Als Breitenkreis bezeichnet man jeden Kreis, der alle Punkte der gleichen geographischen Breite auf der Erdoberfläche verbindet. Nach einer anderen gängigen Definition ist ein Breitenkreis der Umfang eines kreisförmigen Schnitts der Erdkugel mit einer orthogonal zur Erdachse im Raum liegenden Ebene. Eine vor allem in der Navigationslehre übliche andere Bezeichnung für den Breitenkreis lautet Breitenparallel.
Die Breitenkreise umspannen die Erde in Ost-West-Richtung und verlaufen parallel zum Äquator, während die Längenkreise immer beide Pole durchlaufen. Außer dem Äquator, der einen Großkreis bildet, sind alle Breitenkreise Kleinkreise. Der Abstand zwischen zwei Breitenkreisen mit einem Breitenunterschied von einem Grad beträgt überall annähernd 111 km.
Die Breitenkreise, werden nach nördlicher und südlicher Breite unterschieden, je nachdem, ob sie sich nördlich oder südlich des Erdäquators befinden, der in diesem Zusammenhang als nullter Breitengrad zählt und die Erde damit in eine nördliche und eine südliche Hemisphäre teilt. Er ergibt sich aus der Natur einer rotierenden Kugel, während der Nullmeridian von Greenwich eine willkürliche Definition ist. Die Festlegung auf Greenwich war aus Statusgründen nicht unumstritten. Mitte des 19. Jahrhunderts musste sich Greenwich als Nullmeridian-Konvention gegen jenen von Paris bzw. Ferro und jenen von Sankt Petersburg "durchsetzen".
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Der Radius der Breitenkreise nimmt mit dem Kosinus der geographischen Breite β zu den Polen hin ab und beträgt daher auf einer Kugel mit Radius R genau r = R·cos β; im Gegensatz dazu haben die Längenkreise immer den Radius der Erdkugel, weil sie über die Pole laufen.
Als französische Wissenschaftler gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Definition des Meters vornahmen, war die Gleichsetzung des Erdumfangs mit 4 x 10 Millionen Metern geplant. Die Differenz von rund 9 km auf 40.000 km geht auf unvermeidliche kleine Messfehler und rostende Maßstäbe der zwei damaligen Expeditionen (Lappland und Peru) zurück. Dass man das Meter nicht den Breiten-, sondern den Längenkreisen anpassen wollte, hatte vor allem zwei Gründe:
Spezielle Breitenkreise sind der bereits erwähnte Äquator, die Wendekreise, die Polarkreise und die Pole.
Der Erdäquator ist der längste Breitenkreis und teilt die Erde in zwei Hälften. Er hätte auf einer mit der tatsächlichen Erdfigur volumensgleichen Kugel (R = 6371,2 km) eine Länge von 40.032 km. Tatsächlich ist die Erde jedoch um 0,3 Prozent abgeplattet, so dass der Äquator eines global gemittelten Erdellipsoids ca. 40.075 km Länge besitzt, ein Längenkreis hingegen nur ca. 40.009 km.
Spezielle Breitenkreise sind auch jene "Wendekreise", die dem maximalen nördlichen und südlichen Sonnenstand entsprechen. Sie liegen jeweils auf 23° 27' Breite, entsprechend der Schiefe der Ekliptik. Auf diesen zwei Wendekreisen (auch Wendekreis des Krebses bzw. des Steinbocks genannt) steht die Mittagssonne zu Beginn unseres astronomischen Sommers beziehungsweise Winters (für die Nordhemisphäre 21. Juni bzw. 21. Dezember) genau im Zenit.
Die Polarkreise wiederum sind jene zwei Breitenkreise, auf denen die Sonne an diesen Tagen der Sonnenwende gerade nicht mehr untergeht bzw. nicht mehr aufgeht. Sie haben vom Nordpol und Südpol denselben Abstand wie die Wendekreise vom Äquator, sind also auf 66° 33' nördlicher und südlicher Breite.
Polseitig dieser zwei Polarkreise - die de facto aber wegen der "astronomischen Refraktion" auf etwa ± 67° 12' liegen - gibt es die Erscheinung der Mitternachtssonne (Polartag) bzw. im Winter die (1-wöchige bis 26-wöchige) Polarnacht.
Die Pole der Erde liegen auf dem jeweiligen 90. Grad südlicher bzw. nördlicher Breite. Sie sind als Spezialfälle auch keine Umkreise der Erde mehr sondern nur noch Punkte und definiert durch das Zusammenlaufen aller Längengrade.
Breitenkreise werden oft als Grenze zwischen Ländern oder Regionen genutzt, vor allem in Nordamerika.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."