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Die Demokratische Volkspartei (DVP) war eine liberale Partei im Südwesten Deutschlands, deren Tradition vom baden-württembergischen Landesverband der FDP fortgeführt wird.
Ihren ursprünglichen Bezug hatte die DVP in der Württembergischen Volkspartei (VP), die sich 1910 der Fortschrittlichen Volkspartei (FVP) und Ende 1918 der Deutschen Demokratischen Partei anschloss. Am 6. Januar 1946 wurde die DVP in Stuttgart wiedergegründet und beteiligte sich 1948 bei der Gründung der FDP.
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Die Württembergische Volkspartei ging in den Jahren von 1864 bis 1866 unter Führung von Karl Mayer, Julius Haußmann und Ludwig Pfau aus der Fortschrittspartei im Königreich Württemberg hervor und war der Zusammenschluss vieler demokratischer Revolutionäre von 1848. Sie war lange die bestimmende politische Kraft im „Ländle“. Am 6. Januar 1866 trafen sich die Delegierten in Stuttgart zu ihrer ersten „Dreikönigsparade“, einer Art Landesvertreterversammlung. Die Deutsche Volkspartei (DtVP) konstituierte sich 1869[1] in Württemberg und Baden als überregionale linksliberale Parteiorganisation. Insofern kann man die Württembergische Volkspartei als stärkste Landespartei der auf Reichsebene organisierten Volkspartei (kurz oft auch nur VP) ansehen, die ihren Schwerpunkt in Süddeutschland behielt.[2] Die DtVP ging 1910 in der Fortschrittlichen Volkspartei (FVP) auf. Die in Württemberg meist nur Volkspartei (VP) genannte Partei war deshalb seit 1910 die württembergische Parteiorganisation der Fortschrittlichen Volkspartei. Die württembergische Volkspartei umfasste das, was man im Königreich Württemberg unter den Demokraten verstand. Die Anhänger der Volkspartei nahmen das Wort Demokratie ganz für sich in Anspruch, ihre Führer waren im Sprachgebrauch ihrer Anhänger die Volksmänner. Bedeutende Vertreter der Volkspartei in Württemberg bis zum Ende der Monarchie 1918 waren Friedrich Payer und die Gebrüder Conrad und Friedrich Haußmann.
Bei der Gründung der Deutschen Demokratischen Partei (am Ende des Jahres 1918) schlossen sich die „Demokraten“, wie sie von der Bevölkerung auch genannt wurden, dieser linksliberalen Partei an und wurden deren württembergischer Landesverband. Im freien Volksstaat Württemberg während der Weimarer Republik wirkende Parteimitglieder der DDP waren zum Beispiel Theodor Liesching, Johannes von Hieber, Julius Baumann, Wilhelm Schall und Reinhold Maier. Landesvorsitzender der DDP in Württemberg war vom 7. Dezember 1918 bis 6. Januar 1921 Conrad Haußmann, danach bis 1933 Peter Bruckmann.
1933 löste sich die Deutsche Staatspartei, die sich 1930 aus dem Zusammenschluss der DDP mit dem Jungdeutschen Orden gebildet hatte, auf Druck der Nationalsozialisten auf, um einem Verbot zuvorzukommen.
Am 6. Januar 1946 wurde die Demokratische Volkspartei, nun mit der Abkürzung DVP, von liberalen Persönlichkeiten wie Theodor Heuss und Reinhold Maier in Stuttgart wiedergegründet. 1946 wurde Heuss Vorsitzender der DVP in der Amerikanischen Besatzungszone. Landesvorsitzender der DVP in Württemberg-Baden war von 1946 bis 1952 Wolfgang Haußmann. Am 17. August 1946 konstituierte sich auch in Württemberg-Hohenzollern ein DVP-Landesverband, dessen Vorsitz am 23. Oktober 1946 Wilhelm Wirthle übernahm. Nachfolger von 1951 bis 1953 als Landesvorsitzender in Württemberg-Hohenzollern war Eduard Leuze. 1947 beteiligte sich die DVP an der Gründung der kurzlebigen Demokratischen Partei Deutschlands, deren Co-Vorsitzender Heuss wurde. Nach dem Scheitern dieser gesamtdeutschen liberalen Partei beteiligte sie sich 1948 an der Gründung der FDP in Heppenheim und ist seither deren Landesverband, erst in Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern, nach Gründung des Landes Baden-Württemberg unter der Bezeichnung FDP/DVP im gesamten Südweststaat. Mit Reinhold Maier (in Württemberg-Baden und Baden-Württemberg) stellte die DVP den einzigen liberalen Ministerpräsidenten in der Bundesrepublik Deutschland.