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Donauschule oder Donaustil ist die Bezeichnung für einen Kreis von Malern des ersten Drittels des 16. Jahrhunderts, die in Bayern und im nördlichen Teil Österreichs (also entlang der Donau) tätig waren. Der Begriff "Schule" ist missverständlich, da die Mehrzahl der zu ihr gezählten Künstler nie in einer Lehrer-Schüler-Beziehung zueinander standen. Ihr Zusammenfassen unter diesem Sammelbegriff beruhte vielmehr auf den ihnen gemeinsamen Stilmerkmalen.
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Der Begriff "Donaustil" wurde erstmals 1892 von Theodor von Frimmel in seiner Rezension der Dissertation des Berliner Kunsthistorikers Max J. Friedländers über Albrecht Altdorfer verwendet und definiert. Er sah in der Malerei der Donauregion einen Unterschied zur Kunst des übrigen Deutschlands und verstand Albrecht Altdorfer als ihren Hauptvertreter. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten wurde der Begriff immer wieder unreflektiert übernommen, obwohl schon Max Jakob Friedländer 1922 die Ungenauigkeit des Begriffs kritisierte und eine klarere Stilbestimmung forderte.[1]
Als Hauptvertreter werden üblicherweise Albrecht Altdorfer und Wolf Huber angesehen. Weiterhin werden häufig Jörg Breu, Rueland Frueauf der Jüngere und Christoph Schwartz genannt. Gelegentlich wird auch Lucas Cranach der Ältere dazu gerechnet. Im Bereich des Holzschnitts sind Meister wie Augustin Hirschvogel der Donauschule nahestehend.
Ihre Wirkungsstätten sind neben Regensburg und Passau auch Wien und einige österreichische Klöster wie Melk und Sankt Florian.
Charakteristisch für die Donauschule ist ein neues, vorher unbekanntes Naturempfinden. Die Natur erhält in ihren Bildern einen eigenständigen Rang - von Wolf Huber sind die ersten Naturstudien ohne Menschendarstellungen nördlich der Alpen bekannt. Erstmals im mitteleuropäischen Raum wird das Geschehen auch in eine Landschaft eingebettet, die nicht selten symbolisch hervorgehoben wird. Die Landschaft erhält oft einen das Hauptthema des Bildes unterstreichenden Symbolgehalt; wird beispielsweise eine Kreuzigung dargestellt, ist der Himmel oft von dunklen Wolken überzogen, die das gesamte Bild düster wirken lassen.
Diese poetische und symbolische Überhöhung der Landschaft korrespondiert mit Stilmitteln, die neuere Beobachter oft an den Expressionismus erinnert haben. Begriffe wie Symbollandschaft, sachgetreue Landschaft, sympathetische Landschaft oder Stimmungslandschaft werden von Kunsthistorikern wie Keneth Clark oder Götz Pochat geprägt.
Üblicherweise gilt die Donauschule als Bindeglied zwischen Spätgotik und Renaissance.
Nach der Donauschule benannt hat sich der 1965 gegründete Linzer Verein Donauschule.