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Mit dem Dienstgrad wird das Rangverhältnis von Personen speziell beim Militär sowie bei bestimmten Behörden zueinander festgelegt. Auch zivile Organisationen wie die Feuerwehr kennen Dienstgrade. Üblicherweise wird der Dienstgrad durch Rangabzeichen oder Kennzeichen an der Uniform oder der Kopfbedeckung gezeigt. Auch andere Uniformierungsmerkmale können über den Dienstgrad Aufschluss geben.
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Ein höherer Dienstgrad bedingt nicht zwangsläufig auch ein Unterstellungsverhältnis. Dieses kann vielmehr auch durch die Dienststellung, den Aufgabenbereich oder Einzelanordnungen begründet werden. Es ist also möglich, dass ein Dienstgradniedrigerer Befehlsbefugnis gegenüber einem Dienstgradhöheren hat. Im Allgemeinen gilt dies als unüblich; in bestimmten Situationen, etwa im Wachdienst, ist es jedoch alltäglich.
Typische Dienststellungen sind zum Beispiel Kompaniefeldwebel, Kompaniechef oder Kommandierender General.
Dienstgradabzeichen können sich am Revers, am Ärmel (Ärmeltressen) oder auf der Schulter (Schulterklappen) befinden. Sie können angenäht (Stoffabzeichen), angeknöpft oder eingeschlauft werden. Daneben geben Laufbahngruppenabzeichen (beispielsweise eine Mützenlitze), Soldgruppenabzeichen (bei den US-Streitkräften am Ärmel getragen) und Funktionsabzeichen (wie „OvWa“/Offizier vom Wachdienst), „Einsatzleitung“ oder Ähnliches als Kordel, Ansteckschild, Armbinde oder Rückenbeschriftung) Auskunft über Dienstgrad, dienstliche Stellung und Aufgabe eines Uniformträgers.
Mit Charakter bezeichnete man in Preußen und im Deutschen Reich den Ehrenrang eines militärischen Heeresdienstgrades, der lediglich ehrenhalber vergeben wurde; bei der Marine war der entsprechende Terminus chargiert.
Der militärische Dienstgrad steht jedem Kombattanten zu, insbesondere Angehörigen regulärer Streitkräfte. Er erleichtert die Einordnung des einzelnen Soldaten in die militärische Hierarchie. Über den militärischen Dienstgrad werden auch Befehl und Gehorsam, Grußpflicht und teilweise der Verantwortungsbereich geregelt. Jedem Dienstgrad ist – z. B. in der Bundeswehr – eine Besoldung zugeordnet, diese kann je nach Aufgabenbereich noch differenziert sein (beispielsweise für einen Oberst in der Regel A16, für einen Oberst als Brigadekommandeur B3 der Bundesbesoldungsordnung (BBesO). Der Aufstieg ergibt sich nach Qualifikation (Bestehen von Laufbahnlehrgängen) oder Dienstalter.
Die typische Einteilung der Dienstgrade beim Militär wird in Dienstgradgruppen zusammengefasst. Üblicherweise gibt es drei Dienstgradgruppen: Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere.
Die Dienstgradgruppen werden heute für gewöhnlich noch unterteilt:
Daneben werden die Soldaten auch in Laufbahngruppen eingeteilt; im Unterschied zu den Dienstgradgruppen ist hierbei nicht der erreichte, sondern der angestrebte Dienstgrad maßgeblich. Soldaten unterschiedlicher Laufbahngruppen werden unterschiedlich ausgebildet und auch unterschiedlich verwendet.
Militär (historisch):