Christian II. (* 1. Juli 1481 in Nyborg; † 25. Januar 1559 in Kalundborg) war von 1513 bis 1523 König von Dänemark und Norwegen sowie von 1520 bis 1523 König von Schweden.
Christian II. war der dritte Sohn von Johann I. von Dänemark und dessen Gemahlin Christina von Sachsen. Während seiner Zeit als Vizekönig von Norwegen von 1506 bis 1513 lernte er seine Geliebte Dyveke Sigbritsdatter (die holländische Duyveke Siegfriedsdochter) kennen, deren Mutter Sigbrit Villoms (Holländisch: Sigrid Willems) großen politischen Einfluss auf ihn ausübte.
Während die dänischen und norwegischen Reichsräte Christian nach dem Tod seines Vater gegen die üblichen Handfesten zum König wählten, weigerten sich die Schweden und versuchten die Kalmarer Union infragezustellen. Als Reichsverweser regierte Sten Sture der Jüngere, während Erzbischof Gustav Trolle die pro-dänische Partei vertrat. Mehrere Versuche, Schweden unter dänische Herrschaft zu zwingen, scheiterten. Erst 1520 besiegte Christian II. mit einer Söldnerarmee die Schweden. Sten Sture fiel, doch seine Witwe Christina Gyllenstierna versammelte die Patrioten um sich und leistete bis in den Herbst hinein Widerstand, ehe sie nach der Zusicherung einer Amnestie für ihre Anhänger und gegen das Versprechen, dass Schweden nach schwedischem Recht regiert würde, kapitulierte. Christian II. brach seine Versprechen unverzüglich: Als er am 1. November 1520 zum König gekrönt wurde, führte er ein erbliches Königtum ein, obwohl Schwedens Recht (wie auch in Dänemark und Norwegen) ein Wahlkönigtum vorsah.
Am 7. November ließ er führenden schwedische Adlige, die Gustav Trolle ihm als seine Gegner vorstellte, verhaften und hinrichten. Dieses Massaker ging als Stockholmer Blutbad in die Geschichte ein, brachte Christian in Schweden den Beinamen der Tyrann ein und führte zur von Gustav I. Wasa angeführten Rebellion der Schweden. Im Kampf gegen diesen erwies sich sein Flottenführer Søren Norby als einer seiner treuesten Gefolgsleute.
Christian versuchte, den erdrückenden Einfluss des Adels und des Reichsrats zurückzudrängen, und förderte stattdessen die aufblühenden Städte und Kaufleute und stärkte sie auch gegenüber der Hanse. Auch die Landbevölkerung profitierte von seiner gegen die Allmacht des Adels gerichteten Politik.
Auch in Dänemark und Norwegen erhob sich der Adel gegen ihn und zwangen ihn 1523 zur Flucht in die Niederlande. Sein Onkel Friedrich I. folgte ihm 1523 auf dem dänischen und norwegischen Thron. Obwohl sein Schwager Kaiser Karl V. ihn wegen der schlechten Behandlung seiner Schwester Isabella nicht unterstützte, versuchte Christian 1531/1532 vergeblich die Rückeroberung Norwegens. Nachdem seine Niederlage unausweichlich geworden war, blieb ihm keine Wahl als zu Verhandlungen zu seinem Onkel Friedrich I. nach Kopenhagen zurückzukehren, wo er gefangen genommen und zunächst auf Schloss Sonderburg und ab 1549 bis zu seinem Tod auf Schloss Kalundborg inhaftiert blieb.
Bei der Bürgern und Bauern erfreute er sich auch nach seiner Absetzung größter Beliebtheit, was sich in der Grafenfehde offenbarte, als sich nicht nur die Städte Malmö und Kopenhagen Christoph von Oldenburg anschlossen mit dem Ziel, Christian II. zurück auf den Thron zu bringen, sondern auch sich die Bauern unter Skipper Clement erhoben.
Am 12. August 1515 vermählte er sich mit Isabella von Österreich, Schwester von Kaiser Karl V., die ihm folgende Kinder schenkte:
| Vorgänger |
König von Dänemark 1513–1523 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
König von Norwegen 1513–1523 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
König von Schweden 1520–1523 |
Nachfolger Gustav I. Wasa (seit 1521 bereits Regent) |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Christian II. |
| KURZBESCHREIBUNG | König von Dänemark und Norwegen und von 1520 bis 1523 König von Schweden (1513 bis 1523) |
| GEBURTSDATUM | 1. Juli 1481 |
| GEBURTSORT | Nyborg |
| STERBEDATUM | 25. Januar 1559 |
| STERBEORT | Kalundborg |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."