| Satzzeichen |
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| . , , , ; , : , … , · |
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| (…), […], {…}, 〈…〉 |
| ␠ |
| Sonstige Zeichen |
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| Rechenzeichen |
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| =, ≈, ≠ …, ~, ∝ …, <, > … |
| √, ∫ |
| %, ‰ |
Der Viertelgeviertstrich ist in der Typographie ein waagerechter Strich, der ein Viertelgeviert lang ist. Er wird im Deutschen überwiegend als Bindestrich, Trennstrich oder Ergänzungsstrich verwendet. Er wird auch fälschlicherweise als Minuszeichen oder an Stelle des Halbgeviertstrichs als Gedankenstrich, Bis-Strich oder Streckenstrich verwendet.
Inhaltsverzeichnis |
Der Bindestrich (auch Divis /diˈviːs/ mit Pl. Divise /diˈviːzə/) ist ein Zeichen, das beim Schreiben entweder zur Verbindung oder Gliederung von Wörtern verwendet wird.
I. Generell dient der Bindestrich dazu, Wörter zu gliedern, die zusammengeschrieben zu unübersichtlich wären. Dies trifft auf folgende Fälle zu:
1. Zusammensetzungen mit Abkürzungen, Einzelbuchstaben und Ziffern wie
Verbindungen mit Suffixen werden dagegen nur dann abgetrennt, wenn es sich um eine Zusammensetzung mit einem Einzelbuchstaben handelt, also z. B. der x-te, aber der 9te, abclich, DGBler. Das Suffix -fach darf auch als eigenständiges Wort aufgefasst werden. Wird das Wort nach einer Verbindung aus Ziffern und Suffix fortgesetzt, tritt dort ein Bindestrich ein, z. B. 24er-Gruppe. In Verbindung mit „Jahr“ ist die Schreibweise mit oder ohne Bindestrich wählbar (20er Jahre oder 20er-Jahre).
2. Substantivisch gebrauchte Wortgruppen wie
Ausgenommen davon sind übersichtliche Zusammensetzungen mit Infinitiv wie das Autofahren oder das Inkrafttreten. Regulär gebildete Substantive (Komposita) fallen unabhängig von ihrer Länge nicht unter diese Regel, sondern werden zusammengeschrieben.
3. Zusammensetzungen aus gleichrangigen, nebengeordneten Adjektiven wie
Als übersichtlich gelten dagegen kurze Zusammensetzungen wie süßsauer, insbesondere Farbkombinationen wie schwarzweiß. Nicht gleichrangig sind Adjektive, wenn der erste Bestandteil den zweiten näher bestimmt oder lediglich verstärkende Funktion hat, z. B. bei bitterkalt.
4. Übergeordnete Zusammensetzungen, die einen Bestandteil mit Bindestrich enthalten, müssen ebenfalls mit Bindestrich gekoppelt werden, z. B.
5. Bei Zusammensetzungen mit Wortgruppen muss durchgekoppelt, also Leerzeichen (oder Kommata bei Aufzählungen) durch Bindestriche ersetzt werden, z. B.
Das gilt auch für Zusammensetzungen mit mehrteiligen Eigennamen wie Karl-Marx-Straße, selbst dann, wenn lediglich ein Suffix angefügt wird (z. B. die sankt-gallischen Klosterschätze). Nur beim Suffix -er kann das Leerzeichen erhalten bleiben, z. B. New Yorker statt New-Yorker.
6. Zusammensetzungen mit Eigennamen als hinterem Bestandteil wie
7. sowie Zusammensetzungen gleichberechtigter Eigennamen im Falle von Länder- oder Städtefusionen:
Ortsbezeichnungen mit Sankt und Bad werden abweichend davon getrennt geschrieben. Die Kombination von Vor- und Nachname gilt nicht als Zusammensetzung. Zusammensetzungen, die als Ganzes Eigennamen sind, folgen nicht unbedingt der regulären Rechtschreibung.
Wenn nur der vordere Bestandteil einer Zusammensetzung ein Eigenname ist, wird zusammengeschrieben (z. B. Nildelta), außer wenn der Name besonders hervorgehoben werden soll oder wegen anderen Regeln durch einen Bindestrich abzutrennen ist. Nachgestellte Substantive, die nähere Bestimmungen zu einem geografischen Eigennamen sind, können mit Bindestrich oder getrennt geschrieben werden (München-Ost oder München Ost).
8. Aus dem Englischen stammende Substantivierungen aus Verb plus Adverb wie
Sofern die Lesbarkeit nicht leidet, ist hier auch Zusammenschreibung zulässig, z. B. Standby.
II. In weiteren Fällen bleibt es dem Schreiber überlassen, ob er eine Zusammensetzung für so unübersichtlich hält, dass sie durch Bindestriche gegliedert werden sollte:
1. Wörter, bei denen unterschiedliche Trennung den Sinn verändert
2. Wörter, bei denen das Zusammentreffen bestimmter Buchstaben an den Fugen den Lesefluss stört, z. B.
3. Wörter, die aufgrund ihrer Länge und/oder Komplexität nicht mehr schnell erfasst werden können, wie
Der Bindestrich sollte dabei (zunächst) an der Fuge höchster Ordnung gesetzt werden.
4. Beim Zusammentreffen von drei oder mehr gleichen Buchstaben, z. B.
5. Aus fremden Sprachen stammende Zusammensetzungen aus zwei Substantiven wie
III. Ferner kann der Bindestrich zur Hervorhebung einzelner Bestandteile dienen, z. B. bei
In diesen Fällen ergibt sich die sinnvolle Anwendung des Bindestrichs erst aus dem Kontext bzw. der Intention des Schreibers.
→ Hauptartikel: Deppenleerzeichen
Generell ist im Deutschen eine zunehmende Neigung zu beobachten, Wortbestandteile zu trennen. Zunächst hat das dazu geführt, dass Bindestriche bis an die Grenzen der bestehenden Regeln und darüber hinaus eingesetzt wurden. Inzwischen werden aber auch die Bindestriche selbst immer häufiger durch Leerzeichen ersetzt.
Vor allem in der Werbung ist nicht nur bei Zeilenumbrüchen häufiger zu sehen, dass in Anlehnung an das Englische fälschlicherweise statt des Bindestrichs oder korrekter Zusammenschreibung ein Leerzeichen verwendet wird (z. B. „Würfel Zucker“, „Vakuum Verpackung“). Dies entspricht nicht den Regeln der deutschen Rechtschreibung, verändert die Wortbedeutung (hin zum Imperativ: „Würfel Zucker!“) und kann das Textverständnis erschweren.
→ Hauptartikel: Binnenmajuskel
Eine andere Form der Falsch(nicht)anwendung des Bindestrichs und ebenfalls in der Werbung immer häufiger zu sehen ist es, den Bindestrich einfach wegzulassen, so wird z. B. aus „Bahn-Card“ „BahnCard“. Auch dies entspricht nicht den Regeln der deutschen Rechtschreibung und ist wahrscheinlich in Anlehnung an Codier-Vereinbarungen bei einigen Programmiersprachen entstanden.
Falsche Bindestriche werden auch gehäuft in Komposita verwendet, sogar bei vorhandenem Fugenlaut (z. B. „Informations‑Technik“ statt „Informationstechnik“).
Ebenso falsch sind auch Leerzeichen vor und nach dem Bindestrich (z. B. „Falsch ‑ Darstellung“, „Sonder‑ Angebot“). Für diese falschen Leerzeichen hat sich die ursprünglich scherzhafte Bezeichnung Plenk (von engl. blank, Leerzeichen) etabliert.
Der Trennstrich (auch: Trennungsstrich oder Texttrennstrich) wird im Textsatz bei der Worttrennung am Zeilenende verwendet. Passt ein Wort nicht mehr vollständig in eine Zeile, erfolgt nach einer durch die Trennregeln bestimmten Umbruchstelle und einem Trennstrich der Zeilenwechsel. Dies erfolgt aus ökonomischen Gründen (bessere Platzausnutzung) und aus ästhetischen Gründen (die Seite wird gleichmäßiger gefüllt).
Beispiel:
Wikipedia ist ein Projekt zur Erstellung einer Enzy- klopädie. Es ist gleichzei- tig der Name für im Rahmen dieses Projekts im … |
Zur Umsetzung in der Textverarbeitung siehe weiter unten.
Der Ergänzungsstrich zeigt an, dass in Zusammensetzungen oder Ableitungen einer Aufzählung ein gleicher Bestandteil ausgelassen wurde, der sinngemäß zu ergänzen ist.
Beispiele:
Zur Darstellung des Viertelgeviertstrichs bestehen aufgrund seiner vielfältigen Funktionen und historischen Ursachen eine Reihe von Zeichen:
Das typografisch korrekte Zeichen für den Viertelgeviertstrich ist in Unicode der Bindestrich U+2010 „Hyphen“ (‐). In HTML gibt es kein namentliches Zeichen dafür, sodass es numerisch angegeben werden muss (‐ oder ‐). Im veralteten ASCII-Zeichensatz und in den Zeichensätzen der Normenfamilie ISO 8859 ist das Zeichen nicht enthalten[1]; auch auf Computertastaturen ist es normalerweise nicht vorhanden, stattdessen wird das Bindestrich‑Minus verwendet, das sich als gemeinsames Zeichen für Bindestrich, Gedankenstrich, Spiegelstrich, Minuszeichen und Ziffernstrich etabliert hat, als Unicode noch nicht verbreitet war. Für Gedankenstriche und Spiegelstriche werden auch häufig zwei Minuszeichen hintereinander (ohne Leerzeichen dazwischen) verwendet.
Das Bindestrich‑Minus entspricht vom Aussehen in den meisten Schriftarten einem Viertelgeviertstrich und wird durch die Taste - erzeugt. Diese Taste liegt auf deutschen Tastaturen mit QWERTZ-Tastenbelegung zwischen der Punkt‑Taste . und der rechten Umschalttaste. Auch die Minustaste im Ziffernblock der Tastatur produziert das Bindestrich‑Minus.
In der ersten deutschen Umsetzung des ASCII-Codes bzw. ISO/R646-1967 in die DIN 66003 von 1968 heißt das Zeichen noch eindeutig 'Minus' – an Textverarbeitung (und damit den Bindestrich) in Rechenmaschinen wurde damals noch (fast) nicht gedacht.
Das Bindestrich‑Minus ist auf Tastaturen mit QWERTZ-Tastenbelegung und im ASCII‑ und EBCDIC‑ sowie in den Zeichensätzen der Normenfamilie ISO 8859 das einzige Zeichen, das einem Viertel‑, Halb‑ oder Geviertstrich, dem Minuszeichen oder dem Ziffernstrich ähnelt. Es wird daher von den meisten Anwendern für alle diese Striche und ihre Funktionen verwendet, da ihnen die Methoden zu Erzeugung der anderen Striche unbekannt oder zu aufwendig sind.
Da das Bindestrich‑Minus von den meisten Programmen als mögliche Stelle eines Zeilenumbruchs interpretiert wird, kann es durch seine Verwendung zu Formatierungsproblemen kommen. Daher sollte es in einem sauber gesetzten Text nicht vorkommen, sondern stattdessen je nach Bedeutung und Kontext das typografisch korrekte Zeichen verwendet werden.
Das Bindestrich‑Minus hat im Zeichensatz ASCII, den Zeichensätzen der Normenfamilie ISO 8859 und auch in der Unicode-Kodierung UTF-8 als „Hyphen-Minus“ den Kode 45 (dezimal) bzw. 2D (hexadezimal) und kann in HTML numerisch als - bzw. - angegeben werden.
→ Hauptartikel: Geschützter Bindestrich
Der geschützte Bindestrich ist ein Viertelgeviertstrich, der im Gegensatz zum Bindestrich-Minus nicht als mögliche Stelle eines Zeilenumbruchs interpretiert wird, sondern wie ein Buchstabe behandelt wird.
→ Hauptartikel: Weiches Trennzeichen
Das weiche Trennzeichen gibt eine Trennstelle innerhalb eines Wortes vor, an der ein Zeilenumbruch erlaubt ist. Falls das Wort umbrochen wird, erscheint dort am Zeilenende ein Trennstrich bzw. Viertelgeviertstrich. Wird das Wort nicht umbrochen, bleibt das weiche Trennzeichen in der Ausgabe unsichtbar.
Dies ist ein Beispiel | - und | Demonstrationstext | dafür, dass | geschützte | Bindestriche und wei- | che Trennzeichen | einem Text den | i-Punkt aufsetzen, da | ohne sie nicht 100- | prozentig sauber ge- | setzte Texte entste- | hen. |
(Der Beispieltext verwendet die beschriebenen Zeichen nicht, sondern demonstriert nur ihre Wirkung.)
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."