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Dobrilugk :

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Doberlug-Kirchhain

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Doberlug-Kirchhain
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Doberlug-Kirchhain hervorgehoben
Koordinaten: 51° 37′ N, 13° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Höhe: 97 m ü. NN
Fläche: 148,93 km²
Einwohner: 9530 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 03253 (alt: DDR-7970)
Vorwahlen: 035322/035327
Kfz-Kennzeichen: EE
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 092
Stadtgliederung: 11 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Am Markt 8
03253 (alt: DDR-7970) Doberlug-Kirchhain
Webpräsenz:
Bürgermeister: Bodo Broszinski (FDP)
Lage der Stadt Doberlug-Kirchhain im Landkreis Elbe-Elster
Karte

Doberlug-Kirchhain (niedersorbisch: Dobrjoług-Góstkow, (dial.) Dobry Ług) ist eine Doppelstadt im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Sie entstand 1950 durch die Zusammenlegung der angrenzenden Orte Doberlug (bis 1937 Dobrilugk) und Kirchhain. Die Weißgerberei und das Zisterzienserkloster Dobrilugk brachten Wohlstand und Bedeutung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Besonderheit der Stadt

Durch die Existenz zweier Ortsteile ergeben sich auch hier typische Merkmale in Form von doppelten Auslegungen. So existieren zwei Ortskerne, zwei Feuerwehren, Vereine für jeden Ortsteil (u.a. Fußball) sowie zwei Schützengilden.

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Die Stadt liegt in der Niederlausitz nördlich des Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft an der Kleinen Elster inmitten des Landkreises Elbe-Elster - 112 km südlich von Berlin, 78 km nördlich von Dresden, 63 km südwestlich von Cottbus sowie 99 km nordöstlich von Leipzig.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Im Zuge einer Gebietsreform 2003 im Land Brandenburg wurden umgebende Dörfer als Ortsteile in die Stadt eingegliedert. Seit der Kommunalwahl vom 28. September 2008 gehört Lichtena, das zuvor ein Gemeindeteil von Trebbus war, ebenfalls als eigenständiger Ortsteil zu Doberlug-Kirchhain.

Zur Stadt gehören folgende Ortsteile:

[Bearbeiten] Klima

Doberlug-Kirchhain liegt mit seinem humidem Klima in der kühl-gemäßigten Klimazone, jedoch ist ein Übergang zum Kontinentalklima spürbar. Die durchschnittlich Lufttemperatur beträgt 8,5 °C und der jährliche Niederschlag 561 Millimeter.

Klimadiagramm von Doberlug-Kirchhain[1]


[Bearbeiten] Geschichte

siehe auch: Kloster Dobrilugk

[Bearbeiten] Dobrilugk

Wappen von Dobrilugk
Ersterwähnung Doberlugs in der Handschrift von Thietmar von Merseburg: Chronicon Thietmari Merseburgensis. Dobraluh ist nachträglich weiß markiert.

Für das Jahr 1005 ist die erste Erwähnung des Dorfes Doberlug als Dobraluh nachgewiesen. Der Ortsname stammt zumindest im ersten Teil (dobra=gut) aus dem Slawischen und bedeutet Gutes Luch. In seiner Nähe entstand nach 1165 unter der Herrschaft des Markgrafen Dietrich von Landsberg und Eilenburg das Zisterzienserkloster Dobrilugk, das nach Schenkungen und Käufen mehrerer umliegender Höfe und Dörfer sehr einflussreich wurde. Eine Klosterkirche kam 1184 hinzu. Sie wurde nach ihrer Zerstörung in den Jahren 1673 und 1674 zu einer Hofkirche umgebaut. In diese Zeit fallen auch die planmäßige Erweiterung des Ortes und die Verleihung des Stadtrechtes am 2. Mai 1664. Durch die Ansiedlung zahlreicher Handwerker entwickelte sich die Stadt rasch. Sie wandelte sich dann jedoch und der Ackerbau wurde zur wichtigsten Erwerbsquelle. 1820 wurde in einer Zeit des erneuten Aufschwungs des Handwerks in der Nähe eine Glashütte errichtet. Im Jahr 1937 wurde der Ort Dobrilugk in Doberlug umbenannt, um den slawischen Ursprung des Ortsnamens zu verwischen. Dies traf eine Reihe von Orten der Region, vgl. Namensänderungen von Orten im Landkreis Luckau 1937.

[Bearbeiten] Kirchhain

Reklamemarke von Kaffee HAG um die Jahrhundertwende; Kirchhain, Niederlausitz, Freistaat Preußen, Provinz Brandenburg, Regierungsbezirk Frankfurt (Oder), Kreis Luckau
Reklamemarke von Dobrilugk mit ursprünglichem Wappen

Bronzezeitliche Urnenfunde am Galgensberg und Wasserwerk Waldhufe belegen Siedlungen der Illyrer als Lausitzer Kultur von 1500-500 v.Chr. Um 500 v.Chr. siedeln die germanischen Volksstämme der Semnonen und um 200-400 Burgunder. Um 600 geschieht die Einwanderung und Ansiedlung der Sorben (Wenden). Ein Teil derer waren die Lusizi, die der Lausitz ihren Namen gaben.

1234 wird Kirchhain als „Kyrkhagen“ erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte derzeit zum Besitz des Klosters Dobrilugk. Keine historischen Belege gibt es für die lokale Tradition, dass der Ort in der Zeit der Herrschaft des ersten Markgrafen Gero als Geroshain und Gerostadt erwähnt wird. Die in der Chronik des Thietmar von Merseburg zu 1010 erwähnte Burg „Iarina“ ist nicht mit Kirchhain, sondern mit Gehren bei Luckau zu identifizieren. Eine eigentliche Verleihung des Stadtrechtes (die Stadt besaß offenbar Magdeburger Recht) ist für Kirchhain nicht überliefert, doch muss sie zwischen 1434 und 1446 erfolgt sein. Um 1800 lebten zahlreiche Handwerker, vor allem Tuchmacher, Schuhmacher und Kürschner in dieser Stadt. So erreichte sie einen bedeutenden wirtschaftlichen Einfluss und wurde eine der reichsten im Lande. Ende des 19. Jahrhunderts erlebte das Gerberhandwerk eine herausragende Entwicklung, wodurch Kirchhain schließlich zum Zentrum der größten Schaflederproduktion Deutschlands wurde. Ergänzt durch die Ansiedlung von Dampfsägewerken, Mühlenfabriken und Betrieben der metallverarbeitenden Industrie erlangte die Stadt überregionale Bedeutung. Herausragend waren die durch ortsansässige Druckereien hergestellten Bücher. Mit dieser industriellen Entwicklung ging eine Ausdehnung der Stadt einher.

[Bearbeiten] Doberlug-Kirchhain

Die Entstehung des Namens Doberlug-Kirchhain ist auf die 1950 stattgefundene Gebietsreform zurückzuführen. Durch die Führung der Eisenbahnstrecke Leipzig-Cottbus zwischen beiden Ortsteilen hindurch blieb eine geografische Trennung bestehen.

Waren auch 1875 in Kirchhain etwa 70 Weißgerber gezählt worden, so erlebte dieses Handwerk im 20. Jahrhundert dann einen deutlichen Niedergang. Zwischen 1950 und 1960 waren bereits etwa ein Drittel der Gerber mit ihren Patenten in die Bundesrepublik Deutschland übergesiedelt. Die verbliebenen Werkstätten wurden weitgehend auf das Gerben von Oberleder für die Schuhindustrie umgestellt. Nach dem Ausbleiben der Zulieferung der Felle aus der Sowjetunion und der Mongolei und dem Wegfall des Marktes nach 1989 wurden die großen Betriebe geschlossen. Anschließend gab es nur noch drei private Gerbereien.


Seit der Wende, spätestens seit der einsetzenden Landflucht und dem Niedergang der sozialistischen Betriebe ist die Stadt bemüht, eine neue Identität zu finden. Hierunter zählt die Erhaltung der historischen Gegebenheiten:

[Bearbeiten] Politik

Flagge der Stadt

[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordnetenversammlung von Doberlug-Kirchhain besteht aus 22 Stadtverordneten sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister.

(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Partnerstädte von Doberlug-Kirchhain sind:

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Museen/Sehenswürdigkeiten

Weißgerbermuseum im Ortsteil Kirchhain

[Bearbeiten] Bauwerke

Portal der Klosterkirche des Klosters Dobrilugk.
Gaststätte Rautenstock um 1900.
Schloss Doberlug im März 2007. Zu erkennen die teilsanierten Giebel; neu: grau-weiß (oben), alt: gelb-weiß (unten).
Aufsetzen des neuen Turmhelms am 11. März 2007.

[Bearbeiten] Parks

Die als Naherholungsgebiet genutzte Seengruppe Bad Erna liegt vier Kilometer südlich von Doberlug-Kirchhain. Darüber hinaus gibt es den Schillerpark im Ortsteil Kirchhain, wo ein Gedenkstein für die 48 Opfer eines Bombenangriffes vom 17. März 1945 aufgestellt ist. Ein Park nahe dem ehemaligen Windhunderennplatz verbindet die Stadt mit dem ehemals selbstständigen Kleinhof, welches 1929 einschließlich Weinberge und Plumpmühle eingemeindet wurde.

[Bearbeiten] Veranstaltungen

Für Veranstaltungen aller Art wurde von 1998-2000 eine Mehrzweckhalle auf dem ehemaligen Gelände einer Tischfabrik errichtet. Sie dient u.a. für Bälle, Konzerte, Ehrungen sowie auch für Spielaustragungen der Damen-Handball-Mannschaften des VfB Doberlug-Kirchhain (weiteres siehe Sport).

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Ältester Teil des Turmbahnhofes der Stadt. Postkarte von 1905.

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Straßenverkehr

Durch Doberlug-Kirchhain führen die Landesstraßen L60 in Richtung Finsterwalde (Zufahrt zur B96) sowie Bad Liebenwerda, L70 nach Herzberg und L701 in Richtung Luckau. Die nächste Anschlussstelle an das deutsche Autobahnnetz ist Großräschen (A13) ca. 28 km östlich der Stadt.

[Bearbeiten] Bahnverkehr

Am 1. Dezember 1871 wurde die Teilstrecke Falkenberg/ElsterCottbus der 1872 eingeweihten Halle-Sorau-Gubener Eisenbahn fertiggestellt. Das ursprüngliche Bahnhofsgebäude der Stadt hieß bereits damals Dobrilugk-Kirchhain und wird heute Alter Bahnhof genannt. Es wurde bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts als Wohngebäude und Bahnmeisterei genutzt.

Am 17. Juni 1875 wurde die Eisenbahnstrecke Berlin-Dresden eröffnet und dazu am Kreuzungspunkt zur Strecke Falkenberg/Elster–Cottbus der heutige Turmbahnhof errichtet. 1890 bzw. 1909 erfolgte der zweigleisige Ausbau beider Strecken und von 1980 bis 1989 die Elektrifizierung. Dafür wurde eigens ein dezentrales Umformerwerk an der Bahnbrücke in Richtung Frankena errichtet. Dieses wurde im Juli 2008 heruntergefahren und durch ein modernes Umrichterwerk ersetzt.

Heute ist der Bahnhof Doberlug-Kirchhain (Bahnhofsnummer 1240) ein Bahnhof der Bahnhofskategorie 5 [2] und wurde im Jahre 2007 umgestaltet.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

[Bearbeiten] Ehemalige Unternehmen/Arbeitgeber

[Bearbeiten] Der Schacht am Weinberg

1947 wurde nach jahrzehntelanger Erkundung mit dem Bau eines Steinkohlenschachtes westlich des Weinberges westlich der Stadt begonnen. 1950 wurde ein Förderturm errichtet. Der 428,5 Meter tiefe Schacht wurde im Gefrierverfahren abgeteuft. Nach weiteren Erkundungen und Veröffentlichungen in den 60er Jahren (siehe Literatur) stellte man aufgrund fehlender Masse Unrentabilität fest. Die bestehenden Anlagen wurden daher von der NVA übernommen und zu einer Garnison ausgebaut. Nach der Übernahme durch die Bundeswehr wurden die Kasernen erneuert und bis zur Schließung 2007 als Standort des Fallschirmjägerbataillons 373 genutzt.

[Bearbeiten] Bildung

[Bearbeiten] Gymnasium

Doberlug-Kirchhains ältestes Schulgebäude beherbergte bereits mehrere Schultypen. Es wurde am 17. Oktober 1889 als Volksschule eingeweiht und diente in den Kriegszeiten auch als Lazarett. In der DDR als Hermann Matern- Oberschule genutzt, existierte bis 2007 das ehemalig staatlich betriebene Gerberstadt-Gymnasium. Es wird seit dem durch das kirchlich finanzierte "Evangelische Gymnasium Doberlug-Kirchhain" fortgeführt. 1987/1988 wurde auf dem Gelände eine Schul- und Volks-Sternwarte gebaut. Sie ist eine der modernsten astronomischen Einrichtungen des Landes Brandenburg. Siehe auch Weblinks.

[Bearbeiten] Grundschulen

Die heutig einzige Grundschule ist die 1951 als Werner Seelenbinder Oberschule erbaute Bergschule im Stadtteil Kirchhain. Sie nutzt eine der vier im Stadtgebiet vorhandenen Sporthallen.

[Bearbeiten] Weitere Bildungseinrichtungen

Es existieren die Oberschule Doberlug sowie die Akademie für Beruf, Jugend und Kultur.

[Bearbeiten] Sport

Größere sportliche überregionale Erfolge werden durch den VfB Doberlug-Kirchhain im Handball der Damen erzielt. In der Saison 2008 spielen die Mannschaften in der Oberliga bzw. um den Wiederaufstieg in die vierthöchste Spielklasse. Des Weiteren ist der Verein im Tischtennis, Volleyball und der Gymnastik vertreten.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

Hermann Wilhelm Vogel (1834-1898), der wohl bekannteste Sohn der Stadt. Heute erinnert an ihn eine Gedenktafel am Geburtshaus in Doberlug.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

[Bearbeiten] Sonstiges

„Bevor ich noch länger in solcher Not eingezwängt wäre, wie ich's jetz bin, eher würde ich ein Mönch in Toberluh.“

Walther von der Vogelweide: 1210/11

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Zur geologischen Erkundung am Weinberg

[Bearbeiten] Quellen

  1. Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961-1990
  2. Liste der Bahnhofskategorien 2007
  3. Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin
  4. Gedicht von Walther von der Vogelweide über Doberlug

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Doberlug-Kirchhain – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Ortsteile

[Bearbeiten] Kultur und Museen

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Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

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