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Ditfurt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ditfurt
Ditfurt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ditfurt hervorgehoben
51.83111111111111.202777777778125Koordinaten: 51° 50′ N, 11° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Harz
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Ballenstedt/Bode-Selke-Aue
Höhe: 125 m ü. NN
Fläche: 23,72 km²
Einwohner: 1764 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06484
Vorwahl: 03946
Kfz-Kennzeichen: HZ
Gemeindeschlüssel: 15 0 85 090
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausplatz 12
06493 Ballenstedt
Bürgermeisterin: Rena Jüngst
Lage der Gemeinde Ditfurt im Landkreis Harz
Langenstein Reddeber Stecklenberg Athenstedt Wedderstedt Schmatzfeld Nienhagen Ilsenburg (Harz) Timmenrode Sorge Cattenstedt Aspenstedt Radisleben Rhoden (am Fallstein) Bad Suderode Bühne Abbenrode Stapelburg Schauen Sargstedt Dankerode Berßel Wülperode Siptenfelde Königerode Ilsenburg (Harz) Wienrode Neudorf Langeln Danstedt Schachdorf Ströbeck Straßberg Veckenstedt Heteborn Hausneindorf Groß Quenstedt Lüttgenrode Hedersleben Heudeber Westerhausen Allrode Friedrichsbrunn Langenstein (Harzvorland) Hüttenrode Thale Rieder Schielo Heimburg Osterwieck Benneckenstein (Harz) Wasserleben Ditfurt Tanne Schwanebeck Harsleben Elend Güntersberge Stiege Gernrode Derenburg Wernigerode Ilsenburg (Harz) Harzgerode Blankenburg (Harz) Wegeleben Thale Ballenstedt Hasselfelde Quedlinburg Elbingerode (Harz) Halberstadt Falkenstein/Harz Aue-Fallstein Wernigerode HuyKarte
Über dieses Bild
Bauernhof „Spieker“
Wassermühle
Evangelische Kirche
Der „Kantorberg“
Restaurant „Schützenhaus“

Ditfurt ist eine Gemeinde im Nordosten des Landkreises Harz im Tal der Bode und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Ballenstedt/Bode-Selke-Aue.

Der Ort wird bereits um 800 in Aufzeichnungen des Klosters Fulda erwähnt.

974 wurde das Haufendorf Ditfurt als Deotfurdum erstmals urkundlich erwähnt, und nachher Dhietvorden (1148), Ditvorde (1288), Ditforde (1458)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Mittelalter

Die Ursprünge Ditfurts gehen bis in die Zeit Karls des Großen (Regierungszeit: 768 bis 814) zurück. Nachdem Karl der Große die Sachsen in den Sachsenkriegen bis an die Saale und Elbe besiegt hatte, ließ er um 800 im Vorharzland eine befestigte Heerstraße bauen – der heute noch sogenannte „Heerweg“. Sein Sohn, Ludwig der Fromme , baute 820 eine kaiserliche Residenzburg an der Stelle, wo heute das Ditfurter Vorwerk steht. Diese Burg bestand unter anderem aus einem hölzernen Wachhaus (das heutige Rathaus) und war von einer Mauer und Graben umgeben. Die letzten Spuren dieser Befestigungsanlagen lassen sich auch noch am Hohlweg und der Salzrinnenstraße finden. Im Schutz der Burg begann dann auch die Besiedelung des Ortes. Nach der Zeit Ludwigs des Frommen wurde ein Proviantmagazin, der sogenannte „Spieker“ (altdeutsch für Speicher), gebaut, in welchem zur Versorgung der Besatzung der dritte Teil der im Umland eigefahrenen Ernte gelagert wurde.

Die Besatzung der Befestigungsanlage wurde auch zur Beobachtung der Heerstraße und auf den umliegenden Warten eingesetzt. Drei Warten sind aus dieser Zeit bekannt: Die Ihlenstedter Warte am Heerweg über der Bode; die Heidberg-Warte auf dem Heidberg und die Warte auf dem heutigen Kirchberg.

Heinrich I ließ um 930 ein Zollhaus errichten (der ehemalige Gasthof „Zum Deutschen Hause“), welches auch als Herberge für Reisende diente. 1333 wurde die Burg zum Vorwerk umgebaut. Vom 10. Jahrhundert bis 1479 wurden auf dem Hösekinberg (östlich von Ditfurt) Gerichte, Landtage und Volksversammlungen abgehalten. In der Bode-Niederung fand zu diesen Anlässen auch ein bedeutender Markt statt, welcher mindestens eine Woche dauerte. In späterer Zeit verlagerte sich dieser Markt in die Neustadt von Quedlinburg.

[Bearbeiten] Herkunft des Ortsnamens

Zur Entstehung des Ortsnamens gibt es eine alte Sage:

Der Teufel und der Herrgott hatten einen Pakt geschlossen. Der Teufel solle über die Berge und Gott über das flache Land herrschen. Als es sich der Teufel genau bedachte, meinte er: „Die Harzberge sind zwar sehr schön, aber es gibt leider nur sehr wenig Menschen und Dörfer dort.“ Also zog er eines Nachts los und sammelte auf dem flachen Land viele Dörfer in einen großen Sack. Als nun die Sonne aufging, war der Sack voll und der Teufel machte sich auf den Weg nach Hause.

Ganz unten in seinem Sack lag ein Dorf, dessen Kirche einen so spitzen Turm hatte, dass diese Spitze ein Loch in den Sack riss und das Dorf gerade am Ufer der Bode aus dem Sack purzelte. Der Teufel sah, dass ein Dorf aus seinem Sack gefallen war. Da es aber schon hell wurde und er nicht bei seinem Treiben gesehen werden wollte, sagte er nur: „Dit's furt“ und lief schnell weiter.

Durch den Ausruf des Teufels bekam Ditfurt den Namen, den es heute noch trägt.

Siehe auch: Geelbein, Sage

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

(laut amtlichem Endergebnis der Wahl zum Gemeinderat Ditfurt am 13. Juni 2004; Wahlbeteiligung: 38,2%)

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen von Ditfurt zeigt zwei gekreuzte Kredenzmesser auf blauem Grund. Die Messer sind auf das Damenstift Quedlinburg zurückzuführen. Um 1541 wurde dem Dorf Ditfurt das Recht zur Verwendung dieses Wappens durch die Äbtissin erteilt.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Museen

Im Ditfurter Heimatmuseum sind bäuerlich-handwerkliche und dörfliche Kulturgüter zu sehen. In weiteren Abteilungen sind Archäologie und die Geschichte der Landwirtschaft in der Region dargestellt.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

In unmittelbarer Nähe des Ortes (zwischen Quedlinburg und Ditfurt) gibt es eine Auffahrt (Quedlinburg Ost / L66) zur neu entstandenen Bundesstraße 6n. Ditfurt besitzt mit der Bahnstrecke Halberstadt-Quedlinburg-Thale Anschluss an das Eisenbahnnetz. Ditfurt ist durch eine Regionalbuslinie der Q-Bus Nahverkehrsgesellschaft Ballenstedt mit der Stadt Quedlinburg verbunden.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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