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Ursprünglich hatte das Wort Chronologie (von griechisch χρόνος, chrónos, „Zeit“ und λόγος, lógos, „Lehre“) schlicht die Bedeutung ‘Lehre von der Zeit’. Aber heutzutage wird unterschieden:
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So wie die Chorologie die Die Lehre vom Raum darstellt, ist Chronologie allgemein eine Methodik der wissenschaftlichen Phänomenologie, Aspekte von Erscheinungen zu untersuchen. Weil aber allgemein die Physik die Lehre von Raum und Zeit ist, und alle wissenschaftlichen Disziplinen sich implizit auf Zeiträume beziehen, ist der Name speziell in der folgenden Bedeutung geläufig.
Die Chronologie kennt als Zeitrechnung die natürliche kosmische Zeitordnung (Tag, Mondmonat, Sonnenjahr), die zyklische Zeitordnung (Kalender) und die lineare Zeitordnung (Jahreszählung) als Repräsentation des physikalischen Zeitkonzepts. Die bekannten Termini Kalender und Jahreszählung („Jahreszählung“ in der Bedeutung von einem linearen System von nummerierten Kalenderjahren) betreffen diese letzteren zwei komplementäre Grundbegriffe der Chronologie; die Astronomische Chronologie ist ein zusätzliches interdisziplinäres Fachgebiet zwischen der Chronologie und der Astronomie und ist als solche auch eine Hilfswissenschaft der Geschichtswissenschaft.
Mit ihrer Hilfe oder der Hilfe von zum Beispiel der Archäologie oder der vergleichenden Textwissenschaft werden zeitliche Abfolgen historischer Ereignisse bestimmt.
Die Unterscheidung zwischen relativer und absoluter Chronologie ist in der Archäologie und der Geologie/Paläontologie üblich:
In dieser Unterscheidung spiegeln sich die Gegensätze zwischen dem physikalischen und dem geschichtswissenschaftlichen Zweig der Chronologie, und das Kalenderwesen schafft den Rahmen, die zwei methodischen Ansätze zu vergleichen, so dass man einer gewonnenen Datierung ein gültiges Datum zuweisen kann.
Die Dreiteilung in die drei grundlegenden Aspekte von Chronologie hat sich erst im Laufe der Geschichte der Wissenschaft herausgebildet:
So war der von Dionysius Exiguus eingeführte und um das Jahr 730 von Beda Venerabilis in Gebrauch genommene zur Christlichen Jahreszählung gehörende Kalender während mehr als acht Jahrhunderten der Julianische Kalender, dann seit dem Jahr 1582 der Gregorianische Kalender. Beda Venerabilis kann als der wichtigste Chronologe des ersten Jahrtausends betrachtet werden, weil er der Erste war, der die Christliche Zeitrechunung tatsächlich als ein vollwertiges System für das Datieren von historischen Ereignissen verwendete. Er war somit der große Promotor der Jahreszählung, die schließlich weltweit die einzig übliche werden sollte.
Im römischen Altertum wurde oft gezählt ab einem vermeintlichen Gründungsjahr der Stadt Rom. In Wirklichkeit jedoch bestand die „Anno Urbis Conditae“-Jahreszählung – ebenso wie die „Anno Domini“-Jahreszählung – noch nicht im Altertum, denn sie wurde nicht früher als um das Jahr 400 zum ersten Mal systematisch gebraucht, nämlich von dem iberischen Historiker Orosius. Obwohl Dionysius Exiguus die „Anno Urbis Conditae“-Jahreszählung wahrscheinlich kannte (aber nie gebrauchte), scheint Papst Bonifatius IV. (um das Jahr 600) der erste gewesen zu sein, der den Zusammenhang zwischen jenen zwei wichtigen Jahreszählungen (i.e. AD 1 = AUC 754) erkannte. Dionysius Exiguus’ „Anno Domini“-Ära, die nur Kalenderjahre nach Christus enthält, wurde von Beda Venerabilis zu der vollständigen christlichen Jahreszählung erweitert (die auch Kalenderjahre vor Christus enthält aber kein Jahr Null). Zehn Jahrhunderte nach Beda nahmen die Französischen Astronomen Philippe de La Hire (im Jahr 1702) und Jacques Cassini (im Jahr 1740) – lediglich um bestimmte astronomische Berechnungen zu erleichtern – das (im Jahr 1583 von Joseph Scaliger vorgeschlagene) Julianische System und hiermit eine astronomische Jahreszählung in Gebrauch die ein Schaltjahr Null enthält, das dem Jahr 1 (nach Chr.) vorausgeht jedoch nicht exakt zusammenfällt mit dem Jahr 1 vor Christus. Astronomen haben aber nie ernsthaft vorgeschlagen, unsere Zeitrechnung zu ersetzen durch die astronomische Jahreszählung (die übrigens exakt zusammenfällt mit der Christlichen Ära, soweit es die Kalenderjahre nach dem Jahr 4 betrifft).
Spezifische Chronologien