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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Leipzig | |
| Landkreis: | Leipzig | |
| Höhe: | 159 m ü. NN | |
| Fläche: | 62,36 km² | |
| Einwohner: | 21 539 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 345 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 04552 | |
| Vorwahlen: | 0 34 33 | |
| Kfz-Kennzeichen: | L (alt: BNA) | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 7 29 050 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 04552 Borna |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeisterin: | Simone Luedtke (Die Linke) | |
Borna ist eine „Große Kreisstadt“ in Sachsen, etwa 30 km südlich von Leipzig. Die Stadt ist der Verwaltungssitz des Landkreises Leipzig.
Inhaltsverzeichnis |
Borna liegt im südlichen Teil der Leipziger Tieflandsbucht, im Naturraum Bergbaurevier Südraum Leipzig. Durch die Stadt fließt der kleine Fluss Wyhra. In der heutigen Umgebung von Borna entstanden im Tertiär umfangreiche Braunkohlevorkommen, deren Förderung im Tagebau in den vergangenen 100 Jahren das Landschaftsbild wesentlich geprägt hat. So sind Berge aus den Abraumhalden der Tagebauaufschlüsse entstanden, und aus den Tagebaurestlöchern wurden durch Flutung das Leipziger Neuseenland mit dem Speicherbecken Borna. Ferner befindet sich das Kohrener Land, eine landschaftlich und kulturell reizvolle Gegend, in der Nähe.
Auf dem heutigen Stadtgebiet Bornas gab es zuerst zwei Siedlungen; Altstadt und Wenigborn. Vor der Stadtgründung gab es auf dem Gebiet der Stadt seit dem 9. Jahrhundert eine Wasserburg. Eine erste urkundliche Erwähnung von Borna als Stadt gab es 1251. In den Kriegen des Mittelalters wurde Borna jedes Mal schwer zerstört und brannte fünfmal nieder. Durch den Ort führten wichtige Heeres- und Salzstraßen (heute B 95 und B 93). Im 12. Jahrhundert gab es bei der Altstadt eine Kaufmannssiedlung, zu der auch die Kunigundenkirche gehörte. Diese Kirche zählt zu den am besten erhaltenen romanischen Backsteinbauten des 12. Jahrhunderts in Mitteldeutschland. Im 14. Jahrhundert wurden das Rathaus, die Stadtkirche St. Marien und die Stadtmauer mit ihren vier Toren errichtet. Von den Toren (Reichstor, Pegauer Tor, Roßmarktsches Tor, Altenburger Tor) blieb allein das Reichstor erhalten, in dem sich heute das städtische Museum befindet. Wirtschaftlich dominierte immer die Landwirtschaft, besonders der Anbau von Zwiebeln, was der Stadt den Spitznamen „Zwibbel-Borne“ einbrachte.
Borna war bis 1918 Garnison des Karabinerregiments, das mit dem Ulanenregiment Nr. 21 die 4. sächsische Kavalleriebrigade bildete.
Mit dem Beginn des Braunkohlenabbaus um 1800 begann die Industrialisierung der Stadt. Dabei dominierte bis in die jüngste Vergangenheit die Braunkohleindustrie. Am 14. Januar 1867 wurde Borna auf Drängen des Bürgermeisters C. Heinrich an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen (Sächsisch-Bayrische Eisenbahn nach Leipzig). Dieser Bahnanschluss Borna–Neukieritzsch war durch private Gelder und die Stadtkasse finanziert worden und war somit die einzige städtische Bahn im Königreich Sachsen. Am 8. April 1872 wurde die Strecke über Geithain nach Chemnitz verlängert.
Berühmte Gäste der Stadt waren: Martin Luther 1522, Zar Alexander I. 1813, Napoléon Bonaparte.
Nach der Stadt ist ein Pferdevirus benannt, das Bornavirus (auch BDV – engl. Borna Disease Virus) der Familie Bornaviridae, verwandt mit dem Tollwutvirus beim Menschen.
1908 fand man in der Nähe der Stadt ein sehr gut erhaltenenes Mammutskelett, das daraufhin Bornaer Mammut genannt und im Museum für Völkerkunde zu Leipzig ausgestellt wurde, bis es im Dezember 1943 infolge eines Bombenangriffs fast vollständig verbrannte.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1998 | 20.598 |
| 1999 | 20.365 |
| 2000 | 20.010 |
| 2001 | 19.616 |
| 2002 | 19.240 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 2003 | 23.200 |
| 2004 | 22.850 |
| 2005 | 22.428 |
| 2006 | 22.561 |
| 2007 | 21.539 |
(jeweils zum 31. Dezember)
Borna besitzt mehrere Sportplätze und eine Hockey-Bahn. Die modernste Sportanlage ist das Rudolf-Harbig-Stadion, in dem der Bornaer SV ab 2006 in der Landesliga Sachsen antritt.
Wie bereits erwähnt, war die Braunkohle-Industrie seit der Entdeckung der Lagerstätten der dominante Wirtschaftszweig in Borna, bis fast alle Betriebe dieser Art nach der Wende wegen Unrentabilität geschlossen wurden. Der größte Arbeitgeber der Stadt ist die Bornaer Zweigstelle der HELIOS Kliniken. In Borna ist im Mai 2006 eines der modernsten Solarkraftwerke der Welt ans Netz gegangen. 438 computergesteuert schwenkbare Kollektoren erzeugen eine Leistung von 3,44 Megawatt, mit denen rund 1800 Haushalte versorgt werden können.
Borna liegt im Schnittpunkt der Bundesstraßen B 93, B 95 und B 176. Einige Kilometer nördlich der Stadt befindet sich zudem die A 38. Im September 2006 wurde die 3,9 km lange östliche Ortsumgehung fertiggestellt. Diese soll einmal Teil der A 72 werden, die von Chemnitz über Borna bis nach Leipzig verlängert werden soll.
Die Stadt liegt im Verbundgebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) GmbH; Borna liegt mit seinen Stadt- u. Ortsteilen, der Gemeinde Deutzen sowie den Städten Kitzscher und Regis-Breitingen in der Tarifzone 153. Ein Anschluss an das Schienennetz besteht seit 1872. Der Bahnhof Borna liegt an der Bahnstrecke Neukieritzsch–Chemnitz, die von der Hauptstrecke Leipzig-Hof in Neukieritzsch abzweigt. Der Bahnhof Borna ist Verkehrshalt folgender Linien:
Durch die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH ist Borna mit den LeoBuslinien 101, 141 und 145 Richtung Espenhain, Zwenkau, Leipzig-Probstheida und Großpösna angebunden. Durch die Thüsac Personenverkehrsgesellschaft mbH werden die Regionalbuslinien 251, 254, 255, 258, 260, 271, 276, 277, 279 und 286 betrieben. Diese Buslinien verbinden Borna mit dem östlichen und südlichen Landkreis Leipzig und dem Landkreis Altenburg im Freistaat Thüringen.
Die Thüsac Personenverkehrsgesellschaft mbH betreibt in der Stadt Borna auch einen Stadtbusverkehr mit den Linien A und B. Während die Linie A nur montags bis freitags, in der HVZ im Einsatz ist, verkehrt die Linie B als Hauptlinie. Diese ist täglich von 4:30 Uhr bis 23:30 Uhr im Einsatz.
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