Netencyclo, The wikipedia mirror - The biggest multilingual encyclopedia : Doggerstollen

- Doggerstollen -

Doggerstollen :

Outils :

Vous avez un site web ? Un blog ?

 Netencyclo Directory Project 




Mettre en favoris !

Add to Netvibes
Technorati reactions
rencontre

Doggerstollen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Doggerstollen (auch Doggerwerk genannt) ist ein Stollensystem im Bergstock der Houbirg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der Stollen wurde von Mai 1944 bis April 1945 von Häftlingen des Konzentrationslagers Hersbruck, eines Außenlagers des KZ Flossenbürg, in Zwangsarbeit angelegt. Hier sollten für eine geplante unterirdische Fabrik (U-Verlagerung) kriegswichtige BMW-Flugzeugmotoren produziert werden. Die Bauleitung und der SS-Führungsstab befanden sich in Happurg. Der Tarnname war „Esche 1“.

Die Häftlinge kamen in der Regel zu Fuß die fünf Kilometer lange Strecke vom Barackenlager in Hersbruck und arbeiteten in zwei Schichten. Bis Kriegsende wurden 0,5 Millionen Kubikmeter Sandstein in 3,9 Kilometer Stollen gebrochen; davon wurden ca. 750 Meter betoniert. Die Gesamtfläche hätte 100.000 Quadratmeter betragen sollen, fertiggestellt wurden davon lediglich 15.000 Quadratmeter. In dieser Zeit war das KZ-Außenlager mit rund 9.000 Häftlingen besetzt, im besagten Zeitraum kamen auf Grund der Arbeits- und Lebensbedingungen rund 4.000 Menschen ums Leben.

[Bearbeiten] Doggerstollen heute

Die Stollen sind heute zugemauert und nur mit Sondergenehmigung durch normalerweise verschlossene Türen zu betreten. Derzeit laufen Bestrebungen durch den Verein „Dokumentationsstätte KZ Hersbruck“, einen Stollenabschnitt von rund 250 Meter als zeitgeschichtliches Dokument zu öffnen und begehbar zu machen. Von der zuständigen Bundesbehörde liegt dafür die Zustimmung bereits vor. Finanzielle Hoffnungen macht sich der Verein auf das Leader-Plus-Programm der Europäischen Union, die über den Titel „Gesundheitsregion und touristische Belebung“ rund 50 % der notwendigen 325.000 Euro teuren Maßnahme beitragen könnte.

Im Mai 2006 bemängelte ein Gutachten im Auftrag der Bayerischen Gedenkstättenstiftung das Fehlen „fachlich historischer, didaktischer und museologischer Qualitätsstandards“ im Konzept des Vereins. Dr. Jens-Christian Wagner, Gutachter und Leiter der „Mahn- und Gedenkstätte Mittelbau-Dora“ Nordhausen, befürchtet in seiner Expertise, dass in der gegenwärtigen Konzeptform bei den Besuchern eher „Höhlenromantik und Technikbegeisterung“ überwiegen und sozialgeschichtliche Aspekte wie die Leidensgeschichte ungarischer Juden oder die Mitarbeit von Fremdarbeitern und Polizeihäftlingen nicht genügend herausgearbeitet werden.

In einer Stellungnahme vom Juli 2006 widerlegte und entkräftete der Verein die Kritikpunkte des Gutachtens und wies darauf hin, dass nicht zutreffende Annahmen zu der negativen Bewertung der Expertise geführt hätten. Der Verein erstrebt keine komplett eingerichtete Dokumentationsstätte in oder bei den Stollen in Happurg, wie dies im Gutachten angenommen wird, sondern der Schwerpunkt der Aufklärungs- und Erinnerungsarbeit soll nach wie vor in Hersbruck liegen und den gesamten Komplex „Außenlager KZ Hersbruck“ umfassen. Das Doggerwerk selbst ist darin einer von mehreren wichtigen Lern- und Gedenkorten.

Dass das Thema mit dieser Expertise nicht vom Tisch ist, beweist die Expertise selbst, in der auf die Bedeutung des ehemaligen KZ-Geländes in Hersbruck und der Doggerstollen in Happurg hingewiesen wird und die Notwendigkeit der Erhaltung und Kennzeichnung der beiden Stätten im Sinne von Erinnerungs- und Lernorten gefordert wird. Mit dem Gutachten ist jedoch die Möglichkeit zunichte gemacht worden, jetzt oder in naher Zukunft die Stollen mit Hilfe von - jetzt vergebenen - EU-Geldern zur Hälfte der Kosten zu öffnen.

Bei einer Tagung am 17. und 18. November 2006 der Stiftung Bayrischer Gedenkstätten unter dem Motto „Die KZ-Außenlager in Bayern, Bestandsaufnahme und Perspektiven“ auf dem Gelände der Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg hatten auch die eingeladenen Vertreter des Hersbrucker Vereins die Gelegenheit, ihre Vorstellungen einer Gedenkstätte Hersbruck/Happurg vor dem anwesenden Fachpublikum, vor KZ-Überlebenden und Vertretern der internationalen Politik darzulegen. Dabei zeigte sich, dass die Vorstellungen des Hersbrucker Vereins und diejenigen der Stiftung Bayrischer Gedenkstätten nicht sehr weit auseinander liegen. In Zukunft will man aufeinander zugehen und gemeinsam ein Konzept für eine Dokumentationsstätte „KZ-Hersbruck“ ausarbeiten.

Ein Zeitplan für die Umsetzung der Pläne ist noch nicht vorhanden.

[Bearbeiten] Dokumentarfilme

Der Spiegel-TV-Dokumentarfilm „Brutalität in Stein - Die Bauten der Nazis“ aus dem Jahr 2002 zeigt den Doggerstollen von innen und bietet Einblicke in dessen Geschichte.

Des Weiteren gibt es noch den Dokumentarfilm „KZ Hersbruck und das Doggerwerk“ aus dem Jahr 1999.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

49.49277211.486421
rencontre

Doggerstollen - En savoir plus

Rencontre Doggerstollen - Articles à  la une


"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."
© 2010 Netencyclo - Netencyclo Home - Terms of Service - Privacy Policy - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Cet article, miroir de l'article de Wikipédia est conforme aux termes de la GFDL All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.