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Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) ist eine private Initiative, die sich die Bewahrung von Kulturdenkmalen und die Werbung für den Gedanken des Denkmalschutzes zur Aufgabe gemacht hat. Sie hat ihren Sitz in Bonn. Vorstandsvorsitzender ist Gottfried Kiesow, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Klaus Trouet. Geschäftsführer ist Wolfgang Illert.
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Ziele sind die Bewahrung von Kulturdenkmalen und die Gewinnung möglichst vieler Bürger zur Mithilfe und Mitarbeit.
Es werden Projekte gefördert, die als Denkmal anerkannt sind und nachweislich als restaurierungswürdig gelten. Über die Vergabe der Mittel entscheidet die Wissenschaftliche Kommission der Stiftung, wobei als Kriterien die nicht ausreichende Förderung durch staatliche Mittel oder die durch eine Förderung durch die Stiftung ermöglichten zusätzlichen öffentlichen Mittel gelten. Zur Zeit (Stand 2006) können etwa 25 Prozent der beantragten Projekte gefördert werden; insgesamt konnte die Stiftung bisher für rund 3.200 Denkmale Mittel zur Verfügung stellen.
Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit sowie durch die von ihr herausgegebene Zeitschrift MONUMENTE - Magazin für Denkmalkultur (6 Ausgaben jährlich) versucht die Stiftung, dem Thema Denkmalschutz eine größere Aufmerksamkeit in der Bevölkerung zu verschaffen. Zu diesem Zweck wird auch jährlich am zweiten Septemberwochenende der Tag des offenen Denkmals bundesweit von ihr koordiniert. Es wird ebenfalls Schüler- und Jugendarbeit geleistet. Dazu gehört seit 2002 das Projekt denkmal aktiv − Kulturerbe macht Schule unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Dabei werden Schüler mit dem Denkmalschutz vertraut gemacht, indem sich deutsche Schulteams in Zusammenarbeit mit Museen und Fachleuten aus Natur- und Denkmalschutz fächerübergreifend mit einer Denkmalstätte in ihrer Nähe beschäftigen. Ist eine Schule zum zweiten Mal dabei, muss die mit zwei weiteren Bildungseinrichtungen eine Clustergemeinschaft bilden. Die teilweise sehr umfangreichen Arbeiten der Schüler und Studierenden beinhalten Entwicklungen von neuen Stadt-Spielen, Hörbücher zu denkmalgeschützten Gebieten oder Bewusstseinsanalysen im Bereich Bewusstsein, Wahrnehmung und Identität in Bezug auf Denkmäler.
Junge Erwachsene zwischen 16 und 26 Jahren werden durch die Jugendbauhütten erreicht. In ihnen werden sie in einem Freiwilligen Jahr in der Denkmalpflege praktisch und theoretisch an das Thema Denkmalpflege herangeführt. Dazu arbeiten sie in Betrieben und Einrichtungen, die in der Denkmalpflege tätig sind und werden mit allen einschlägigen Themen vertraut gemacht.
Seit Anfang 2005 gibt die Stiftung das Onlinemagazin Monumente Online heraus. Der Verlag der Stiftung (Monumente Publikationen) trägt durch die Veröffentlichung von Büchern, Spielen, Kalendern und Briefkarten zum Thema Denkmal zum Aufbau und zur Pflege der Förderergemeinde bei.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wurde 1985 gegründet, sie steht seitdem unter der Schirmherrschaft des jeweiligen Bundespräsidenten. Durch die Wende in Deutschland 1989 stand die noch recht junge Stiftung vor einer großen Aufgabe, da speziell im Osten der neuen Republik viele Gebäude vom Verfall bedroht waren.
Die Zahl der Förderer, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, beläuft sich inzwischen auf über 170.000, aus privater Hand erhielt die Stiftung seit 1991 über 120 Millionen Euro. Insgesamt konnten seit der Gründung etwa 400 Millionen Euro für Förderprojekte bereitgestellt werden. Über 60 Ortskuratorien (Stand: 2007) unterstützen durch ihre ehrenamtliche Arbeit die Ziele der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vor Ort.
Von 1992 bis 2008 koordinierte und leitete Robert Knüppel als Geschäftsführer und Generalsekretär die Tätigkeit der heute (2009) rund 100 haupt- und nebenberuflichen Mitarbeiter der Stiftung. Seit 2009 ist er Mitglied des Stiftungsvorstandes.
Dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Gottfried Kiesow, der auch Kuratoriumsmitglied der Deutschen Stiftung Welterbe ist, wurden zahlreiche Ehrenbürgerschaften und Auszeichnungen in Würdigung seines Einsatz und der Arbeit der Stiftung für den Erhalt historischer Bauwerke verliehen.
Ein zentrales Projekt der DSD wurde im Jahr 2009 zehn Jahre alt: Die Jugendbauhütte. Zum ersten Mal wurde eine Jugendbauhütte in Quedlinburg mit Jugendlichen geplant und realisiert. Inzwischen wurden diese Projekte in Brandenburg/Berlin, Duisburg/Raesfeld, Görlitz, Mühlhausen, Romrod, Soest, Stralsund und Wismar durchgeführt. Im Jahr 2009 sollen weitere Jugendbauhütten in Stade, Regensburg und eine für Gartendenkmalspflege organisiert werden. Insgesamt wurden damit 1.400 Jugendliche mit Arbeiten zur Denkmalspflege konfrontiert.
Finanziert werden Jugendbauhütten zu einem großen Teil von der DSD selbst, aber auch von anderen Stiftungen und Organisationen sowie von Bundesländern, Landschaftsverbänden (NRW) und Kommunen. Viele der Jugendlichen, die eine Jugenbauhütte hinter sich bringen, machen anschließend ein Studium der Geschichte, der Kunstgeschichte oder eine entsprechende Handwerkerlehre (siehe Carola Nathan, S. 58-60).
Am 10. September 2006, dem Tag des offenen Denkmals 2006, wurde die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als „Ort des Tages“ im Rahmen der Aktion „365 Orte im Land der Ideen“ der Initiative Deutschland – Land der Ideen gekürt.