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| Buckau | |
|---|---|
| Lage | Nordrand des Hohen Fläming, Fiener Bruch, Brandenburg-Neustädter Heide |
| Länge | 35 km |
| Quelle | südlich von Görzke |
| Quellhöhe | 95 m |
| Mündung | Südufer des Breitlingsees52.36571912.4622228Koordinaten: 52° 21′ 56,6″ N, 12° 27′ 44″ O 52° 21′ 56,6″ N, 12° 27′ 44″ O52.36571912.4622228 |
| Mündungshöhe | 28 m |
| Höhenunterschied | 67 m |
| Einzugsgebiet | 427,8 km² |
| Rechte Nebenflüsse | Riembach, Verlorenwasser |
| Kleinstädte | Ziesar |
Die Buckau ist ein Nebenfluss der Havel in Brandenburg.
Sie zählt zu den vier bedeutenden Gewässern auf der Nordseite des Hohen Fläming: Buckau, Plane, Verlorenwasser, Temnitz. Der Fluss ist 35 km lang und mündet in den Breitlingsee, der von der Havel durchflossen wird.
Inhaltsverzeichnis |
Der Name der Buckau ist slawischen Ursprungs und bedeutet "Buchenbach". In mittelalterlichen Urkunden wird die Buckau auch mitunter "Grobion" genannt, was in Zusammenhang mit der Wüstung "Gräben" zu sehen ist, die an ihrem Unterlauf - kurz vor der Mündung lag. Heute verweist noch der Wohnplatz Wendgräben auf die aufgelassene Siedlung des Mittelalters.[1]
Die Buckauquelle liegt ca. 1 km von Görzke, südlich neben der Straße nach Reppinichen, am südöstlichen Abhang des 126 m hohen Bullenberges. Nachdem die Buckau Görzke westlich passiert hat, nimmt sie an der Birkenreismühle zwischen den Dörfern Rottstock und Buckau an der Bundesstraße 107 den etwa gleich langen Riembach auf, der auch als zweiter Quellbach der Buckau bezeichnet wird. Dieser hat seinen Ursprung nordöstlich von Görzke, zwischen Görzke und der Wüstung Dangelsdorf am Rand der Nonnenheide.
Die Buckau durchfließt dann das gleichnamige Dorf, fließt östlich an Köpernitz und dann in etwa 2 km Abstand östlich an Ziesar vorbei. Bei Bücknitz (Name stammt von der Buckau, „Buckaudorf“) verlässt die Buckau den Fläming und hat von hier aus einen ausgedehnten Schwemmkegel fast bis zur Mitte des Fiener Bruchs hinein aufgeschüttet. Die Buckau fließt am Ostrand ihres Schwemmkegels nordöstlich quer durch das Fiener Bruch, das ein Teil des Glogau-Baruther Urstromtals ist, und dann am Nordrand des Bruchs, am Südrand der in der Saale-Eiszeit entstandenen Karower Platte, an Viesen und Mahlenzien vorbei nach Osten. Dabei umfließt sie östlich den Mahlenziener Sander (Marcinek 1961).[2]
Nachdem die Buckau ca. 1 km östlich des Brandenburger Ortsteils Mahlenzien ihren Nebenfluss Verlorenwasser aufgenommen hat, wendet sie sich in einem weiten Bogen wieder nach Norden. Dabei berührt sie die Brandenburger Wohnplätze „Neue Mühle“ und „Wendgräben“, die seit alters her zu Brandenburg an der Havel gehören und vom Siedlungstypus her Waldweilersiedlungen sind.[2] Wenige Hundert Meter hinter Wendgräben unterquert die Buckau die heute sogenannte „Magdeburger Heerstraße“, die seit dem Mittelalter genutzte alte Handelsstraße von Magdeburg über Ziesar nach Brandenburg an der Havel, und einen knappen Kilometer nördlich die Eisenbahnlinie Berlin – Magdeburg.
Hinter der Eisenbahnbrücke beginnt der Mündungsbereich in einem dichtbewachsenen, sumpfigen und deltaähnlichen Gelände. Der eigentliche Ausfluss erfolgt in gerader West-Ost-Verlängerung zur 450 m entfernten Südspitze der Insel Kiehnwerder, welche den Möserschen See vom Breitlingsee trennt. Die Buckau ist das letzte Fläminggewässer, welches in die Havel mündet.
Mit dem Fiener Bruch wird in der Buckau eine Fließgeschwindigkeit von 0,2 bis 0,3 m/s gemessen. Der Havel führt das Flüsschen etwa 2 m³/s Wasser zu. Dabei entwässert die Buckau ein Einzugsgebiet von 427,8 km².[2]
Die Buckau ist nicht schiffbar. Ihre einzige wirtschaftliche Bedeutung liegt daher heute in der Speisung einiger Fischteiche und als Angelgewässer selbst. Eine wirtschaftliche Nutzung als mühltreibendes Gewässer, wie sie zu früheren Zeiten vielfach bestand, erfolgt heutzutage nicht mehr. Dagegen gewinnt eine touristische Nutzung des landschaftlich besonders reizvollen Flussgebiets der Buckau mit seinen Auen und Mischwäldern immer mehr an Bedeutung.