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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Dresden | |
| Landkreis: | Bautzen | |
| Höhe: | 220 m ü. NN | |
| Fläche: | 40,48 km² | |
| Einwohner: | 4489 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 111 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 01877, 02633, 02692 | |
| Vorwahlen: | 03591, 035930, 03592 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 25 110 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstraße 13 02692 Gnaschwitz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Michael Schulze (CDU) | |
Doberschau-Gaußig, obersorbisch Dobruša-Huska, ist eine nach den beiden Orten Doberschau und Gaußig benannte Gemeinde im Landkreis Bautzen in der sächsischen Oberlausitz.
Inhaltsverzeichnis |
Doberschau liegt etwa vier, Gaußig etwa 9 km südwestlich der Großen Kreisstadt Bautzen am Nordrand des Lausitzer Berglandes.
Die Gemeinde wird begrenzt von Göda und Bautzen im Norden, Obergurig im Osten, Wilthen im Südosten, Neukirch im Süden sowie Schmölln-Putzkau und Demitz-Thumitz im Westen. Alle umliegenden Gemeinden zählen zum Landkreis Bautzen.
Die Gemeinde gliedert sich in 21 Ortsteile (Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2008[2]:
Der Ort Doberschau wurde 1223 erstmal in der Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt. Südlich von Doberschau liegt an der Spree die sogenannte Schanze, die früher als Wallburg den Einwohnern als Zuflucht diente. Sie konnte gut verteidigt werden, da sie in nördlicher Richtung durch das steil abfallende und felsige Tal der Spree begrenzt wird. Überreste des Walls sind noch heute erkennbar. Den Erzählungen nach soll ein unterirdischer Tunnel von der Schanze zum ehemaligen Rittergut in Doberschau existiert haben. Ob die Schanze mit dem 1007 erstmals erwähnten castellum Trebista identifiziert werden kann, ist umstritten. Auf dieser Erwähnung basierte die 1000-Jahr-Feier des Ortes im Jahr 2007.
In der Reformationszeit kam es zu einem langjährigen Streit um die Pfarrei Gaußig. Der Ort war im Besitz des katholischen Domstifts Bautzen, das Präsentationsrecht für die Pfarrstelle hatte aber der evangelische Pfarrer von Göda. Letzterer wurde vom sächsischen Kurfürsten unterstützt, zu dessen Gebiet Göda, nicht aber Gaußig, seit 1559 gehörte. Die Protestanten konnten sich schließlich in den 1560er Jahren endgültig durchsetzen.
Bekannt ist der Ortsteil Gnaschwitz vor allem durch das Sprengstoffwerk Gnaschwitz, welches noch heute Sprengmittel für die zivile und militärische Nutzung in aller Welt herstellt. Hier wurden in den sechziger Jahren große unterirdische Anlagen in dem überwiegend aus Granit bestehenden Untergrund angelegt, in welchen die Produktion und Lagerung stattfand.
Es kam hier auch zu mehreren Unfällen – meist durch menschliches Versagen – und die entstandenen Druckwellen konnten sich im Spreetal mehrere Kilometer weit ausbreiten. Zu Zeiten der DDR fanden jeden Mittwoch Nachmittag Tests der Sprengmittel auf dem Betriebsgelände statt, die weithin zu hören waren.
In Gaußig befindet sich ein palladianisch umformtes Barockschloss mit Rhododendrenpark. Das Schloss war bis 1945 in Besitz der Reichsgrafen Schall-Riaucour, im Zuge der Bodenreform wurden sie enteignet und nach Rügen in ein Sammellager deportiert. Nachdem das Schloss zu DDR-Zeiten als Ferienheim der TU Dresden benutzt wurde, erfolgt derzeit seine Renovierung und private Nutzung, ab August 2008 auch als Schlosshotel. Der Park ist weiterhin zugänglich. Im Schloss befindet sich eine römisch-katholische Kapelle, daneben eine evangelische Pfarrkirche. Durch eine persönliche, nächtliche „Rettungsaktion“ des evangelischen Pfarrers wurde der spätgotische Altar aus der katholischen Kapelle in die evangelische Kirche verbracht, ein Schaden am Altar konnte verhindert werden.
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