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Deutsch-französische Erbfeindschaft :

femme russe

Deutsch-französische Erbfeindschaft

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Der Begriff Erbfeindschaft in Bezug auf das deutsch-französische Verhältnis wurde erstmals in den 1640er Jahren verwendet. Hauptgrund dafür war, dass Frankreich den traditionellen "Erbfeind" des christlichen Abendlands und speziell des habsburgischen Österreich, die osmanische Türkei, unterstützte. Er wurde aktualisiert in Folge der Napoleonischen Kriege mit Niederlagen, Besatzung, Neuordnungen und blutigen Schlachten mit Deutschen auf beiden Seiten. Im Rahmen der Entstehung des Nationalismus in Europa entwickelte sich zu dieser Zeit ein deutsches Nationalbewusstsein insbesondere durch Erinnerung an Konflikte mit dem Nachbarn westlich des Rheins. Die Feindschaft wurde seitens Frankreichs spätestens seit 1870 erwidert und fand Ausdruck sowohl im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 als auch in den beiden Weltkriegen, um daraufhin überwunden zu werden.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Karl der Große

Karolingerreich nach 843

Waren die Vorläufer von Frankreich und Deutschland noch unter Karl dem Großen im Fränkischen Reich vereint, so besiegelte der Vertrag von Verdun von 843 eine Trennung. Die dreisprachig abgefassten Straßburger Eide markieren auch den Beginn einer französischen Sprache die sich von Latein unterschied.

Der mittlere, dritte Teil von Lothar I. mit Lothringen, Elsass, Burgund usw. sollte dabei für über tausend Jahre zwischen beiden Reichen strittig bleiben.

[Bearbeiten] Habsburgisch-Französischer Gegensatz

Das heutige Frankreich im Jahr 1429, Burgund in grün

Der habsburgisch-französische Gegensatz, in der Geschichtswissenschaft datiert von 1516 bis 1756, entsprang der erfolgreichen Heiratspolitik der Habsburger. Im Jahr 1477 heiratete der spätere Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, Maximilian I., die Tochter und einzige Erbin Herzog Karls des Kühnen von Burgund, während das französische Königshaus ebenfalls Ansprüche auf das burgundische Erbe geltend machte. Der Begriff Burgund, heute mitten in Frankreich, ist im Deutschen durch die Burgunden des Nibelungenliedes geprägt. Der französisch-habsburgische Gegensatz endete durch den von Graf Kaunitz eingeleiteten renversement des alliances im Jahr 1756. In der Folge wurde das österreichische Bündnis mit den französischen Bourbonen durch die Heirat Maria Antonias von Habsburg mit König Ludwig XVI. besiegelt.

[Bearbeiten] Dreißigjähriger Krieg (1618–1648)

Im Dreißigjährigen Krieg wurden Teile Deutschlands auch von französischen Truppen verwüstet, die trotz katholischer Konfession auf protestantischer Seite in den Krieg eingriffen.

[Bearbeiten] Französische Expansion im späten 17. Jahrhundert

Als die Türken Österreich erneut bedrohten und es im Großen Türkenkrieg 1683 zur Schlacht um Wien kam, nahm Frankreich unter dem absolutistischen König Ludwig XIV. nicht nur nicht an der heiligen Liga teil, sondern nutzte die Abwesenheit von Reichstruppen in Süddeutschland aus. Es kam zu Eroberungen und Annexionen, etwa in und von Lothringen, Elsass und Straßburg.

Die Truppen von General Ezéchiel de Mélac verwüsteten, gemäß dem Auftrag des französischen Kriegsministers Louvois („brûlez le Palatinat!“, dt.: „Brennt die Pfalz nieder!“), mit großer Brutalität während des Pfälzer Erbfolgekriegs 1688–1697 große Teile der Kurpfalz und Städte in Württemberg und Baden. Im deutschen Südwesten wurde Mélacs Name zum Inbegriff für Mordbrenner und begründete die deutsch-französische Erbfeindschaft. Noch heute ist der Name Mélac in der Pfalz und in Baden dafür bekannt.

[Bearbeiten] Weitere wichtige Ereignisse

Unter dem Eindruck der Teilung Europas und der Welt in einen kommunistischen östlichen und einen demokratischen westlichen Block gab die französische Regierung diese Haltung aber bald auf und stimmte Ende 1948 der Gründung der Bundesrepublik aus den drei Westzonen zu.

[Bearbeiten] Das Ende der Erbfeindschaft nach 1945

Angesichts der Zerstörung Europas und der Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg wuchs langsam das Verständnis dafür, dass die Vorstellung von einer deutsch-französischen Erbfeindschaft der Zukunft der beiden Länder im Weg stand. Ansätze zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit boten sich zunächst in der Wirtschaft, wobei der Montanunion im Bereich Bergbau und Metallverarbeitung eine Vorreiterrolle zukam, hieraus entstanden die Europäischen Gemeinschaften und damit letztlich die Europäische Union. Nachdem sich die Schaffung einer europäischen Modellregion an der Saar noch als undurchführbar erwiesen hatte und das Saarland, seit 1919 Streitfall zwischen den beiden Staaten, 1957 als 10. Bundesland wieder Teil Deutschlands wurde sowie die Gründung der Westeuropäischen Verteidigungsgemeinschaft vor allem aufgrund der französischen Bedenken 1954 im Sande verlief, folgte 1957 mit den Römischen Verträgen der Aufbau einer Wirtschaftsgemeinschaft europäischer Staaten, die sich als weitgehend erfolgreiches Modell erwies.

Zwar gab es in bestimmten Fragen politische Meinungsverschiedenheiten zwischen Konrad Adenauer bzw. vor allem seinem Nachfolger Ludwig Erhard, die als Atlantiker auf ein enges Zusammengehen mit den USA und Großbritannien setzten, und Charles de Gaulle, der die Eigenständigkeit Frankreichs gegenüber den USA im Rahmen eines Europas der Vaterländer betonte, insgesamt entwickelte sich das deutsch-französische Verhältnis aber im Sinne einer guten Nachbarschaft weiter (→Deutsch-französische Freundschaft), wobei dieses Verhältnis im engeren Sinne zunächst auf den westdeutschen Staat, also die Bundesrepublik, beschränkt war. Nach dem Ende der Teilung Deutschlands 1990 konnte aber dieses gute Verhältnis fortgesetzt werden und bewährte sich vor allem in jüngster Zeit angesichts der Spannung innerhalb der NATO um die richtigen Strategien im sogenannten Krieg gegen den Terror bzw. in der Frage des letzten Irakkrieges, in dessen Vorfeld sich beide Staaten letztlich erfolglos gegen die Kriegspläne der USA stellten.

[Bearbeiten] Frankreich und die Deutsche Demokratische Republik (DDR)

Allerdings war Frankreich, mehr als die meisten anderen westlichen Staaten, auch an Beziehungen zur DDR interessiert; besonders zwischen der französischen politischen Linken, aber auch auf zwischenstaatlicher Ebene. Zu erklären ist dieses Bemühen von französischer Seite damit, dass Frankreich stets bemüht war, trotz der Einbindung in die westlichen Bündnisse sich nicht völlig von diesen abhängig zu machen und sich eine eigenständige Ostpolitik vorzubehalten. Aus Sicht der DDR dienten die Beziehungen zur Selbstbestätigung und zur Demonstration nach außen, dass sie als eigenständiger Staat anerkannt wurde. Besonders in Bezugnahme auf die Werte der Französischen Revolution versuchte die DDR ihr eigenes Staatsverständnis zu rechtfertigen. Dies führte dazu, dass noch 1989 die DDR das 200-jährige Jubiläum der Revolution feierlich beging.

[Bearbeiten] Literatur

Franz Bosbach (Hrsg.); Feindbilder. Die Darstellung des Gegners in der politischen Publizistik des Mittelalters und der Neuzeit; 1992

Deutsch-französische Erbfeindschaft - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Deutsch-französische Erbfeindschaft - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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