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Lucius Domitius Alexander († um 310) war ein römischer Gegenkaiser in der Provinz Africa.
Inhaltsverzeichnis |
Domitius Alexander war niederer Herkunft und stammte entweder aus Phrygien (so berichten die Epitome de Caesaribus und Zosimos) oder aus Pannonien (so Aurelius Victor).[1] Im Jahr 308, als er bereits in hohem Alter stand, war er vicarius Africae (Statthalter der Provinz Africa). Ob er vorher schon ein Amt bekleidete, ist nicht mehr mit Sicherheit festzustellen.[2] Er soll ein unfähiger und feiger Statthalter gewesen sein, nicht in der Lage, sein Amt würdig auszufüllen.[3]
Im Jahr 308 forderte Maxentius, der (Gegen-)Kaiser in Rom, den Sohn des Domitius Alexander als Geisel für dessen Wohlverhalten ihm gegenüber. Domitius weigerte sich jedoch, seinen Sohn auszuliefern, und ließ sich selbst zum Kaiser proklamieren. Da Rom von den africanischen Getreidelieferungen abhängig war, musste Maxentius schon relativ bald reagieren. Um 309/10 schickte er seine Präfekten Rufius Volusianus and Zenas mit einer kleinen Streitmacht nach Africa, wo sie einen raschen Sieg gegen Domitius Alexander erfochten. Alexander wurde gefangen genommen und wenig später hingerichtet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Domitius Alexander |
| ALTERNATIVNAMEN | Lucius Domitius Alexander |
| KURZBESCHREIBUNG | Statthalter von Africa, römischer Gegenkaiser |
| GEBURTSDATUM | 3. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | um 310 |