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Brühl vom Abteigarten aus nach Süden gesehen
Der Brühl ist eine ca. 15 ha große Parkanlage südlich des Schlossberges in Quedlinburg.
1179 wurde der Brühl urkundlich als Besitz des Klosters St. Wiperti erwähnt. Die vier Hauptalleen ließ die Äbtissin Anna Dorothea, Herzogin zu Sachsen-Weimar anlegen und mit Linden bepflanzen. Die zwei Diagonalalleen wurden 1757 unter der Äbtissin Anna Amalia, Schwester Friedrichs des Großen angelegt. Nach Aufhebung des Stifts 1803 und Übergang der Stadt an Preußen wurde der Brühl königliches Eigentum. 1818 kam er als Geschenk Friedrich Wilhelm III. in den Besitz der Stadt. Seit 2001 ist der Brühl einer der 40 Parks Gartenträume. Historische Parks in Sachsen-Anhalt.
[Bearbeiten] Denkmäler im Brühl
- Am Osteingang vor dem Wasserwerk Denkmal für den Oberbürgermeister Dr. Gustav Brecht. Bronzeplakette von dem in Quedlinburg geborenen Bildhauer Richard Anders.
- Denkmal für den Geographen Carl Ritter, enthüllt 1865, Büste von Eduard Uhlenhuth.
- Ein Denkmal für Friedrich Gottlieb Klopstock, das auf eine Initiative Quedlinburger Bürger von 1824 zurückgeht, befindet sich in der Parkanlage Brühl. Es wurde u. a. durch Veranstaltung eines großen von Carl Maria von Weber geleiteten Musikfestes, auf dem auch die Dessauer Altistin Adelheid Müller sang, finanziert. Sie war die Ehefrau des Dichters Wilhelm Müller, der auch Presseberichte über die Veranstaltung verfasste. Die Büste von Christian Friedrich Tieck befindet sich auf einem Postament von Karl Friedrich Schinkel der auch Architekt des 1831 eingeweihten Ensembles war. Das Denkmal wurde am 7. Juli 1831 enthüllt. [1]
- Denkstein an das Bodehochwasser Silvester 1925
- Letzter erhaltener Grenzstein zwischen Stift und Stadt Quedlinburg der 24 Steine, die auf Grundlage der 1539 getroffenen Vereinbarung zwischen Herzog Heinrich von Sachsen und Äbtissin Anna II. über die Gerichtszuständigkeit des Erbvogtes in der Feldflur und des Concordien-Rezeß' von 1685 zwischen Äbtissin Anna Dorothea und Kurfürst Johann Georg III., der 24 Grenzpfähle zwischen Stadt und Stift festlegte, gesetzt wurden. Die Pfähle wurden 1746 durch sorgfältig bearbeitete Steine ersetzt. Er trägt die Inschrift: Nr. 17. Renovatum 1746. Der Münzenberg und der städtische Teil des Steinholzes (hier sind drei unnummerierte Steine von 1725 erhalten) waren durch besondere Steine abgegrenzt.[2]
Hinweise zur Parkstruktur können entnommen werden:
- Wilfried Ehbrecht, Peter Johanek, Jürgen Lafrenz (Hg.): Deutscher Historischer Städteatlas (Veröff. d. Inst. f. vergleichende Städtegeschichte, Münster), Nr. 1 - Quedlinburg (Autoren: Ulrich Reuling+, Daniel Stracke, Thomas Kaling, Dieter Overhageböck), Münster 2006, Taf. 2.1 (Stadtplan 1782 nach C. C. Voigt), Taf. 4.1 (Quedlinburg, Entwicklungsphasen bis ca. 1900, hier: "Brühlwiese"), Taf. 7 (Quedlinburg, Topographische Karten 1822/23, 1903, 1919/34, 1997).
- ↑ Bernd Feicke: 175 Jahre Klopstockdenkmal im Quedlinburger Brühl, in: Quedlinburger Annalen, Heimatkundliches Jahrbuch für Stadt und Region Quedlinburg 9 (2006), S. 101-105.
- ↑ Hermann Lorenz: Der Grenzstein am linken Bodeufer vor dem Brühl, in: Am Heimatborn, Beilage zum Quedlinburger Wochenblatt, Nr. 147 (22.11.1927), S. 607f.; weitere Steine vgl. C. C. Voigt, Stadtplan Quedlinburg 1782, s. Karten; Bernd Feicke: Barocke Grenzversteinungen des Amtes (Reinstein-)Westerhausen ..., in: Westerhäuser Heimatblätter 6-7 (1998/99), S. 4-7.
Brühl (Quedlinburg) - Artikel des Tages
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre
face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
Femme russe Brühl (Quedlinburg) - In den Nachrichten
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."