Das Dreiperiodensystem ist ein archäologisches Modell, das die Vor- und Frühgeschichte anhand der am häufigsten verwendeten Materialien zur Werkzeugherstellung in drei Perioden einteilt. Man unterscheidet Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit, wobei jede dieser Perioden heute vielfach unterteilt wird. Zudem bestehen bei den Perioden erhebliche regionale Zeitunterschiede. So wird die Frühe Bronzezeit für Troja I um 3000 v. Chr. angesetzt, für Mitteleuropa dagegen erst etwa 700 Jahre später. In Afrika gibt es sie gar nicht.
Das System wurde vom dänischen Archäologen Christian Jürgensen Thomsen in den 1820er und 1830er Jahren entwickelt. Der Grund für die Entwicklung lag in seiner Tätigkeit im Nationalmuseum zu Kopenhagen. Um die (damals nicht datierbaren) Funde zu ordnen, teilte er sie in Fundstücke aus Eisen, Bronze und Stein ein. Diese Dreiteilung wurde von ihm schließlich 1836 (anonym) im Leitfaden zur nordischen Altertumskunde, einem Führer des Museums, veröffentlicht. Im selben Jahr verfasste sein deutscher Kollege Johann Friedrich Danneil einen Bericht über eine Ausgrabung bei Salzwedel, in welchem er ebenfalls eine Dreiteilung der Vor- und Frühgeschichte postuliert. Ein Jahr später veröffentlichte Georg Christian Friedrich Lisch eine Studie zur chronologischen und ethnologischen Einteilung der Vor- und Frühgeschichte, die er schließlich 1839 – unter Einfluss von Thomsens Erkenntnissen – zu einem Dreiperiodensystem erweiterte.
Es ist davon auszugehen, dass zumindest Thomsen und Danneil unabhängig von einander das Dreiperiodensystem entwickelt haben. Dennoch entbrannte um die Frage, wer von beiden zuerst jene Idee hatte, eine heftige Debatte zwischen deutschen und dänischen Archäologen, die hauptsächlich politische Motive hatte, und die deshalb nicht zufällig ihren Höhepunkt während des Deutsch-Dänischen Krieges von 1864 fand. Die deutschen Archäologen Hugo Mötefindt und Gustaf Kossinna verwiesen beispielsweise darauf, dass Danneil selbst ausgrub, während Thomsen als Museumsdirektor lediglich die Funde von Kollegen auswertete.
Erste zeitgenössische Kritik an Thomsens Dreiperiodensystem kam vom deutschen Archäologen Ludwig Lindenschmit, der auf die zeitlichen Unterschiede von Stein- und Bronzeverwendung in Nord- und Süddeutschland verwies. Des weiteren setzte sich – allerdings erst später – die Vorstellung durch, dass die Übergänge zwischen den Perioden fließend verlaufen; insbesondere zwischen Stein- und Bronzezeit, wozwischen heute eine Übergangsperiode, die Kupfersteinzeit eingefügt wird.
Bereits im 19. Jahrhundert erwies sich das Dreiperiodensystem in seiner Einteilung als zu grob und wurde schon 1859-61 von Thomsens Schüler Jens Jacob Asmussen Worsaae weiter unterteilt. Bis heute unterteilten Generationen von Vor- und Frühgeschichtlern das Dreiperiodensystem in mehrere dutzend Abschnitte.
Das Dreiperiodensystem wurde ursprünglich für Mitteleuropa entwickelt, lässt sich aber auf ganz Europa und weite Teile Asiens anwenden. In Afrika dagegen gibt es keine Bronzezeit, sondern einen direkten Übergang von der Stein- zur Eisenzeit; und auch auf beiden amerikanischen Kontinenten müsste man alle Kulturen bis zur Ankunft der Spanier zur Steinzeit zählen.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."