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Ein Badland (auch Badlands) ist ein von tiefen, eng stehenden Erosionsrinnen zerschnittenes Gelände in ariden Gebieten. Seine Oberflächenform entsteht durch die rasche Abtragung leicht erodierbarer Schiefertone, Tonsteine oder Lehm durch Wasser- oder Windeinwirkung. Typische geologische Formationen sind Canyons, Klamme, Schluchten und Hoodoos – das gesamte Gebiet besteht somit praktisch nur noch aus ständig sich erweiternden Schluchten und Tälern, zwischen denen nur noch scharfe Kämme stehen geblieben sind. Manche Badlands besitzen eine spektakuläre Farbgebung, die zwischen schwarzen/blauen Kohleschlieren und gelben/rötlichen Lehmablagerungen abwechselt.
Bekannte Badlands befinden sich im Badlands-Nationalpark in South Dakota (Vereinigte Staaten) und den Kanadischen Badlands in Alberta. In Deutschland gibt es Badlands zum Beispiel am Fuße der Burg Gleichen zwischen Gotha und Erfurt und am Rand des Höhenzuges Bedhard in der Eifel bei Bitburg. In Kroatien sind im Zentrum der Halbinsel Istrien nordöstlich des Dorfes Sterna ausgedehnte Badlands in Form so genannter Mergel-Dünen ausgebildet. Sie befinden sich im „weißen Istrien“, wie die Karst-Landschaft Istriens auch genannt wird. In Frankreich sind Badlands etwa in den Jura-Mergeln rund um die Hochflächen der Causses weit verbreitet, und kommen auch in den roten Tonsteinen der Umgebung des Lac du Salagou vor.
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Der Begriff „Badlands“ findet breite Übereinstimmung in Nordamerika: die Lakota bezeichneten die Topographie „Makhóšiča“, wörtlich für schlechtes Land, während französische Pelzjäger die Badlands als „les mauvaises terres à traverser“ bezeichneten (also „das schwer zu durchquerende Land“). Die Spanier bezeichneten sie als tierra baldía (Ödland) und cárcava. Der Begriff Badland ist durchaus berechtigt: Badlands besitzen steile Hänge, lockere, trockene Böden und tiefen Sand, was das Durchqueren sowie andere Nutzungen erschwert. Badlands formen sich in ariden Regionen mit unregelmäßigen, aber sehr starken Niederschlagsereignissen, karger Vegetation und lockeren Sedimenten – dies sind allesamt sehr gute Voraussetzungen für massive Erosion und Denudation.
Einige der bekanntesten Fossilienfunde stammen aus Badlands, da die massive Erosion die Sedimentschichten freilegt und das Fehlen einer Vegetationsdecke die Beobachtung und die Suche nach Fossilien relativ einfach macht.