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Berlin-Wedding :

femme russe

Berlin-Wedding

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Wedding
Ortsteil von Berlin

Wedding Gesundbrunnen Moabit Hansaviertel Tiergarten MitteWedding auf der Karte von Mitte
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 33′ 0″ N, 13° 22′ 0″ OKoordinaten: 52° 33′ 0″ N, 13° 22′ 0″ O
Höhe 52 m ü. NN
Einwohner 75.459 (2008-06-3030. Juni 2008)
Eingemeindung 18611861
Postleitzahlen 13347, 13349, 13351, 13353, 13355, 13357, 13359
Ortsteilnummer 0105
Verwaltungsbezirk Mitte
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

Der Wedding ist ein Ortsteil im Bezirk Mitte von Berlin. Der heutige Ortsteil entstand 2001 durch Teilung des ehemaligen Bezirks Wedding entlang der Linie Reinickendorfer Straße und Chausseestraße.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ortsname und Geschichte

Bis zur Verwaltungsreform am 1. Januar 2001 gab es den eigenständigen Bezirk Wedding, der die heutigen Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen umfasste. Der ehemalige Bezirk Wedding wurde mit den ehemaligen Bezirken Mitte und Tiergarten zum neuen Bezirk Mitte fusioniert. Viele Bewohner und oftmals auch die Berliner Medien beziehen sich mit dem Begriff „Wedding“ noch auf das Gebiet des ehemaligen Bezirks Wedding (heute Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen des Bezirks Mitte), obwohl dies genau genommen nicht richtig ist.

Der Wedding gehörte lange zu den wenigen Ortsnamen, die im Deutschen mit Artikel benutzt werden; der Wedding erinnert an den Ursprung als vom Adligen Rudolf de Weddinge errichteten Gutshof und Vorwerk und folglich sagte man „er wohnt auf dem Wedding“ (im Stadtdialekt „er wohnt uff´m Wedding“) bzw. „am Wedding“. Heute wird jedoch „im Wedding“ bevorzugt oder zunehmend von den Zugezogenen die Formulierung „in Wedding“ gebraucht.
„Wo ick wohne? Wie alle feine Leite, Berlin W. hinten mit en 'Ding'! –?? – Na Mensch, vastehste nich, Berlin Wedding!“ [1]

[Bearbeiten] Geografie

Wichtige Plätze im Wedding:

Grünanlagen im Wedding:

[Bearbeiten] Öffentlicher Verkehr

Im Ortsteil Wedding fahren folgende öffentliche Verkehrsmittel:

S-Bahn
U-Bahn
Bus
Straßenbahn (MetroTram)

[Bearbeiten] Geschichte

Historische Alte Nazarethkirche auf dem Leopoldplatz und Neue Nazarethkirche (Hintergrund)

Der Wedding wird bereits in zwei Urkunden aus dem 13. Jahrhundert erwähnt: 1251 handelte es sich um „eine Mühle im Gebiet des Dorfes, welches Weddinge hieß, am Flusse Namens Pankow erbaut“ und im Jahr 1289 um „das wirkliche Lehensgut und den mit dem Gehöfte Wedding verbundenen Titel eines Lehensgutes“ [2].

Im 13. Jahrhundert wurde das Dorf Wedding als Wüstung, also als verlassene Siedlung, erwähnt. Die Mühle des Ortes wurde an das Benediktinerinnenkloster in Spandau verkauft, das auf der Gemarkung des Dorfes liegende Lehngut wurde Besitz der Stadt Berlin. Im 14. Jahrhundert wurden die Flächen von Berliner Bürgern noch zum Ackerbau genutzt, danach überwuchs es vollständig mit Kiefern und Eichen und wurde als „Berliner Stadtheide“ bezeichnet. Im 17. Jahrhundert wurde auf dem Gebiet des heutigen Nettelbeckplatzes ein Gutshof angelegt, der bereits 1603 an den brandenburgischen Kurfürsten übergeben wurde. Dieser ließ daraus ein Vorwerk errichten. Damit war der Gutshof kurfürstliche Domäne und rechtlich nicht mehr zur Stadt Berlin gehörig.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau Berlins und dem dafür benötigten Holz wurde die Stadtheide fast vollständig gerodet, sodass das Land um den Wedding verödete. Im 18. Jahrhundert begann die umfangreiche Besiedlung des Gebiets nördlich Berlins, damit auch des Weddings. 1778 wurden die ersten Kolonistenhäuser im Bereich des heutigen Weddingplatzes errichtet. 1782 ließ Friedrich II. eine Kolonie gründen, die auf Grund ihrer Nähe zum Gutshof den Namen Wedding oder Neu-Wedding erhielt.

Mitte des 18. Jahrhunderts, während der damals noch zum Wedding gehörende Gesundbrunnen zu einem Bade- und Kurort ausgebaut wurde, hielt das Glücksspiel und die Prostitution im Wedding Einzug. Er wandelte sich damit zu einem Vergnügungsviertel.

1861 erfolgte die Eingemeindung nach Berlin. Zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Wedding durch die anhaltende Landflucht in einen Arbeiterbezirk. Dicht gedrängt lebten die Arbeiter in sogenannten „Mietskasernen“. Die schlimmsten Auswucherungen dieses städtischen Molochs entstanden in Meyers Hof. Diese Mietskaserne gilt immer noch als einzigartiges Beispiel für extrem komprimierte und spekulative Bebauung. Die Bevölkerung des Weddings (mit Gesundbrunnen) stieg von 16.668 im Jahre 1867 bis auf 240.662 Einwohner im Jahre 1910. Im Jahre 1920 wurde der Wedding um Teile der Oranienburger Vorstadt und der Rosenthaler Vorstadt vergrößert und bildete einen Bezirk von Groß-Berlin mit nunmehr 337.193 Einwohnern.[3]

Im politischen Schicksalsjahr 1933 kamen bei der Wahl zum 8. Deutschen Reichstag am 5. März 1933 die wenigsten Stimmen für die NSDAP (25,9 %) zusammen. Die KPD hingegen kam auf 39,2 %. Die SPD kam auf 22,8 % (Statistik-Berlin). Diese Ergebnisse erklären auch den damaligen Namen des Arbeiterbezirks Roter Wedding.

[Bearbeiten] Bebauung

Der Wedding wird größtenteils durch Altbauten und Gebäude des sozialen Wohnungsbaus der 1970er- und 1980er-Jahre geprägt. Eine Ausnahme bildet das Gebiet zwischen dem Volkspark Rehberge und dem Schillerpark, in dem Siedlungsbauten der zwanziger und dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts bestimmend sind. Erwähnenswert sind hier insbesondere die zum UNESCO-Welterbe gehörende Siedlung Schillerpark sowie die Friedrich-Ebert-Siedlung.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Rathaus Wedding

Heute wird der Bezirk Mitte, zu dem der Ortsteil Wedding gehört, von vielen Migranten, sozial Schwächeren und Personen mit geringem Einkommen bewohnt. Der Ausländeranteil liegt im Wedding 2007 bei 31,8 %.[4] Der Ausländeranteil an den allgemeinbildenden Schulen lag im Schuljahr 2006/07 bei 40 % (Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung).

Berliner Vergleichszahlen: Friedrichshain-Kreuzberg 31,7 %, Pankow 4,5 %, Charlottenburg-Wilmersdorf 20,1 %, Spandau 11,3 %, Steglitz-Zehlendorf 10,0 %, Tempelhof-Schöneberg 28,8 %, Neukölln 31,1 %, Treptow-Köpenick 3,3 %, Marzahn-Hellersdorf 3,5 %, Lichtenberg 10,5 %, Reinickendorf 11,4 %.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter vom Wedding

[Bearbeiten] Bildergalerie

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Hans Ostwald: Der Urberliner. Paul Francke, Berlin 1920.
  2. G. Suchsdorf: Geschichte des Gesundbrunnens – Separat-Abdruck aus der Zeitung Die Quelle, Berlin 1891
  3. Friedrich Leyden: Gross-Berlin. Geographie der Weltstadt. Hirt, Breslau 1933 (darin: Entwicklung der Bevölkerungszahl in den historischen Stadtteilen von Alt-Berlin, S. 206)
  4. Pressemitteilung vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 17. September 2007

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Berlin-Wedding – Bilder, Videos und Audiodateien

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