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Dnepr :

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Dnepr

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Dnepr (Begriffsklärung) aufgeführt.

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Dnepr (deutsch: Dnjepr)
Der Dnepr und sein Einzugsgebiet

Der Dnepr und sein Einzugsgebiet

Daten
Lage Europa, Russland, Weißrussland, Ukraine
Länge 2.201 kmdep1
Quellgebiet Waldaihöhen in RusslandVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellhöhe 220 mVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-QUELLE_fehlt
Mündung Schwarzes MeerVorlage:Infobox Fluss/MÜNDUNGSKOORDINATE_fehlt
Mündungshöhe 0Vorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehlt
Höhenunterschied 220 mdep1
Flusssystem Dnepr
Einzugsgebiet 531.817 km²dep1
Abflussmenge 1.670 m³/s
Großstädte Smolensk, Worscha, Mahiljou, Kiew, Tscherkassy, Krementschuk, Dnipropetrowsk, Saporischja, Nikopol, Cherson
Rechte Nebenflüsse Drut, Bjaresina, Ros, Prypjat, Irpen, Tjasmyn, Basawluk, Inhulez
Linke Nebenflüsse Sosch, Desna, Sula, Psel, Worskla, Samara
Schiffbar 1.677 km

Der 2.201 km lange Dnepr (russisch Днепр/Dnepr, deutsch Dnjepr, weißrussisch Дняпро/Dnjapro, ukrainisch Дніпро/Dnipro) ist ein Fluss in Russland, Weißrussland und der Ukraine, er ist der drittlängste Fluss in Europa.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Historische Bezeichnungen

Der Dnepr hat wegen seiner historischen Bedeutung mehrfach einen Namenswechsel erfahren. Von den antiken Griechen und Römern wurde der Fluss als Borysthenēs bezeichnet, was im Griechischen der vom Norden Fließende bedeutet. Die spätantiken griechischen und lateinischen Texte haben jedoch die Form Danapris bzw. Danaper. Zur Zeit der Herrschaft der Turkvölker über seinen Unterlauf erhielt er dort den Namen Usu und Ohu, später dann Exi (tatarisch), Danapros (im 10. Jahrhundert) und Lussem (im 16. Jahrhundert). Wegen seiner großen Bedeutung in der slawischen Welt wird der Dnepr manchmal auch Slawutitsch (Slawischer Fluss) bzw. Slavuta oder Slavutyč, was Sohn des Ruhmes bedeutet, genannt. Das heutige Wort Dnepr hat einen iranisch-skythischen Ursprung und bedeutet Großes Wasser.

[Bearbeiten] Flusslauf

Der Fluss entspringt in Russland im Norden den mittelrussischen Smolensker Höhen, im Oblast Smolensk etwa 200 Kilometer westlich von Moskau (55° 52′ N, 3° 43′ O7). Nahe der Ortschaft Botscharowo (Бочарово) in den Belyer Höhen (Бельская возвышенность), zwischen Bely und Sytschowka, befindet sich das Quellareal, das seit 1981 Naturdenkmal ist. Die Quelle wurde schon in späten 17. Jahrhundert beschrieben. Nur wenige Kilometer entfernt ist der Hauptwasserscheidepunkt Ostsee – Schwarzes Meer – Kaspisches Meer.[1]

Zunächst verläuft er Richtung Süden und fließt nach einem Knick Richtung Westen an der russischen Stadt Smolensk vorbei. Er durchfließt Weißrussland, wobei er sich bei Orscha in einem großen Bogen nach Süden wendet und schließlich die Ukraine erreicht. Er teilt das Land in zwei Hälften und mündet westlich von Cherson im Dnepr-Bug-Liman in das Schwarze Meer. Am Unterlauf machten Stromschnellen den Fluss auf einer Länge von 70 km unschiffbar. 1932 wurde die Begradigung des Flusses südlich von Kiew abgeschlossen. Im sogenannten "Dnepr-Bogen" befindet sich heute eine der größten Industrielandschaften der Ukraine.

[Bearbeiten] Schiffbarkeit und Einzugsgebiet

Von der (oben genannten) Länge des Dnepr sind 1.677 km schiffbar. Mit seinen Nebenflüssen entwässert er ein Einzugsgebiet von 531.817 km².

in der Oblast Kiew (Ukraine)
in der Oblast Kiew (Ukraine)

[Bearbeiten] Wirtschaftliche Bedeutung

Bedeutung und Wertschätzung des Dnepr liegen in seinem Beinamen "Fluss des Ruhmes". Entlang des Dnepr befinden sich riesige Stauseen, die ein System von Wasserkraftwerken bilden. Diese werden gemeinsam betrieben und sind unter dem Begriff "Gidro-Elektro-Stancija" bekannt.

Am "Dnepr-Bogen" liegt heute eines der dicht besiedeltsten Industriegebiete, welches hauptsächlich der Eisenverhüttung gilt. Daher ist dort die Luft- und Wasserverschmutzung seit mehr als 30 Jahren sehr hoch. In Folge dessen hat die Region die höchste Lungenkrebsrate des Landes zu verzeichnen. Die angesiedelte Industrie trägt auch zu einer übermäßigen Beanspruchung der Gewässer und zur Austrocknung und Verschlammung vieler kleinerer Bäche bei.

[Bearbeiten] Das Dnepr-Becken

Der Dnepr durchläuft sein Becken in "S"-Form von Norden nach Süden.

Die Zuflüsse zum Dnepr-Becken bilden ein dichtes Flechtwerk von Wasserläufen. Von Westen her wird der Dnepr durch den Prypjat, im Norden durch die Bjaresina, im Nord-Osten durch Desna und Sosch und im Osten durch den Psel gespeist. Im Süden mündet der Hauptstrom der Ukraine ins Schwarze Meer.

[Bearbeiten] Nebenflüsse

Die größten Nebenflüsse des Dnepr sind Drut (R), Sosch (L), Bjaresina (R), Ros (R), Prypjat (R), Irpen (R), Desna (L), Sula (L), Tjasmyn (R), Psel (L), Worskla (L), Samara (L), Basawluk (R) und Inhulez (R).

[Bearbeiten] Wasserstraßennetz

Über den Dnepr-Bug-Kanal, den der polnische König Stanislaus II. August anlegen ließ, besteht vom Oberlauf des Prypjat aus Verbindung zum Bug und zur Weichsel und damit zur Ostsee. Dieser Dnepr-Weichsel-Wasserweg E-40 wurde 1848 fertiggestellt, und war lange einer der wichtigsten Transportwege von Südosteuropa und Kleinasien in den Norden. In den letzten Jahren hat sich seine Bedeutung vermindert.

Eine Verbindung zum litauischen Flusssystem besteht über das Oginskische Kanalsystem zur Memel und zum Pregel.

[Bearbeiten] Stauseen am Dnepr

Am Dnepr befinden sich unter anderen sechs große Stauseen – flussabwärts gesehen sind dies:

[Bearbeiten] Orte

Größere Ortschaften am Dnepr sind die Städte Smolensk, Orscha, Mahiljou, Kiew, Tscherkassy, Krementschuk, Dnipropetrowsk, Saporischja, Nikopol und Cherson. Nördlich von Kiew liegt 20 km entfernt vom Dnepr Tschornobyl am Prypjat.

[Bearbeiten] Ansichten

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Dnepr – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. The Dnipro Source. In: International Environmental Expedition along the Dnipro River from its Headwaters to the Belarus Border (Russia). UNDP-GEF Dnipro Basin Environment Program. United Nations Development Program – Global Environment Facility (UNDP-GEF), 2002. Abgerufen am 2008-04-29. (en)

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