| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Dresden | |
| Landkreis: | Bautzen | |
| Höhe: | 250 m ü. NN | |
| Fläche: | 21,07 km² | |
| Einwohner: | 2957 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 140 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 01877 | |
| Vorwahl: | 03594 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 25 100 | |
| Gemeindegliederung: | 9 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstraße 43 01877 Demitz-Thumitz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Gisela Pallas (Wählervereinigung DePoRo) | |
Demitz-Thumitz (obersorbisch Zemicy-Tumicy) ist eine Gemeinde mit gleichnamigem Hauptort im Landkreis Bautzen. Sie liegt zwischen Bischofswerda und Bautzen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde mit ihren 9 Ortsteilen liegt am Fuß des Klosterberges (Höhe von 394,3 Meter N.N.), dem Westausläufer des Lausitzer Berglandes, und im Lausitzer Gefilde.
Demitz-Thumitz wird begrenzt von den Gemeinden Burkau und Göda im Norden, Doberschau-Gaußig im Osten, Schmölln-Putzkau im Süden und Bischofswerda im Westen.
Gemeindegebietsreform 1994 - Zusammenlegung der Gemeinden Demitz-Thumitz, Rothnaußlitz, Pohla-Stacha
Vor etwa 450.000 Jahren war das Gebiet um Demitz-Thumitz 50.000 Jahre lang mit einem 300 m dicken Eispanzer bedeckt. Auch der Klosterberg war vereist. Erst 20.000 Jahre vor Christi Geburt war die Gegend endgültig eisfrei. Es ist bewiesen, dass in der Umgebung bereits in der Bronzezeit Menschen siedelten. In Demitz-Thumitz selbst wurden noch keine Funde gemacht, die eine solche Besiedelung belegen könnten.
Bis in das 10. Jahrhundert unserer Zeit bewohnten die Milzener, ein Sorbenstamm. diese Region. Seit dem 7. Jahrhundert n.Chr. führten jedoch deutsche Feudalherren Kämpfe zur Unterwerfung der Slawen. Dadurch ergaben sich für die beiden Orte Demitz und Thumitz grundlegende Veränderungen. Für Thumitz wurde ein Ritter als Lehnsmann vom deutschen König eingesetzt. Für diesen wurde ein Rittergut gebildet. Nachweislich besteht dieses seit Anfang des 16. Jahrhunderts.
Eine ganz andere Entwicklung nahm Demitz. Die kleine bebaute Fläche entlang des Schwarzwasserlaufes reichte zur Bildung eines Rittergutes nicht aus. Demitz war ein typisches deutsches Waldhufendorf. Die Berghöhen rechts und links des Schwarzwassers waren mit Wald, Sträuchern sowie Findlingen aus der Eiszeit bedeckt. Die Sorben hatten aufgrund ihrer einfachen Werkzeuge von einer Rodung abgesehen. Erst mit der Zunahme der Bevölkerung im 12. Jahrhundert machte man sich an die Rodung der mächtigen Wälder. Im 13. Jahrhundert litt nicht nur die hiesige Bevölkerung unter der Herrschaft der adeligen Feudalherren. Das führte zu einem Aufstand. Die Hussiten fielen auch in die Gegend um Demitz-Thumitz ein. Die katholische Kirche stand im Bündnis mit den Feudalherren; das Kloster St. Marienstern im heutigen Panschwitz-Kuckau sicherte sich den Beistand der umliegenden Rittergüter. Dafür musste es mit Stücken des Schwarzen Waldes (Klosterberg) bezahlen. Ob die Ritter jemals zum Einsatz kamen, ist nicht bekannt. Im Jahre 1413 kam Demitz unter die Herrschaft des Klosters St. Marienstern.
Beide Ortsnamen sind slawischen Ursprungs. Bis ins 19. Jahrhundert gehörten die beiden Orte zum wendischen Sprachgebiet. Die Sorben lebten in Großfamilien zusammen, wobei jede Sippe eine eigene Siedlung hatte. Diese wurde nach dem Dorfältesten benannt. Dieser hieß in Thumitz wahrscheinlich Thom o.ä., durch Anhängen der Endung "-itz", welche in der Lausitz sehr häufig zu finden ist, entstand der Dorfname.
In den Jahren 1844 bis 1846 wurde die schlesische Eisenbahn (Dresden-Görlitz) auch durch Demitz gebaut. Der Bau der ersten großen Steinbrücke (11 Bögen, 230 m lang, 18 m hoch) in der Oberlausitz hatte beträchtliche sozialökonomische Umschichtungen zur Folge. 700 Arbeiter, auch solche aus dem Ausland, strömten in das sorbische Dorf Demitz. Die Quader für das Viadukt waren schon im Elbsandsteingebirge bestellt, als man beim Graben für die Pfeiler beim jetzigen Bahnhof auf Granit stieß. Um Transportkosten zu sparen, ließ man Granitquader behauen. Im sogenannten Zigeunerloch wurden die Steine gebrochen und mit einer Rutsche ins Tal transportiert. Weil die bereits fertigen Werkstücke aber abgenommen werden mussten, sind zwei Bögen des Viaduktes aus Sandstein gewölbt. Das Gebiet am Schwarzwasser war sehr sumpfig, so dass 6000 Eichenpfähle bis zu 7 m tief in die Erde gerammt werden mussten. 34 Arbeiter zogen einen 17 Zentner (850 kg) schweren Stein mittels eines Seiles hoch und ließen ihn auf den Stamm fallen. Die Stämme wurden auf dem Demitzer Berg (Richters Berg) geschlagen, welcher früher voll bewaldet war. Am 25. Juni 1846 wurde die Strecke eingeweiht.
Im Jahre 1898 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Demitz und Thumitz zusammen. Dieser Vereinigung waren auf schulischem und kirchenorganisatorischem Gebiet bereits gemeinsame Bestrebungen voraus gegangen. So löste das heutige Schulgebäude die alten Unterrichtsstätten Hauptstraße 31 (bis 2000 Jugendclub) von 1845 und Hauptstraße 50 (heute Kreissparkasse Bautzen) ab. Beide Gemeinden nutzten seit 1897 einen neuen Friedhof. Er war von Anfang an gemeindlich, so dass es nichts zur Sache tat, dass beide Gemeinden seit 1814 nach Schmölln eingepfarrt waren. 1898 gründete sich auch der Sozialdemokratische Wahlverein Demitz-Thumitz. Dessen Stimmanteil wuchs rasch. 1902 schloss sich die lokale gewerkschaftliche Organisation der Steinarbeiter an den Zentralverband der Steinarbeiter an. 1912 wurde die Gemeinnützige WohnGenossenschaft gegründet (heute 116 Wohnungen).
1951 gab es ein schweres Hochwasser in Demitz-Thumitz. Im Ortsteil Demitz bis zum Steinsägewerk Mildner standen die am Schwarzwasser gelegenen Grundstücke bis zu einem Meter tief unter Wasser. Besonders schwer betroffen waren die Bäckereien Lange und Heinrich, wo das Wasser bis in die Backöfen reichte. Beim Kohlenhandel der Geschwister Rätze wurden große Stapel Briketts weggeschwemmt und teilweise erst in Rothnaußlitz und Spittwitz wieder abgelagert. In Folge dieses Hochwassers wurde 1952 mit dem Bau eines Rückhaltebeckens bei Karlsdorf begonnen. 1958 gab es abermals ein Hochwasser, fast in der Stärke von 1951. Erheblicher Schaden entstand an den Hängen des Demitzer Berges, wo die Erde teilweise abgeschwemmt und in der Schmöllner Straße abgelagert wurde. Unweit des Bahnhofes wurden Gleise unterspült, was eine Unterbrechung des Schienenverkehrs zur Folge hatte. Unweit des Gasthofes Kmoch wurde die Straßenbrücke zerstört. Auch der Ortsteil Wölkau (1951 fast kein Schaden) war diesmal betroffen. Der "Sächsische Reiter" wurde vollkommen überflutet.
Seit den sächsischen Kommunalwahlen am 13. Juni 2004 hat der Gemeinderat in Demitz-Thumitz folgende Zusammensetzung:
| Gemeinderat Wahlperiode 2004-2009 | |||||
| Partei | Sitze | Besonderheiten | |||
| CDU | 7 | davon eine Frau / zwei Sitze unbesetzt | |||
| WV DePoRo | 6 | davon 2 Frauen | |||
| SPD | 1 | - | |||
| PDS | 2 | - | |||
| Wahlbeteiligung: 53,2 % | |||||
| Gemeinderat | ||||
| Partei | 1999 - 2004 | 1994 - 1999 | ||
| CDU | 6 Sitze 37,5% | 6 Sitze 35,3% | ||
| WV DePoRo | 6 Sitze 34,1% | 5 Sitze 31,6% | ||
| SPD | 3 Sitze 19,5% | 4 Sitze 25% | ||
| PDS | 1 Sitz 9,0% | 1 Sitz 8,2% | ||
| Wahlbeteiligung | 67,9% | 81,6% | ||
Bammental im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg
Während alle Orte der Umgebung bis heute überwiegend landwirtschaftlich orientiert sind, entwickelte sich Demitz-Thumitz zu einer Industriegemeinde. Mit dem Bau des Eisenbahnviaduktes wurden Steinbrüche zum Abbau von Granodiorits, der als Lausitzer Granit gehandelt wird, angelegt. Dieser Granit wird heute in ganz Deutschland und auch ins Ausland verkauft. Seit 1908 gibt es in Demitz-Thumitz eine Steinmetzschule, wo Gesellen und Meister aus allen Bundesländern ausgebildet werden.
Demitz-Thumitz liegt an der Bahnstrecke Dresden–Görlitz, an der Bundesstraße 6 zwischen Bischofswerda und Bautzen, sowie in der Nähe der Bundesautobahn 4 von Dresden nach Görlitz.
Arnsdorf | Bautzen | Bernsdorf | Bischofswerda | Bretnig-Hauswalde | Burkau | Crostau | Crostwitz | Cunewalde | Demitz-Thumitz | Doberschau-Gaußig | Elsterheide | Elstra | Frankenthal | Göda | Großdubrau | Großharthau | Großnaundorf | Großpostwitz | Großröhrsdorf | Guttau | Haselbachtal | Hochkirch | Hoyerswerda | Kamenz | Kirschau | Königsbrück | Königswartha | Kubschütz | Laußnitz | Lauta | Lichtenberg | Lohsa | Malschwitz | Nebelschütz | Neschwitz | Neukirch | Neukirch/Lausitz | Obergurig | Oberlichtenau | Ohorn | Oßling | Ottendorf-Okrilla | Panschwitz-Kuckau | Pulsnitz | Puschwitz | Räckelwitz | Radeberg | Radibor | Ralbitz-Rosenthal | Rammenau | Schirgiswalde | Schmölln-Putzkau | Schönteichen | Schwepnitz | Sohland an der Spree | Spreetal | Steina | Steinigtwolmsdorf | Wachau | Weißenberg | Wiednitz | Wilthen | Wittichenau
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."