| Chlumec | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | Tschechien | |||
| Region: | Ústecký kraj | |||
| Bezirk: | Ústí nad Labem | |||
| Fläche: | 1288 ha | |||
| Geographische Lage: | 50° 42′ N, 13° 56′ O50.69722222222213.938888888889235Koordinaten: 50° 41′ 50″ N, 13° 56′ 20″ O | |||
| Höhe: | 235 m n.m. | |||
| Einwohner: | 4.402 (28. August 2006) | |||
| Postleitzahl: | 400 10 - 403 39 | |||
| Struktur | ||||
| Status: | Gemeinde | |||
| Ortsteile: | 5 | |||
| Verwaltung (Stand: 2007) | ||||
| Bürgermeister: | Roman Hanusch | |||
| Adresse: | Krušnohorská 39 403 39 Chlumec |
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| Website: | www.chlumec.cz | |||
Chlumec (deutsch Kulm) ist eine Gemeinde mit 4417 Einwohnern in Tschechien. Sie befindet sich fünf Kilometer nordöstlich von Krupka und gehört zum Okres Ústí nad Labem. Die Kastasterfläche beträgt 1288 ha.
Inhaltsverzeichnis |
Der Ort am Chlumecký potok liegt in 235 m ü.M. am südlichen Fuße des Osterzgebirges unterhalb des Mravenčí vrch (557 m). Hausberg von Chlumec ist der Horka (Kapellenberg) am nordöstlichen Ortsrand. Nachbarorte sind Stradov und Přestanov im Westen, Chabařovice und Český Újezd im Süden sowie Žandov im Nordosten.
Chlumec liegt an der Staatsstraße 13 von Teplice nach Děčín Eisenbahn Děčín - Krupka, von der am Ortrand die Staatsstraße 30 nach Ústí nad Labem abzweigt. Die Straßenführung von Teplice nach Ústí nad Labem ist gleichzeitig Teil der Europastraße 442.
Südöstlich wird Chlumec vom Ždírnický potok (Sernitz) umflossen. Jenseits der Sernitz erstreckt sich ein ehemaliges Braunkohlenbergbaugebiet mit mehreren Tagebaurestlöchern. Durch dieses Terrain, in dem neben Industriegebiet um die alte Schmelze auch der Sportflugplatz von Ústí nad Labem (LKUL) gelegen ist, führt die Trasse der Autobahn D 8.
Die erste Erwähnung von Chlumec erfolgte gemeinsam mit Ústí nad Labem Jahre 993 als Zollplätze. In Chlumec kreuzten sich mit der Lausitzer Straße und dem Sorbenweg bedeutsame Handelswege, aber nach einer Änderung der Wegeführung des Kulmer Steig verlor Chlumec 1228 seine Funktion als Zollstelle. Seit 1352 ist in Chlumec eine Kirche nachweisbar.
Zu den bedeutendsten Besitzer von Chlumec gehört die Geisinger Bergbauunternehmerfamilie Kölbel, die den Ort 1486 von den Herren von Rybnice erwarb. 1596 ließ Peter Kölbel ein Renaissanceschloss errichten. Nach der Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg wurde der Besitz von Peter Kölbel konfisziert und 1623 an die Freiherren von Strahlendorf verliehen. 1640 ging Chlumec an die Herren von Kolowrat über und gelangte 1758 durch Heirat an die Grafen von Thun und Hohenstein. 1691 ließ Johann Franz Graf Kolowrat-Krakowsky anlässlich der Verschonung beim Pestausbruch von 1680 auf dem Horka eine Kapelle im italienischen Barockstil errichten, zu der von der Dorfkirche ein Kreuzweg mit 14 Stationen angelegt wurde.
Um 1780 wurde das alte Schloss durch einen barocken Neubau ersetzt, an den sich eine Schlossbrauerei anschloss. Umgeben war das Schloss von einem englischen Park.
1830 wurden die Grafen von Westphalen-Fürstenberg Besitzer von Chlumec. Josef Klement Graf von Westphalen ließ auf dem Horka unter der Kapelle eine Familiengruft errichten. 1833 hatte Kulm 620 Einwohner. 1847 erfolgte der Bau einer neuen Kirche an Stelle des Vorgängerbaus aus dem Jahre 1590. 1875 schuf der Maler Ernst Gustav Doerell sein romantisches Gemälde vom Schlossteich mit dem Erzgebirge im Hintergrund. 1932 hatte Kulm 1091 Einwohner.
Bedingt durch die günstige Verkehrslage und die angrenzende Natur des Erzgebirges ist die Einwohnerzahl des Ortes nach wie vor ansteigend.
Im Ort wird jährlich am Tage der Schlacht von 1040 des Historienspektakel Bitvy u Chlumce veranstaltet. Weiterhin findet in Chlumec das traditionelle Folk & Country - Musikfestival Chlumecký guláš statt.
Der Ort war in Laufe seiner Geschichte mehrmals Schauplatz bedeutender Schlachten. Die Erste Schlacht bei Chlumec ereignete sich 1040, als Kaiser Heinrich III. gegen den böhmischen Herzog Břetislav I. zu Felde zog und bei Chlumec geschlagen wurde. Zu dieser Zeit war Chlumec ein befestigter Ort; als Standort der Feste wird der Hügel Horka angesehen.
Am 18. Februar 1126 fand die Zweite Schlacht bei Chlumec statt. Diesmals war es Herzog Sobieslavs I., der das Heer des Kaisers Lothar III. und des Herzogs Otto II. von Mähren besiegte. Die genaue Lage des Schlachtfeldes ist nicht überliefert; die Schlacht kann auch am Lotarův vrch (Lotterberg) bei Jílové stattgefunden haben.
In den napoleonischen Kriegen war Chlumec Schauplatz einer dritten Schlacht. Am 29. und 30. August 1813 versuchten französische Truppen unter Dominique Joseph Vandamme den Durchbruch nach Böhmen und wurden dabei in der Schlacht bei Kulm von den verbündeten Truppen unter Friedrich Emil Ferdinand Heinrich von Kleist geschlagen. Dabei wurde das Dorf fast vollständig zerstört.
Erneute Kämpfe erfolgten in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, als im Schloss eine Versorgungseinheit der SS einquartiert war. Auf dem Horka waren Flak und im Schlosspark schwere Maschinengewehre stationiert, die noch am 8. Mai 1945 ein sowjetisches Erkundungsflugzeug unter Beschuss nahmen. Beim noch am selben Tage unternommenen Vergeltungsbombardement starben insgesamt 86 Menschen, und das Schloss, die Mühle und weitere Häuser wurden zerstört. Noch im Dezember 1971 wurde ein Blindgänger dieses Angriffs aufgefunden.
Zur Gemeinde Chlumec gehören die Ortsteile Český Újezd (Böhmisch Neudörfel), Stradov (Straden), Střížovice (Strisowitz) und Žandov (Schanda). Die Katasterfluren des abgebaggerten Dorfes Hrbovice (Herbitz) gehören ebenfalls zu Chlumec.
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Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."