Der De hypothesibus motuum coelestium a se constitutis commentariolus (commentariolus, lat. kleiner Kommentar) wurde vermutlich um das Jahr 1509 herum von Nikolaus Kopernikus in Heilsberg im Ermland verfasst.
Er beschrieb darin die Grundzüge seines Heliozentrischen Weltbildes, der Theorie von der Sonne als Mittelpunkt der Planetenkreise und der durch die Drehung der Erde scheinbaren Bewegung der Fixsterne. Sein (mathematisches) Planetenmodell entspricht dem geozentrischen Modell des syrischen Astronomen Ibn al-Shatir (1304-1375). Kenntnisse darüber könnte er von den Almanachen auf die Jahre 1510 und 1512 von Johannes Engel erlangt haben. Auch kündigte er in dieser Schrift eine ausführlichere mathematische Ausarbeitung seiner Theorien an.
Den Commentariolus machte er jedoch nur Vertrauten zugänglich, um sich nicht dem Spott der Fachwelt auszusetzen. Trotzdem lernten und lehrten Kollegen auf Basis dieser Arbeit. Johann Albrecht Widmannstetter hielt 1533 eine Vortragsreihe in Rom. Pabst Clemens VII. liess sich persönlich unterrichten. In den 1530er Jahren wurde der nun über 60-Jährige von mehreren Seiten zur Publikation gedrängt, so auch 1536 von Nikolaus Kardinal Schönberg, der die Druckkosten übernehmen wollte.
Erst 1543, drei Jahrzehnte nach dem Commentariolus, veröffentlichte er dann sein Hauptwerk De revolutionibus kurz vor seinem Tode. Es wurde 1540 vorab von Rheticus unter dem Titel Narratio Prima beschrieben.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."