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Brehms Tierleben :

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Brehms Tierleben

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Titelblatt der 2. Auflage
Titelblatt der 2. Auflage

Brehms Tierleben ist ein Nachschlagewerk, durch das sein Verfasser Alfred Edmund Brehm (1829–1884) weltbekannt wurde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Editionsgeschichte

[Bearbeiten] Originalausgaben im 19. Jahrhundert

Alfred Brehm schrieb als freier Schriftsteller Aufsätze und Reiseberichte für populärwissenschaftliche Zeitschriften über zoologische Themen, die er ab 1863 auch in Form einzelner Lieferungen mit einem Umfang von jeweils etwa 48 Seiten beim Bibliographischen Institut veröffentlichte [1].

Der Erfolg brachte ihm 1860 einen Vertrag für eine zehnbändige zoologische Enzyklopädie ein. Die Arbeit daran wurde durch Reisen nach Abessinien, Skandinavien und Sibirien unterbrochen, aber auch bereichert. Die ersten sechs Bände des Illustrirten Thierlebens erschienen 1863–1869 im Bibliographischen Institut (Hildburghausen) unter dem Verleger Herrmann Julius Meyer. Sie fanden in weiten Kreisen und im Bildungsbürgertum großen Anklang.

Ab der zweiten Auflage (zehn Bände 1876–1879, neu gedruckt 1882–1887) hieß das Werk bereits Brehms Thierleben. Brehm selbst hatte die sechs Bände über die Wirbeltiere verfasst und einen der später erschienenen Bände. Das Werk machte den Autor weltweit bekannt und ist bis heute ein Begriff, auch wenn die Forschung inzwischen weit über Brehms Wissen hinaus gegangen ist.

Die größte Veränderung in der zweiten Auflage waren wohl die neuen Illustrationen von Gustav Mützel (1839–1893) und Eduard Oscar Schmidt (Entomologe, 1823–1886), von denen Charles Darwin äußerte, sie seien die besten, die er je in einem Werk gesehen habe.

Zur Beliebtheit der Thierleben-Bände trugen die Illustrationen erheblich bei, deren spezieller Stil von Robert Kretschmer (1818–1872) geprägt wurde und die zoologische Fachliteratur sehr beeinflusste.

Die dritte Auflage folgte 1890–1893 und wurde vom Bibliographischen Institut Leipzig in mehrere Sprachen übersetzt und unter anderem von dem 1896 in St. Petersburg gegründeten Verlag Proswestschenie (Aufklärung) vertrieben [2].

Neben den großen Ausgaben erschienenen auch Tafelwerke sowie Volks- und Schulausgaben (1868/70. 1873/74, 1879, 1883, 1892/93).

[Bearbeiten] 20. Jahrhundert

Auch im 20. Jahrhundert erlebte das Werk weitere Auflagen, in die auch zunehmend Farbtafeln integriert wurden. Die Auflagen wurden meist mehrfach nachgedruckt und erschienen in unterschiedlichen Ausstattungen, beispielsweise mit Rückenvignetten und Rückengoldprägungen, als großformatige Halblederbände oder im Leineneinband.

Eine von Otto Evers bearbeitete zweite Originalausgabe erschien 1927 im Uhlenhorst Verlag, Curt Brenner, Hamburg.

Die 4. Auflage umfasste dreizehn Bände und wurde von Prof. Dr. Otto zur Strassen herausgegeben (Leipzig und Wien: Bibliographisches Institut 1911-1918). Es erschienen bis Ende der 1920er Jahre mehrere Nachdrucke. Diese Ausgabe gilt als der letzte "echte" Brehm.

Gliederung:

Während des Zweiten Weltkriegs erschienen gekürzte Volks- und Schulausgaben sowie eine von Walter Ramner völlig neu bearbeitete Auflage in vier Bänden (1942) und eine mehrbändige Feldpostausgabe, von der jedoch nur noch der erste Band erschien (1945) [3].

Ab etwa 1950 erschienen viele einbändige Bearbeitungen mit den „beliebtesten“ Tieren und Originalzeichnungen. Die auch für Laien verständliche Darstellung und die schon bei Brehm anklingende Verhaltensforschung sorgen sicher noch für weitere Auflagen.

1953 gab Dr. Adolf Meyer-Abich für den Hamburger Germany Standard Verlag eine Neuausgabe von Brehms Tierleben in zwölf Bände mit 55 Farbdrucktafeln und etwa 360 Zeichnungen heraus, die auf der zweiten und letzten Originalausgabe basierte.

1981 veröffentlichte Theo Jahn für den Prisma-Verlag, Gütersloh, die großformatige Brehms Neue Tierenzyklopädie in zwölf Bänden mit rund 5.000 farbigen Großfotos; die Texte basieren auf der zweiten, überarbeiteten Auflage von Brehms Tierleben.

Gliederung:

[Bearbeiten] Die Neue Brehm-Bücherei

1948 trat der naturkundlich engagierte Pastor und Biologe Otto Kleinschmidt das Brehmsche Erbe an, indem er die Buchreihe Die Neue Brehm-Bücherei (NBB) gründete, die im A. Ziemsen Verlag in Wittenberg Lutherstadt herausgegeben wurde. Mit seinem Konzept – die Bände waren ausgestattet mit vielen Bildern und anschaulichem Text – griff die NBB Alfred Brehms Intention des volksbildnerischen Auftrags wieder auf. Allmählich wuchs die Reihe zu einer immer stärker wissenschaftlich orientierten Monographienserie heran. Zielgruppe waren nicht mehr nur Laien und Hobby-Biologen sondern auch Studenten und Wissenschaftler. 1992, nach der Wende, ging die Buchreihe in den Besitz der Westarp Wissenschaften-Verlagsgesellschaft mbH (Hohenwarsleben bei Magdeburg) über und hat mit Stand von 2008 einen Umfang von 600 Monographien erreicht.

[Bearbeiten] Digitale Bibliothek

Der Berliner Verlag Directmedia Publishing digitalisierte für die Reihe Digitale Bibliothek die kolorierte Ausgabe der zweiten, umgearbeiteten und vermehrten Auflage in zehn Bänden von 1876–1879 und veröffentliche den gesamten Text- und Bildbestand auf CD-ROM (Bd. 76).

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Quellennachweise

  1. Sarkowski 1976: 323
  2. Sarkowski 1976: 130
  3. Sarkowski 1976: 262

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
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Brehms Tierleben - Artikel des Tages

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Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Brehms Tierleben - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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