der Oberlenker wird als Gewindespindel ausgeführt oder bei schwereren Traktoren und Feldgeräten als doppelt wirkender Hydraulikzylinder. Durch die Längenveränderung lässt sich die Neigung des Anbaugerätes einstellen.
Die Aufhängungspunkte der Ober- und Unterlenker werden häufig als Fanghaken ausgeführt.
Am Anbaugerät ist ein sogenannter "A-Rahmen" vorhanden; an diesem werden die Fanghaken eingehängt. Beim Anheben in die Transportstellung wird durch die Kinematik der ungleich langen Anlenkung das Anbaugerät in Richtung des Traktors gekippt und somit der Schwerpunkt des Anbaugeräts zur Standfläche des Fahrzeugs verlagert. So wird eine für den Straßentransport erwünschte die Fahrstabilität des Traktors erreicht.
Mit der hydraulischen Dreipunktaufhängung lassen sich die Feldgeräte
Vorteile einer automatischen Hubwerksregelung:
In Abhängigkeit von eingestellter Arbeitstiefe und Bodenbeschaffenheit wirken unterschiedliche Kräfte auf Ober- und Unterlenker. Die Lenker übertragen die zur Steuerung der Hydraulik erforderlichen Druck- und Zugkräfte. Werden nur die Kräfte bzw. die Bewegungen des Oberlenkers berücksichtigt spricht man von "oberlenkergesteuert". Mit "unterlenkergesteuert" bezeichnet man Hubwerksregelungen bei denen am Unterlenker die Steuersignale abgegriffen werden.
Nach folgendem Schema wird die Ansteuerung der Hydraulikzylinder geregelt:
Je nach Art der Umsetzung von Druck- und Zugkräften in Steuersignale unterscheidet man folgende Systeme:
Die elektronische Regelung ist im allgemeinen feinfühliger und schneller als eine mechanische Regelung. Durch den Wegfall von mechanischen Komponenten ist eine Elektronische Hubwerksregelung verschleißarm und weniger wartungsintensiv. Die EHR ist Standard bei modernen Traktoren. Die Hubwerksregelung kann zugkraftabhängig oder lageabhängig regeln. Auch eine Mischung aus beiden Regelungsarten sind möglich.
Durch den Einsatz der Elektronik können auch weitere Funktionen realisiert werden.
Heute werden Dreipunkthydraulikanlagen meist mit Schnellkupplern ausgerüstet. Je nach Zapfwellenleistung werden verschiedene Kategorien gewählt. Die Kategorien sind folgendermaßen definiert: (bitte vervollständigen)
| Kategorie | 1 | 2 | 3 | 4L | 4H |
|---|---|---|---|---|---|
| Zapfwellenleistung bei Motornenndrehzahl | bis 48 kW | bis 92 kW | 80 kW - 185 kW | 150 kW - 350 kW | 150 kW - 350 kW |
| Oberer Kupplungspunkt | |||||
| Kugeldurchmesser Oberlenker | 50 mm | 60 mm | |||
| Kugelbreite Oberlenker (max.) | 44 mm | 51 mm | 51 mm | 64 mm | 64 mm |
| Bolzendurchmesser Oberlenker (Toleranz) | 19 mm (0;-0,08) | 25,5 mm (0;-0,13) | 32 mm (0;-0,2) | 45 mm (0;-0,8) | 45 mm (0;-0,8) |
| lichter Abstand zw. Sicherungssteckern am Oberlenkerbolzen (min) | 76 mm | 93 mm | 102 mm | 140 mm | 140 mm |
| Untere Kupplungspunkte | |||||
| Kugeldurchmeser Unterlenker | 44 mm | 56 mm | 64 mm | ||
| Kugelbreite Unterlenker (Toleranz) | 35 mm (0;-0,2) | 45 mm (0;-0,2) | 45 mm (0;-0,2) | 57,5 mm (0;-0,5) | 57,5 mm (0;-0,5) |
| Bolzendurchmesser Unterlenker (Toleranz) | 22,4 mm (+0,25;0) | 28,7 mm (+0,3;0) | 37,4 mm (+0,35;0) | 51,0 mm (+0,5;0) | 51,0 mm (+0,5;0) |
| Abstand Unterlenkermitte zur Längsmittelebene des Traktors | 359 mm | 435 mm | 505 mm | 610 mm od. 612 mm | 610 mm od. 612 mm |
| Seitliche Abweichung der Unterlenker von Mittelstellung (min.) | 100 mm | 125 mm | 125 mm | 130 mm | 130 mm |
| Abstand Zapfwellenende bis Mittelpunkt des unteren Kupplungspunktes bei horizontalem Unterlenker | 500 mm - 575 mm | 550 mm - 625 mm | 575 mm - 675 mm | 575 mm - 675 mm | 610 mm - 670 mm |
Der Erfinder der Dreipunktaufhängung ist der Ire Harry Ferguson.
Harry Ferguson bekommt 1918 von der britische Landwirtschaftsbehörde den Auftrag, durch die Entwicklung von Landwirtschaftlichen Geräten die Effizienz der Nahrungsmittelproduktion zu steigern.
Im Jahre 1928 plante er den Prototypen eines neuen Anhänge-Systems. Ziel sollte es sein, einen Teil des Gewichts der Anbaugeräte auf den Traktor zu übertragen um die Leistung eines leichten Traktors besser nutzen zu können. Aus der "Duplex-Hitch" entwickelte er die Dreipunktaufhängung. Um seine Idee auch zukünftigen Herstellern wirksam demonstrieren zu können, plante er einen eigenen Schlepper zu konstruieren. Er benutzte Getriebeteile von David Brown und einen Herkulesmotor, der aus den USA kam.
Im Jahr 1933 stellte Ferguson in seiner Werkstatt in Belfast den weltweit ersten Schlepper mit hydraulischer Dreipunktaufhängung, den "Black Tractor", vor. Der Name leitete sich von seiner schwarzen Lackierung ab. Der "Black Tractor" steht heute im Londoner Science Museum.
Er schloss sich in den folgenden Jahren mit dem englischen Traktorenhersteller David Brown zusammen. 1936 erschien der erste Serienschlepper mit dem Ferguson-System, der Ferguson Brown Typ A.
Bereits 1938 schloss er sich mit dem amerikanischen Automobil- und Schlepperhersteller Henry Ford zusammen. 1938 erschien auch der erste Ford-Schlepper mit der Dreipunktkupplung, der Typ 9N.
Ferguson trennte sich von Ford nach einem längeren Streit im Jahre 1947.
Daraufhin baute er selbst Schlepper von 1947 bis 1953.
1953 verkaufte er seine Fabrik dem kanadischen Landmaschinenhersteller Massey-Harris. Daraus entstand Massey Ferguson.
Im Jahr 1979 wurde, mit einem Massey-Ferguson Knicklenker-Traktor, zum ersten mal eine elektronische Hubwerksregelung von Bosch zur Serienreife gebracht.
Die Dreipunkthydraulik hat die Landwirtschaft des 20. Jahrhunderts nachhaltig beeinflusst. Durch ihre Einführung wurde die intensive rationelle, weil Arbeitskraft sparende, Bodenbearbeitung möglich.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."