Unter Brigant (von italienisch brigare, kämpfen, streiten) versteht man
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In Italien, vor allem in Süditalien, u. a. in Kampanien, Kalabrien, Apulien den Abruzzen und in der Basilikata, dem unwegsamen Berggelände des antiken Lukaniens, wird die Erinnerung an die Briganten bis heute gepflegt. Zunächst lediglich ein Unwesen vor allem durchreisende Kutschen überfallender Banditen, wuchs sich das Brigantaggio, das Brigantenwesen, seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer politischen Bewegung aus. Politisch motivierte Briganten hatte es allerdings schon in der Zeit der Römischen Republik gegeben. Auch zur Zeit der Französischen Revolution gab es Briganten-Gruppen, die die französischen Ideen einer Republik gewaltsam nach Italien tragen wollten.
Viele Briganten-Banden am Vorabend der italienischen Einigung rekrutierten sich aus verelendeten Bauern und Tagelöhnern als anarchische Protestbewegung gegen die reichen Großgrundbesitzer. Im Zuge der italienischen Einheitsbewegung des Risorgimento schlossen sich die Briganti um den legendären Carmine Donatelli Crocco der Bewegung an und unterstützten die Freischärler Giuseppe Garibaldis. Enttäuscht von aus ihrer Sicht nicht eingehaltenen Versprechungen wie Demokratisierung und eine umfassende Landreform, zogen sich die Briganten nach der Machtübernahme durch König Viktor Emanuel II. in die Wälder zurück und terrorisierten von dort aus vor allem die Landbesitzer und die Obrigkeit. Crocco, im Volk „re dei re“ (König der Könige) genannt, befehligte zeitweise 43 Banden mit mehreren Tausend meist berittenen Mitgliedern. Die kursierenden Geschichten um die verwegen gekleideten Bandenmitglieder und ihre Geliebten, Brigantesse genannt, verklärten die Banditen zu Volkshelden wie Robin Hood. Crocco, später fast vierzig Jahre lang bis zu seinem Tod 1905 in Haft, verfasste im Gefängnis seine noch heute in der Basilikata gerne gelesenen Memoiren. Viele Briganten, die der Verhaftung entgehen konnten, wanderten später in die USA aus. Zahlreiche Lieder, Geschichten, populäre Bücher, wissenschaftliche Abhandlungen und einschlägige Internet-Seiten befassen sich in Italien bis heute mit dem Thema der Briganti; im italienischen Sprachgebrauch werden die als politisch motiviert eingestuften Briganti klar von den als simple Räuber betrachteten Banditi unterschieden.
Auch der Mythos lebt bis heute: So finden in Brindisi Montagna alljährlich in einem Freilichttheater Festspiele statt, bei denen Hunderte von Laienschauspielern die Geschichte der Briganten wieder aufleben lassen. Im historischen Themenpark Grancia sind Szenen aus dem Leben der Briganti nachgestellt. Der Figur des Crocco leiht der bekannte Schauspieler Michele Placido („Allein gegen die Mafia“) seine Stimme.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."