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Brühl (Quedlinburg)

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Brühl vom Abteigarten aus nach Süden gesehen

Der Brühl ist eine ca. 15 ha große Parkanlage südlich des Schlossberges in Quedlinburg. Die Anlage des Brühlparks ist Bestandteil des Projektes Gartenträume Sachsen-Anhalt, das 40 Gartenanlagen umfasst.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

1179 wurde der Brühl urkundlich als Besitz des Klosters St. Wiperti erwähnt. Die vier Hauptalleen ließ die Äbtissin Anna Dorothea, Herzogin zu Sachsen-Weimar anlegen und mit Linden bepflanzen. Die zwei Diagonalalleen wurden 1757 unter der Äbtissin Anna Amalia, Schwester Friedrichs des Großen angelegt. Nach Aufhebung des Stifts 1803 und Übergang der Stadt an Preußen wurde der Brühl königliches Eigentum. 1818 kam er als Geschenk Friedrich Wilhelm III. in den Besitz der Stadt. Seit 2001 ist der Brühl einer der 40 Parks Gartenträume. Historische Parks in Sachsen-Anhalt.

[Bearbeiten] Denkmäler im Brühl

[Bearbeiten] Literatur

In Theodor Fontanes Roman Cécile ist der Brühl beschrieben [3]:

Diese stimmte zu, freilich mehr aus Artigkeit als aus Überzeugung, weil sie, nach Art aller Berlinerinnen, am Lerntrieb litt und nie genug hören oder sehen konnte. Gordon gab übrigens die Versichrung, es gnädig machen zu wollen. Es seien vier Dinge da, darum sich's lediglich handeln könne: das Rathaus, die Kirche, dann das Schloß und endlich der Brühl, »Der Brühl?« sagte Rosa. »Was soll uns der? Das ist ja die Straße, worin die Pelzhändler wohnen. Wenigstens in Leipzig.«
»Aber nicht in Quedlinburg, meine Gnädigste. Der Quedlinburger Brühl gibt sich ästhetischer und ist ein Tiergarten oder ein Bois de Boulogne mit schönen Bäumen und allerlei Bild- und Bauwerken. Carl Ritter, der berühmte Geograph, hat ein gußeisernes Denkmal darin und Klopstock ein Tempelchen mit Büste. Beide waren nämlich geborne Quedlinburger.«
»Also nach dem Brühl«, seufzte Cécile, die nicht den geringsten Sinn für Tempelchen und gußeiserne Monumente hatte. »Nach dem Brühl. Ist es weit von der Stadt?«
»Nein, meine gnädigste Frau, nicht weit.«

[Bearbeiten] Karten

Hinweise zur Parkstruktur können entnommen werden:

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bernd Feicke: 175 Jahre Klopstockdenkmal im Quedlinburger Brühl, in: Quedlinburger Annalen, Heimatkundliches Jahrbuch für Stadt und Region Quedlinburg 9 (2006), S. 101-105.
  2. Hermann Lorenz: Der Grenzstein am linken Bodeufer vor dem Brühl, in: Am Heimatborn, Beilage zum Quedlinburger Wochenblatt, Nr. 147 (22.11.1927), S. 607f.; weitere Steine vgl. C. C. Voigt, Stadtplan Quedlinburg 1782, s. Karten; Bernd Feicke: Barocke Grenzversteinungen des Amtes (Reinstein-)Westerhausen ..., in: Westerhäuser Heimatblätter 6-7 (1998/99), S. 4-7.
  3. Zitiert aus: http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=676&kapitel=7&cHash=d2d70f22ed2#gb_found
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