Dietrich Coelde (* um 1435 in Münster; † 11. November 1515 in Löwen, Belgien) war ein niederländischer Schriftsteller. Weitere Namen unter denen er bekannt wurde: Dirk Kolde, Dietrich von Münster, Dietrich von Osnabrück.
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Coelde war der Sohn des Patriziers Hermann Coelde. Der Meister der Kaufmannsgilde Heinrich Coelde war sein Bruder. Über Coeldes Kindheit und Jugend ist recht wenig überliefert.
Coelde kam als Augustiner-Eremit aus dem Kloster Osnabrück an die Universität Köln und studierte dort Theologie. Mit ungefähr 20 Jahren wechselte Coelde den Orden und trat 1455 zu den Franziskaner-Observanten über. Wahrscheinlich absolvierte er in Hamm (Westfalen) sein Noviziat.
Anschließend wirkte er im Konvent Bodendaal und pflegte während der Pestepidemie 1488/89 im nahegelegenen Brüssel viele Kranke. Diese wurden von im natürlich auch seelsorgerisch betreut. 1491 berief man ihn nach Brühl und Erzbischof Heinrich IV. von Köln ernannt Coelde zum Praeceptor generalis für das Rheinland.
1497 avancierte er zum Guardian. Ab 1508 war er zwei Jahre in Antwerpen tätig und 1510 wurde er nach Löwen versetzt. In weiten Teilen der Niederlande war Coelde als Bußprediger tätig.
Der Erfolg seines wichtigsten Werkes, Der Christenspiegel, (Orig. De kerstenen spegel) ist der Tatsache zuzuschreiben, dass es in niederländischer Sprache verfasst war. Diese katechetische Schrift wurde von ihm noch mehrmals überarbeitet und unter verschiedenen Titel wie z.B. Kerstenspiegel herausgebracht. Es gilt als eines der herausragendsten christlichen Unterweisungsbücher.
Erasmus von Rotterdam bewunderte Coelde sehr und der Humanist Rudolf Langen bezeichnete Coelde als erfolgreichsten Sämann des Wort Gottes. Im Alter von ungefähr 80 Jahren starb Dietrich Coelde am 11. Dezember 1515 in Löwen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Coelde, Dietrich |
| ALTERNATIVNAMEN | Kolde, Dirk; Dietrich von Münster; Dietrich von Osnabrück |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | um 1435 |
| GEBURTSORT | Münster |
| STERBEDATUM | 11. November 1515 |
| STERBEORT | Löwen, Belgien |
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"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."