| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Leipzig | |
| Landkreis: | Nordsachsen | |
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Dommitzsch | |
| Höhe: | 83 m ü. NN | |
| Fläche: | 30,19 km² | |
| Einwohner: | 2923 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 97 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 04880 | |
| Vorwahl: | 034223 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TDO | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 7 30 090 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 04880 Dommitzsch |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Harald Koch (CDU) | |
Dommitzsch ist eine Stadt im Landkreis Nordsachsen in Sachsen (Deutschland). Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Dommitzsch, zu der noch die Gemeinden Elsnig und Trossin gehören.
Inhaltsverzeichnis |
Dommitzsch liegt im Dreiländereck Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt auf einer kleinen Anhöhe am linken Ufer der Elbe. Aus der westlich liegenden Dübener Heide kommend, fließt hier der Grenzbach in die Elbe.
Als Ortsteile der Gemeinde sind ausgewiesen:
Dommitzsch, 83 Meter über dem Meeresspiegel und einen Kilometer westlich der Elbe gelegen, ist heute die nördlichste Stadt des Landkreises Nordsachsen und des Freistaates Sachsen. Vordem galt sie lange Zeit als alter Grenzort der ehemaligen Mark Meißen.
Als ältester Beweis einer Besiedlung gilt ein Werkzeugfund aus der Jungsteinzeit (etwa 3000 bis 2000 v. Chr.). Urnenfunde belegen weiterhin eine frühe Besiedlung im Raum Dommitzsch zur Zeit der Lausitzer Urnenfelderkultur (etwa 1400 v. Chr.). Aus der Eisenzeit liegen ebenfalls Siedlungsspuren vor.
Während der Völkerwanderung gelangten slawische Stämme auch in unseren Raum, so dass ab dem 7. Jh. n. Chr. eine durchgehende slawische Besiedlung gegeben war. Dommitzsch entwickelte sich zu einem slawischen Hauptort, der im Schutz einer Burganlage (Osterberg) lag. Eine weitere slawische Burganlage befand sich auf dem Aueberg bei Dommitzsch.
In Folge der Kriegszüge Heinrich I. kam Dommitzsch um 929 in deutschen Besitz; es wurde ein deutscher Burgwardort. Dommitzsch gehörte zunächst zum "Comitatu Brennensis" (Grafschaft Brehne), nach 968 zur Markgrafschaft Meißen.
Die Stadt entwickelte sich in den Anfängen (10./11. Jh.) um die Burganlage auf dem Osterberg. Dort wurde auch die erste Kirche (Martinikirche) erbaut. Ein planmäßiger Ausbau der Stadt erfolgte im 12./13. Jh. in westlicher Richtung um den heutigen Stadtkern. Dabei wurden auch die zweite Kirche sowie Stadttore und Wallgraben errichtet. Bedeutende Zerstörungen der Stadt erfolgten im Hussitenkrieg (1429/30) und im Dreißigjährigen Krieg.
Mit Beginn des 20. Jh. erfolgte eine beträchtliche Bebauung über die Stadtgrenzen hinaus. Nach 1958 begann die bis dahin größte Entwicklung des Wohnungsbaues.
Dommitzsch wurde bis ins 19. Jh. von Ackerbau und Handwerkern geprägt, wobei Töpfer und Leinenweber dominierten.
Einen hohen Bekanntheitsgrad erlangte die Stadt durch das Tonwerk. Zu ihren Erzeugnissen gehörten unter anderem Steinzeugwaren, Steinzeugröhren, Vieh- und Futtertröge, hochfeuerfeste Schamotte-Normal- und Formsteine, Schamottemörtel, Klinker, Viereckrohre, Dränröhren, Kabelsteine sowie Kunstwandplatten. Es wurde ursprünglich 1873 von den Herren Granger & Hyan in Dommitzsch gegründet. Später ging die Firma über auf die AG für Wasserheizung und Wasserleitung, vormals Granger & Hyan. Am 29. Juli 1882 übernahm die AG Splauer Tonwerke, eine Verblendsteinfabrik in Splau bei Bad Schmiedeberg, das Dommitzscher Unternehmen. Es wurde zunächst als eigenes Werk unter der Firma Dommitzscher Tonrohrwerke AG betrieben, im Juni 1883 aber mit dem Splauer Tonwerk unter der Firma Vereinigte Splauer und Dommitzscher Tonwerke AG zusammengeschlossen. Laut Hauptversammlungsbeschluss vom 29. Juni 1905 erfolgte eine Änderung in Dommitzscher Tonwerke AG. Die Tonwerke wurden 1997 abgerissen und die Fläche als Industriegebiet ausgewiesen. Das Modell der Tonwerke ist eine der Attraktionen im Heimatmuseum in der Torgauer Straße in Dommitzsch.
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