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County ist in 48 der 50 Bundesstaaten der Vereinigten Staaten der Name der Verwaltungseinheit, die mit dem deutschen Landkreis, dem österreichischen oder dem Schweizer Bezirk vergleichbar ist. Louisiana ist stattdessen in parishes und Alaska in boroughs eingeteilt. Das Wort county heißt übersetzt Grafschaft. Außer in Georgia und Maryland waren die US-Counties jedoch nie richtige Grafschaften; der Name wurde von den Briten nach Nordamerika gebracht. Laut US-Volkszählungsbehörde bestehen 3141 Counties beziehungsweise vergleichbare Einheiten.
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Die Counties dienen als mittlere Verwaltungsebene zwischen den Bundesstaaten und den einzelnen Ortschaften. Die Aufgaben und Befugnisse der Counties variieren stark von Bundesstaat zu Bundesstaat. In Massachusetts, Rhode Island und Connecticut sind sie nur noch geographische Bezeichnungen. Die Aufgaben werden von den Gemeinden oder townships ausgeführt.
Die Stadt, in der Verwaltung und Gerichte des County ansässig sind, heißt county seat. Der sogenannte county court ist das der Kreisverwaltung entsprechende Verwaltungsorgan. Diesem steht ein county commissioner oder ein county judge vor - ein mit dem Landrat vergleichbarer Posten.
Innerhalb eines County können sich einzelne Siedlungen im Laufe der Zeit ausgründen und damit eine eigene Gebietskörperschaft unterhalb des County bilden. In den meisten Counties bestehen noch Cities und/oder Towns (Städte), Municipalities (Gemeinden), Villages (Dörfer) oder sogenannte townships. Solche Gründungen sind jedoch nicht verpflichtend, was dazu führen kann, dass innerhalb von Counties zusammenhängende oder lose Siedlungsgebiete mit beinahe beliebiger Einwohnerzahl existieren, die vom County direkt verwaltet werden und selbst keine politischen Grenzen aufweisen. Außerdem haben die einzelnen Bundesstaaten zum Teil sehr unterschiedliche Regelungen zur kommunalen Selbstverwaltung, zum Beispiel was die Mindesteinwohnerzahl für die Gründung einer Gemeinde angeht.
Neben den Counties, die in 48 der 50 Bundesstaaten existieren, gibt es noch einige Einheiten, die mit Counties vergleichbar sind. Louisiana ist statt in Counties in 64 Parishes (deutsch ursprünglich Kirchspiele) eingeteilt, in Alaska gibt es 15 Boroughs (Bezirke), die eine eigene Organisation haben. Ein 16. Bezirk, der unorganized borough (Unorganisierter Bezirk), hat keine eigene Organisation. Er macht den größten Teil der alaskanischen Fläche aus (so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen), aber nur einen minimalen Teil der Bevölkerung. Er wird von der US-Volkszählungsbehörde (nicht vom Staat Alaska) in 11 census areas (Volkszählungsgebiete) eingeteilt.
Zusätzlich gibt es noch 42 unabhängige Städte (independent cities). Dazu zählen neben Baltimore, St. Louis, Carson City (Nevada) alle größeren Städte in Virginia, sowie der District of Columbia, der Bundesbezirk der Vereinigten Staaten.
Die US-Volkszählungsbehörde zählt 3.141 Counties oder vergleichbare Einheiten. Der Staat Delaware hat mit drei die wenigsten Counties, Texas die meisten (254). Im bundesweiten Durchschnitt hat ein US-Bundesstaat 62 Counties.
Im Jahr 2000 hatte ein County eine durchschnittliche Fläche von 1.611 km², das ist etwa 1,5 Mal so groß wie ein deutscher Landkreis oder eine Englische Grafschaft, aber nur ein Viertel der Fläche der französischen Départements.
Die Größe der Counties variiert aber auch zwischen den einzelnen Staaten, wobei Counties im Westen der USA deutlich größer sind als die im Osten. So ist ein County in Ohio 1.138 km² und in Georgia 888 km² groß, während sie in westlichen Staaten wie Kalifornien (3.977 km²) und Utah (6.286 km²) deutlich größer sind.
Nach der Fläche ist das größte County der North Slope Borough in Alaska. Er kommt auf 245.435 km² (mehr als zwei Drittel der Fläche von Deutschland). Das kleinste ist New York County (umfasst nur Manhattan) mit 87,5 km². In den 48 Kernstaaten ist San Bernardino County in Kalifornien mit einer Fläche von 52.073 km² (größer als Niedersachsen) am größten. Berücksichtigt man die unabhängigen (kreisfreien) Städte, ist Falls Church mit 5,0 km² das kleinste Verwaltungseinheit mit Countyaufgaben.
Ein County hat durchschnittlich eine Bevölkerung von etwa 100.000, im Median laut Bevölkerungszählung im Jahr 2000 von 24.544 Einwohnern. 2000 hatten nur 16,1 % der Counties eine Einwohnerzahl von über 100.000.
Mit einer Einwohnerzahl von 9,95 Mio. am größten ist Los Angeles County in Kalifornien, am kleinsten ist Loving County in Texas mit 62 (Stand 2005) Einwohnern.
Alabama | Alaska | Arizona | Arkansas | Colorado | Connecticut | Delaware | Florida | Georgia | Hawaii | Idaho | Illinois | Indiana | Iowa | Kalifornien | Kansas | Kentucky | Louisiana | Maine | Maryland | Massachusetts | Michigan | Minnesota | Mississippi | Missouri | Montana | Nebraska | Nevada | New Hampshire | New Jersey | New Mexico | New York | North Carolina | North Dakota | Ohio | Oklahoma | Oregon | Pennsylvania | Rhode Island | South Carolina | South Dakota | Tennessee | Texas | Utah | Vermont | Virginia | Washington | West Virginia | Wisconsin | Wyoming